Livereview und Bilder – Aye Carramba Festival – Grillhütte Volpertshausen – 18.07.2014 – 19.07.2014

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Aye Carramba Festival an der Grillhütte Volpertshausen
18.07.2014 – 19.07.2014

Aye Carramba

Bei unerträglichen 40 Grad im Schatten schönstem Sommerwetter findet an der Grillhütte Volpertshausen auch in diesem Jahr wieder das Aye Carramba Festival statt. Hauptsächlich lokale Bands stehen hier im Vordergrund, der Eintritt mit 4 Euro/ Tag bzw. 6 Euro für beide Tage verschwindend gering, und das kühle Blonde gibt’s für ein Wertmärkchen (1.50 Euro). Was will man mehr….?

Ich selber konnte leider nur am Samstag vor Ort sein, was ich im Nachhinein echt bedauere, denn auch am ersten Festival-Tag ist die Stimmung super und die Konzerte gut besucht gewesen.

Ein besonderes Goodie gibt es für den Samstag Nachmittag. Schon vor dem Start der ersten offiziellen Festival-Show dürfen 4 sogenannte „Local Heroes“ ihr Können auf der Bühne beweisen.

Mit einer halben Stunde Verspätung (die sich leider dann durch den ganzen restlichen Tag zieht) starten Business As Usual mit einer Unplugged-Show. Normalerweise ist man von der Combo aus Wetzlar lautere Töne gewohnt – heute lassen es die Fünf mal ganz soft angehen. So zum Tagesauftakt. Bei den Temperaturen 😉 Slayer unplugged, da muss ich direkt anfangen zu grinsen. Und auch „Polly“ von Nirvana sorgt für Gegröle unter den Fans. Wer die Combo wieder in gewohnter Umgebung und Lautstärke sehen möchte, der hält am besten die Facebook-Seite der Fünf im Auge. Dort werden die nächsten Termine rechtzeitig angekündigt.

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Business as Usual_19-07-2014_05

Mit Ersatz-Bassist sind Day of Decay angereist. Die (im Moment nur vier) Gießener hauen ein Thrash / Death Brett raus, das ohne Probleme auch ins Abendprogramm gepasst hätte. In der knallenden Nachmittagssonne lassen die Jungs das Bier und auch den Schweiß kräftig fließen, da bleibt keine Körperstelle trocken. Der ein oder andere traut sich sogar aus dem Schatten vor die Bühne, um das Haupthaar zu schütteln. Ohne Bassist, dafür aber mit Gastsänger Chris gibt’s zum Schluss ein Cover von Sodoms „Agent Orange“ auf die Lauscher. Echt super gemacht, Daumen hoch. Mein erster Geheimtipp-Daumen. Eine Anmerkung zum Schluß: Die Band sucht einen Gitarristen. Wer sich berufen fühlt, einfach mal ne Mail hinschicken..

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Days of Decay_19-07-2014_47

Der nächste Slot verspricht Metalcore. Out 4 a Kill aus Gießen – völlig anderer Stil als zuvor aber es gibt genauso auf die Mütze. Und ein Wiedersehen mit Karsten (Drums) – Der Mann am Takt ist einfach mal sitzen geblieben und spielt sich munter durch nochmal eine halbe Stunde Setlist. Leichte Probleme mit dem Bass zu Beginn trüben die Anfangs-Stimmung ein bisschen, diese werden jedoch recht schnell behoben – Zuppi sei Dank – und das Set kann ohne Probleme fortgesetzt werden. Generell ist der Sound echt klasse, hätte ich von einer Veranstaltung an dieser Location eigentlich nicht erwartet. Auch die Umbauten gehen fix von Statten, kein Grund zum Meckern also hier…

