Livereview und Bilder – Dehumanization CD Release Show im Rasthaus B9 Bad Breisig – 07.02.2014

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Dehumanization CD Release Show im Rasthaus B9 Bad Breisig
07.02.2014

Releaseshow Dehumanization 5 Dollar Crackbitch 07-02-2014

 

Five Dollar Crackbitch – der Hauptact des Abends – bringt das Debüt-Album „Dehumanization“ in die Öffentlichkeit. Und das wird gebührend gefeiert mit der Release Show am 07.02.2014 im Rasthaus B9.

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Freitag, 19:30 Uhr – Regen – Wind – Kalt…. Aber das kann mir nichts anhaben, denn gleich geht’s nach Bad Breisig ins Rasthaus B9, um mir zum ersten Mal für dieses Wochenende den Staub aus den Ohren pusten zu lassen. Noch ein kurzer Abstecher ins McCafe, dann bin ich gerüstet für den weiteren Abend.

Heue mit brandneuer Linse auf der Kamera stürze ich mich Punkt acht in den Konzertsaal, der sogar um diese Uhrzeit schon mächtig gefüllt ist. Gut, dass ich so früh da bin….

Das Rasthaus liegt, wie der Name schon vermuten lässt, an der B9, und zwar zwischen Bad Breisig und Sinzig. Von Fahrtrichtung Sinzig aus gibt es eine eigene Abfahrt, wenn man von Koblenz aus anreist muss man eine kleine Schleife fahren, aber auch für mich Orientierungs-Ass war die Location gut zu erreichen. Parken stellt kein Problem dar, es gibt genug Plätze vor Ort.

Das Rasthaus ist zu normalen Zeiten eine Bar, Nightlounge, normale Gaststätte… An Konzertabenden jedoch ist einer der Räume zum Konzertsaal umgebaut. Etwas schmaler, dafür lang gezogen mit der Bühne an der Kopfseite, aber so, dass man von allen Seiten aus trotzdem gut sehen kann.

Der Einlass um 20:00 Uhr wurde von den Gästen gut angenommen, und als das erste Konzert pünktlich um 20:45 Uhr angefangen hat, war der Raum schon ganz ansehnlich gefüllt.

Den ersten Platz des Abends haben sich die Newcomer Incertain gesichert. Wie letzte Woche in Koblenz im JamClub hauen die 5 in der halben Stunde Spielzeit alles raus, was das bisherige Repertoire hergibt. Inklusive dem brandneuen Material, das als Zugabe am Schluss nochmal gespielt wird. Während des ersten Songs gibt es noch ein paar kleinere Technik-Problemchen, die aber behoben werden ohne das Set unterbrechen zu müssen. Daher hat man (bis auf die Ansage von Hülya und dem anwesenden Bühnentechniker) als Zuschauer auch eigentlich gar nicht so viel davon mitbekommen… Es sind schon jede Menge Zuschauer da, die auch ziemlich nah an die Bühne kommen, aber da die Band hier in Bad Breisig noch relativ unbekannt ist, hält sich das Publikum noch vornehm zurück was z. B. die Wall of Death betrifft. Da war am letzten Samstag eindeutig mehr los im Publikum. Trotzdem ein richtig guter Auftritt, ich habe ja jetzt schon 3 Konzerte gesehen und kann sagen das die Steigerung von Mal zu Mal deutlich sichtbar ist. Ich freue mich schon auf Anfang Mai, zum ACFM-Festival stehen Incertain wieder auf der Bühne, bis dahin vielleicht noch mit weiteren neuen Songs. Und Merch 😉

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Incertain_07-02-2014_26

 

