Livereview und Bilder – Cry my Name „Elements Tour 2014“ im Rattenloch Herdorf – 18.04.2014

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Karfreitags-Mosh im Rattenloch Herdorf
Cry My Name Elements-Tour 2014
18.04.2014

Cry My Name Elements Tour 2014

 

Sohoooo, das im hochkatholischen Westerwald die Konzerte an Karfreitag nicht ganz so gut besucht sind, hatte ich mir schon fast gedacht. Aber dass zum angesetzten Konzertbeginn um acht Uhr außer den Bands und mir vielleicht eine handvoll Leute da sind, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Beginn der ersten Show wurde daher kurzerhand erst mal auf neun Uhr verlegt, was bedeutete, eine Stunde dort sitzen und ein Bier trinken. Oder auch zwei. Naja, oder Cola halt 😉

Den Anfang machen dann schlussendlich um halb zehn Origin of All aus Koblenz. Mit einem etwas langsameren Metal / Hardcore Mix gehen die fünf Jungs an den Start. Shouter Eric, der sich nicht die Mühe macht überhaupt auf die Bühne zu gehen, ist während des kompletten Konzertes im Zuschauerraum unterwegs und animiert – neben dem Gesang – auch noch das Publikum zum Mitmachen. Das hat sich allerdings wohl heute gedacht „Karfreitag – Tanzverbot“, und so ist hier am Anfang zunächst erst einmal eine sitzende Veranstaltung vorzufinden. Das macht den Jungs aber überhaupt nichts, die ziehen ihr Ding durch, springen munter auf der Bühne herum und vor allem Bassist Olli schneidet eine Grimasse nach der anderen. Während des Konzertes wird ein Video gedreht, dass bestimmt demnächst auf YouTube zu finden sein wird, haltet mal die Augen auf… Der Sound – nunja, für eine Location wie das Rattenloch, das sich tatsächlich mitten im Wohngebiet befindet, ist der Sound ganz ordentlich. Allerdings habe ich bei meiner Foto-Tour gemerkt, dass nicht alles von überall gleichermaßen gut zu hören ist… Mittig vor der Bühne ist’s am besten, mal so als Tipp für alle, die dort mal hinfahren… Ansonsten sehe ich die Combo morgen Abend direkt nochmal, auf dem Osterkrach 2014 in Bad Breisig… 😀 Ich freu mich drauf…

Setlist

For My Own
Nothing has Changed
All of This
Bring it to the Edge
Hate reigns your Life
Atlas

 

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Origin of All_18-04-2014_26

 

World & Dreams waren schon mal vor meiner Linse, und zwar beim Bloody Friday im Dezember im BigHouse Neuwied. Und so musste ich nicht lange überlegen, als ich den Fünfer im Lineup zur Elements-Tour gesehen habe. Die Umbauzeit war extrem kurz, vielleicht 10 Minuten oder so. Schätze mal, man musste trotz des späteren Beginns trotzdem um zwölf noch fertig sein mit der Veranstaltung. Hier wird es ein wenig actionreicher auf der Bühne, der Takt ein bisschen schneller. Melodic Hardcore aus Bad Hönningen mit einem Shouter der sich fast die Seele aus dem Leib singt, einem Basser, der keine Sekunde still am Platz steht, und zwei Gitarristen, die zwar Luftsprünge machen, von denen mir aber leider kein Schnappschuss gelungen ist… Ich wollte an der Stelle mal erwähnen, dass das Drum-Set echt der Kracher ist. Durchsichtige Drums, wie geil ist das denn bitteschön….?? Auf jeden Fall kann man Nikolas fliegende Trommelstöcke dadurch noch besser sehen… 🙂 Eine Premiere gibt’s auch noch heute, und zwar wird ein neuer Song gespielt. „Beneath my Words“ heißt das neue Stück, und ist echt gut angekommen. Auch wenn hier nur ein oder zwei Leute einen leichten Anflug von Moshpit angedeutet haben hat’s trotzdem jede Menge Spaß gemacht 😀

Setlist:

Types of Distance
Compass
Cliffs
Memories
Beneath my Words (neu)
Labyrinth of Time

 

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World and Dreams_18-04-2014_22

 

Die Umbauzeit für die Hauptakteure des heutigen Abends, Cry my Name aus Rendsburg, war ein wenig länger, ließ sich aber mit ca. 15 Minuten doch noch ganz gut verkraften. Soundcheck war schnell erledigt, allerdings gibt’s zu Beginn ein paar Probleme mit dem Gesang, der war nämlich ziemlich schwach eingestellt und nicht zu hören. Während Song Nr. 1 konnte das aber geregelt werden, und dem Musikgenuss stand dann nichts mehr im Weg. Zwei, drei moshende Mitmenschen auch hier, aber der Großteil betrachtet sich die Show im Sitzen von der Bank aus. Das hindert die Band aber nicht daran, alles zu geben. Vor allem Sascha, der trotz einem Bandscheibenvorfall auf der Bühne steht, sei hier mal ein großes Lob ausgesprochen für so viel Körpereinsatz. Aber auch die anderen Bandmitglieder hüpfen wie die Gummibälle über die Bretter, allen voran Gitarrist Padde, den ich auch glücklicherweise im Sprung ablichten konnte, und auch Bassist Tim setzt das ein oder andere Mal zum Sprung an. Während der Wartezeit auf das Konzert haben wir uns die Platte der Jungs schon mal aus der Konserve angehört, und das ganze jetzt direkt im Anschluss nochmal Live zu sehen ist der krönende Abschluss des Abends.

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Cry My Name_18-04-2014_04

 

Fazit:

Wieder mal geile Mukke, gut gelaunte Bands, aber für die Bands hätte ich mir ein wenig mehr Publikum gewünscht, die Jungs haben es allesamt echt verdient. Großes Lob an alle, Origin of All, World & Dreams, Cry my Name, dem Rattenloch…. War bestimmt nicht mein letzter Besuch, und ich hoffe man sieht sich das ein oder andere Mal wieder 🙂

 

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Preview:

 

Um der Feiertags-Depression vorzubeugen, die sich Karfreitags bei mir eigentlich immer einstellt, bin ich an dem Tag schon unterwegs. Und zwar im schönen Herdorf, genauer gesagt im Rattenloch. Cry my Name stellen das neue Album „Elements“ vor, und haben deshalb zum Tanz geladen.

Mit bei der Mosh-Partie sind:

Metalcore von Cry my Name (Rendsburg, GER)

Melodic Hardcore von World and Dreams (Bad Hönningen, GER)

Metal / Hardcore von Origin of All (Koblenz, GER)

 

Einlass 19:00 Uhr, Beginn der Shows ca. 20:30 Uhr
Eintritt 5 Euro
Location: Rattenloch Herdorf, Hellerstr. 18, 57562 Herdorf (b. Betzdorf)

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