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Out 4 a Kill_19-07-2014_29

Die nächste Band sorgte schon im Vorfeld für einige Verwirrungen. Der Mofaclub Marburg sagte erst ab, dann wieder zu… Während dem Warten auf den Auftritt verschwindet auf einmal der Bassist – Kurz gesagt: Anstatt mit 5 Mann steht die Band mit 3 Mann plus Ersatzspieler am Bass auf der Bühne – und zocken trotzdem ein ordentliches Set. Es fließt viel Bier, sowohl auf als auch vor der Bühne. Eine ganz ansehnliche Zahl Fans hat sich vor der Bühne aufgebaut um mit den Marburger Jungs zu feiern. Den Stil bezeichnen die Jungs selbst als „Rustikalen Busenrock“ und sorgen mit dieser Musik für Stimmung unter dem trinkfesten Publikum. Sauflieder – Deutsche Texte und auch hier Gastvocs von Chris… Dafür dass es zu Beginn schien als würde der Auftritt den Bach runter gehen legt die Combo einen stabilen Gig auf die Bretter. Die Aktion mit den fliegenden Bierflaschen wurde zwar nicht von jedem Festivalbesucher wortlos hingenommen, aber nach Konzertschluss wurde alles wieder aufgeräumt – kein Grund also für die Aufregung…

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Mofaclub Marburg_19-07-2014_39

Die erste offizielle Festival-Show des Abends startet mit ca. 45 Minuten Verspätung. Die Vogelsberger Mindreaper stehen, wie schon die Band zuvor, nicht in voller Besetzung auf der Bühne. Aber nicht, weil der Bassist einfach abgehauen ist, sondern weil es zur Zeit leider keinen gibt. Wer also jemand kennt, der jemand kennt… Ihr wisst schon: Bitte eine Nachricht an Mindreaper senden… Der Show tut das allerdings keinen Abbruch. Die ist trotzdem echt super. Die Combo hat das Publikum und auch mich von der ersten Minute an fest im Griff. Sänger Sebastian, fast ausschließlich vorne auf den Boxen zu finden, lässt sich von einem selbständig gewordenen Mikrokabel nicht aus der Ruhe bringen. Vocals kommen hier zusätzlich wieder von hinter den Trommeln. Manuel (der übrigens verantwortlich ist für das Chaostraum Open Air Ende August) unterstützt mit Background-Gesang. Die Fans sind zwar immer noch ein wenig träge, aber ein wenig mehr Bewegung ist schon zu erkennen und es sind einige Köpfe am Kreisen. Geheimtipp No. 2 für heute.

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Mindreaper_19-07-2014_14

Die Jungs von Beardown legen – trotz der Temperaturen – direkt voll los. Vor allem Sänger Michael verliert öfters die Bodenhaftung – die Energie, die in den Jungs steckt ist echt unglaublich. Für die Vier ist es die erste Festival-Show – eine total neue Erfahrung und sie sind super stolz, dass sie hier auf der Bühne stehen dürfen. Daher bedanken sich die Jungs auch immer wieder bei den Fans und beim Veranstalter. Ein paar Problemchen gibt’s mit den Drums während des Sets, aber nichts weltbewegendes und kurze Zeit später kann die Show fortgesetzt werden. Hört da auch unbedingt mal rein, da geht noch so einiges…. 😀

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Beardown_19-07-2014_01

Nach der Release der EP Viral Resurrection kommen die Siegener von Necrosphere ganz gut rum. So auch heute auf dem Aye Carramba Festival. Jetzt stehen schon einige Fans mehr vor der Bühne und feuern die fünf kräftig an. Ein super Auftritt, toller Sound. Auch die neuen Songs, die sich auf dem bald erscheinenden Full-Length-Album wiederfinden werden, kommen gut beim Publikum an. Ich glaube das war der bisher beste Auftritt den ich von den gesehen habe 😀 Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Schaut Euch die Jungs unbedingt auch Live mal an. Die nächste Chance auf einen Live-Gig gibts z. B. am 07.11. auf dem Metalheads Germany Festival im JUZ Bingen oder auf dem Frankfurt Deathfest am 06./07.03.2015.