Kein Konzert ohne einen Hardcore-Slot. Das habe ich in den vergangenen Wochen gelernt. Und auch heute ist der natürlich mit dabei – in Form von Disdain of Murderer, die sich den zweiten Platz des Abends gesichert haben. Die Zuschauerzahl steigt, die Action auf und vor der Bühne ebenso. Eines muss man dem Genre Deathcore / Metalcore / Hardcore lassen: Die Bühnenshow (eigentlich) jeder dieser Bands ist echt extrem. Anstrengend aber gleichzeitig mitreißend, so dass man als Zuschauer quasi mitmoshen MUSS. Es sei denn, man hat die Kamera in der Hand. Dann endet man auch schonmal als Stolperfalle, vor allem dann, wenn man sich unbeabsichtigter Weise hinter dem Drehhocker versteckt, der von wem auch immer vor der Bühne platziert wurde *hihi*. Groth an der Gitarre hält sich während dem kompletten Konzert echt weit im Vordergrund auf. Die beiden anderen, Gocki (GIT) und Jay (Bass), halten sich ein bisschen mehr im Hintergrund auf. Und Sänger Kay hat sich eine kleine Box mitgebracht, auf die er immer wieder klettert und so das Geschehen von ganz oben betrachten kann 😀 Spielzeit auch hier ungefähr 30 Minuten. Danach muss erstmal ein bisschen Frischluft in den Raum gelassen werden, die Band auf der Bühne und das Publikum haben die Luft ganz schön aufgeheizt.

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Disdain of Murder_07-02-2014_24

 

Nach einer (wie am heutigen Abend üblichen) sehr kurzen Umbauphase steht die dritte Band in den Startlöchern. Bei SKUM war ich mir ziemlich sicher, das mir das gefällt. Pures Metal-Gemetzel, und nicht nur ich sondern auch die weiteren Gäste waren dieser Meinung. Die Stimmung, schon zu Beginn mächtig aufgeheizt, lässt die Jungs auf der Bühne nochmal eine Schippe drauflegen. Nikola lässt es sich sogar nicht nehmen, seine Show außerhalb der Bühne, nämlich auf den Lautsprecherboxen bzw. direkt im Zuschauerraum fortzuführen. Während einem Instrumental-Teil stellt er sich in die erste Zuschauerreihe, Bierchen in der Hand, und jubelt selber seinen Bandkollegen zu 😀 Und nicht nur er, nein, auch die Jungs (und das Mädel) von Incertain und Disdane of Murderer sind hier ganz vorne mit dabei. Einen super Job macht auch Roberto an der Gitarre. Dass der erst seit 4 Bandproben zur Formation gehört, ist seiner Performance nicht anzumerken. Eine Zugabe gibt es heute, danach wird die Bühne dem Hauptact des heutigen Abends übergeben.

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Skum_07-02-2014_17

 

Was sich dann im Rasthaus zusammenbraut, gleicht einem Wirbelsturm. Sowohl auf als auch vor der Bühne. Five Dollar Crackbitch aus Andernach holen zum Donnerschlag aus, und präsentieren das neu releaste Album „Dehumanization“.  Der ganze Raum, zum Bersten gefüllt, ist quasi ein einziger Mosh-Pit. Mehr als einmal fällt die erste Fan-Reihe auf die Bühne, und Bassist Mark, der ebenfalls einen Vocal-Part übernimmt, kann sich gerade noch so vor einem blauen Auge durch’s Mikrofon retten. Wer mitten im Getümmel stand, hatte echt gut zu kämpfen, die Meute hat sich bis zum Schluss keine Verschnaufpause gegönnt. Ich konnte mich in einen kleinen Spalt zwischen Box und Bühne quetschen, ich wäre sonst gnadenlos überrollt worden. Die totale Zerstörung, hier wird nichts übrig gelassen… Eine besondere Vorstellung bekamen wir dann auch noch geboten, denn ein Song wurde live präsentiert, nachdem er vorher lediglich während einiger Bandproben performt wurde. Ein Testlauf sozusagen, der aber überhaupt nicht holprig klang sondern sich gut in den Rest des Sets eingefügt hat. Man, war das eine Show – Alter Schwede… Band gut drauf, Publikum gut drauf, Moshpit, Headbanger wohin das Auge reicht… Ich würde mal sagen, das war ein würdiger Einstand für das neue Album… Herrlichst…

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5dollar Crackbitch_07-02-2014_50

 

Ich werfe jetzt mal keine Seitenblicke auf Leute, die an diesem Abend nicht da waren. *hihi* Aber eins kann ich Euch sagen: Ihr habt was verpasst… Ehrlich… Ganz großes Kino und definitiv wiederholungswürdig…

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Thrash/Death Metal von Incertain (Andernach, GER)

Death Metal von Disdain of Murderer (Hachenburg, GER)

Thrash/Death Metal von Skum (Köln, GER)

Death Metal von Five Dollar Crackbitch (Andernach, GER)

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