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Necrosphere_19-07-2014_31

Nach dem Death Metal aus Siegen gibt’s jetzt Rockmusik aus xxx auf die Ohren. Die 3 Jungs von Supercobra sind super drauf, haben Bock zu spielen und machen Stimmung für Fünf. Vor allem der Drummer sticht hier hervor. Der sitzt nicht hinter den Kesseln und spult das Set herunter – nein – da wird im Stehen gespielt, Grimassen gezogen, lauthals ins Mikro geblökt. Ich würde mal behaupten, er stiehlt seinen beiden Kollegen fast die Show. Bassist „Mr. Burns“ wirbelt ebenso auf der Bühne herum und Markus (Gitarre/Voc) weiß, wie man das Publikum um den kleinen Finger wickelt. Ein klasse Auftritt, da halte ich mal ein Auge drauf.

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Supercobra_19-07-2014_29

Purify aus den Mainz / Wiesbaden sind nun an der Reihe. Zunächst fallen die Ansagen von Sänger Mönch auf, die auf hessisch gebabbelt werden ^^. Dann der Wischmop, der als Mikro dient. Die Musik der Vier ist natürlich auch nicht zu verachten, ein Mix aus Death und Thrash Metal, den man beim Anblick der Combo zunächst nicht erwartet. Bassist Eddy lässt die Haare kreisen und steht nicht eine Sekunde still. Fast die ganze Bühne nimmt er in Beschlag und auch der Platz vor der Bühne ist nicht sicher… Mönch springt mit seinem Mop ebenso wild auf der Bühne herum, und ist meist vorne auf der Box zu finden. Von diesem Platz aus ruft er auch zur Wall of Death auf… O-Ton. „Ihr beide – Wall of Death – JETZT…“ Die beiden Fans, die schon seit Beginn des Konzertes fleißig am Tanzen sind, lassen sich das natürlich nicht zweimal sagen 😀 Insgesamt ein super Auftritt, gerne mehr davon 🙂

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Co-Header für heute sind die Suicide Kings aus Dieburg. Als ich zum Beginn des Konzertes vor die Bühne komme, traue ich meinen Augen kaum. Das Publikum hat sich während der Umbaupause glatt verdreifacht. Die 5er Combo hat eine Menge Fans dabei, die alle direkt vor der Bühne stehen und mit der Band anstossen. Da werden mehr als 1 Bier gekippt 😀 Rock ’n‘ Roll mit einigen Hardcore-Elementen gemixt kommen gut beim Publikum an. Der Moshpit lässt da nicht lange auf sich warten. Die Stimmung ist super, Sänger Rüdiger – von den feiernden Fans angeheizt – hält sich die meiste Zeit vorne auf den Boxen auf. Hier gibt’s die erste Zugabe des heutigen Tages. Daher ist das Konzert erst zu Ende, als Lay Down Rotten bereits auf der Bühne stehen sollten. Aber nicht weiter tragisch, die Show entschädigt für den doch länger dauernden Abend.

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The Suicide Kings_19-07-2014_35

Der Headliner, Lay Down Rotten, benötigt ein bisschen länger zum Umbauen. Vor allem die Drums müssen ordentlich auf Position gebracht werden. Ich dachte zwar es wäre nicht mehr möglich, aber zum Headliner sind nochmals mehr Zuschauer anwesend. Ein völlig anderer Stil, Death Metal aus Herborn zieht die Fans aus der Umgebung an. Ist ja fast ein Heimspiel für die Fünf. Vor der Bühne kaum Platz, der ganze Vorplatz ist in Bewegung, da fliegen Haare, Moshpits und in die Luft gereckte Fäuste überall. Fast jeder kann die Texte mitsingen. Trotz der späten Stunde gibt’s zur offiziellen Spielzeit nicht nur eine, sondern gleich zwei Zugaben obendrauf. Obwohl bereits eine Streife vor Ort ist, wird noch ein Song zusätzlich gespielt. Die Stimmung auf dem Höhepunkt hätten die Jungs garantiert auch noch 5 Zugaben spielen können. Das Publikum hätte sicher nichts dagegen gehabt. Starker Auftritt- Daumen hoch….

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Lay Down Rotten_19-07-2014_53

 

Fazit:

Das an einer Grillhütte so ein klasse Festival auf die Beine gestellt werden kann, das ist mal ein Lob wert. Toller Sound, die Organisation einwandfrei, Parken gut möglich, die Preise sehr günstig…

Dazu kommt natürlich noch bestes Festival-Wetter…

Ein toller Samstag (Freitags war ich leider nicht vor Ort) und steht für das nächste Jahr wieder auf meinem Festival-Plan…

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Preview:

10-jähriges Jubiläum feiert in diesem Jahr das Aye Carramba-Festival. Seit 2004 gibt’s ordentlich Mukke in die Gehörgänge. Damit dabei keiner verdursten muss, kommt ein äußerst günstiger Preis für die allseits beliebte Hopfen-Kaltschale dazu. Gibt es da noch einen Grund, nicht nach Volpertshausen zu fahren? Ich würde sagen NEIN… Und zumindest am Samstag bin ich auch dabei…

Der Eintrittspreis ist fast unschlagbar. Das Tagesticket gibts für 4 Euro – wer direkt für beide Tage sein Ticket löst zahlt insgesamt nur 6 Euro…

 

Das Lineup kann sich ebenfalls sehen lassen. Seit heute ist die finale Running-Order online:

Freitag, 18.07.2014

Melodic Metal Core von Ocean Mind (Gießen / Friedberg, GER)
17:30 Uhr – 18:10 Uhr

Hardcore von Stand der Dinge (Gießen, GER)
18:25 Uhr – 19:05 Uhr

Metal von Face Down Hero + special guest (Marburg, GER)
19:20 Uhr – 20:15 Uhr

Hard Stoner- Desert- Bluesrock von Bastardo (Marburg, GER)
20:30 Uhr – 21:30 Uhr

Porno Rock von V8 wixxxer (Offenbach, GER)
ca. 22:00 Uhr – ca.:23:15 Uhr

als special guest:
Rustikaler Busenrock 😀 von Mofaclub Marburg
23:30 Uhr – 23:55 Uhr

 

Samstag,19.Juli 2014

Das Aye Carramba supportet die „Local Heroes“…!
Von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr gibt es unter anderem Musik von:

Metal / Death Metal von Day of Decay (Gießen / Wetzlar, GER)
Melodic Oldschool Hardcore von Business As Usual (Wetzlar / Frankfurt / Ehringshausen, GER)
Hardcore von Out 4 a Kill (Gießen, GER)

Thrash / Deathmetal von Mindreaper (Vogelsberg, GER)
17:00 Uhr – 17:30 Uhr

Hardcore von Beardown (Gießen, GER)
17:45 Uhr – 18:15 Uhr

Death Metal von Necrosphere (Siegen, GER)
18:30 Uhr – 19:10 Uhr

Stromgitarren Kung Fu – Rock n Roll 😀 von Supercobra (Marburg, GER)
19:25 Uhr – 20:10 Uhr

Thrash Metal von Purify (Mainz / Wiesbaden, GER)
20:25 Uhr – 21:15 Uhr

Punk / Thrash / Hardcore von The Suicide Kings (Dieburg, GER)
21:30 Uhr – 22:20 Uhr

Death Metal von Lay Down Rotten (Herborn, GER)
22:45 Uhr – 00:00 Uhr

 

Infos über die Location, Anfahrt, Running-Order, Bilder der letzten Jahre gibts auf der offiziellen Festival-Homepage…

Und jetzt: Wer am Wochenende nicht hinfahrt, ist selbst dran schuld ^^

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