Livereview und Bilder – Metalfest Loreley – 19.06.2014 – 21.06.2014

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Metalfest West 2014 – Loreley Freilichtbühne, St. Goarshausen
19.06.2014 – 21.06.2014

 

Metalfest 2014

 

Tag 1, Donnerstag 19.06.2014

 

Fronleichnahm – für uns in Rheinland-Pfalz gottseidank ein Feiertag. Um der Feiertagsdepression vorzubeugen kann man eigentlich nichts besseres tun, als sich den ganzen Tag mit guter Musik berieseln zu lassen. Das Lineup auf der Hauptbühne ist zwar nicht so meins, aber die Bandbestätigungen für die Newcomer-Stage hören sich verdammt gut an, und so bin ich zu Gunsten der „kleinen“ Bands trotzdem Richtung Rheinfelsen gepilgert.

Eigentlich ist gutes Wetter gemeldet, aber als ich zu Hause losfahre, verhängen dicke Wolken den Himmel. Daher lasse ich die Jeans im Schrank, und werfe mich direkt in die Lederhose – man weiß ja nie.

Die Verkehrsführung bzw. die Einweisung in die Parkflächen ist, wie auch letztes Jahr, super geregelt. Da ich nicht die kompletten 3 Tage da bin, kann ich die Parkgebühren täglich bezahlen, 5 Euro für den ganzen Tag – günstiger als wenn man in Koblenz 6 Stunden im Parkhaus steht 😉

Die Bändchenausgabe funktioniert tadellos, und ich treffe hier direkt ein bekanntes Gesicht. Die nette Mitarbeiterin, die schon auf dem Out & Loud für die Akkreditierungen zuständig war (und mir geholfen hat mit dem Artist-Bändchen für Sasquatch) ist auch hier wieder da… Viele Grüße von dieser Stelle 😀 Leider gibt’s auch hier nur Papierbändchen und keine eingeschweißten Pässe, aber das hatte ich ja schon vermutet. Dieses Mal steht sogar das richtige Datum auf den Bändchen ^^

Beim Einlass gibt es ein paar Anlaufschwierigkeiten, als die Pforten zum Amphi-Theater geöffnet werden drängen so viele Gäste gleichzeitig an die Schleuse, dass es zu einem kleinen Rückstau kommt. Wahrscheinlich hat keiner mit einer so hohen Besucherzahl um diese Uhrzeit gerechnet. Es werden direkt noch zwei weitere Security-Mitarbeiter für die Einlasskontrolle verpflichtet, so dass eine viertel Stunde später langsam Bewegung in die Sache kommt. Kontrolliert wird jeder bis quasi auf die Unterhose.

Das diesjährige Metalfest dürfen die Powermetaller von Winterstorm eröffnen. Pünktlichst um 12:00 Uhr stürmen die Jungs die Freilichtbühne. Die Bayreuther schaffen es für die erste Band des Tages schon eine wirklich große Anzahl Zuschauer anzuziehen. Viele Fans der Band sind schon da, man kann es an den T-Shirts im Publikum sehen. Die Stimmung ist super, Fronter Alex weiß die Massen zu begeistern. Es wird mitgeklatscht und Gesungen. Power-Epic-Happy Metal… Das hat echt Spaß gemacht, die Band kommt sehr sympatisch rüber und die Show hat mir gut gefallen. O-Ton Basti: „Hat mir… fand ich geil…“ – Das kann ich nur unterschreiben. Ein gelungener Start in dieses Festival-Wochenende.

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Winterstorm_19-06-2014_02

 

Ein wenig ruhiger geht es bei der folgenden Band zu. Zodiac aus Münster spielen klassische, ruhige Rockmusik. Die Vier verzichten auf eine große Bühnenshow, sondern lassen die Musik sprechen. Viele Gitarrensoli gibt’s hier zu sehen, alles in allem ein Konzert zum Dasitzen und Zuhören. Während dessen bricht die Wolkendecke auf, und die Sonne kommt raus, bestes Festival-Wetter also. Und: Wir hängen schon jetzt im Zeitplan hinterher…

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Zodiac_19-06-2014_11

 

Ab jetzt setze ich den restlichen Tag auf der Newcomer-Stage fort. Zwischen Haupt- und Zweitbühne liegt nämlich die Einlasskontrolle – ziemlich stressig, da als hin- und her zu laufen. Außerdem habe ich ja angekündigt mich um die „kleineren“ Bands zu kümmern, von daher bin ich den Rest des Tages hier zu finden.

Den Anfang machen Melted Ego aus dem hohen Norden. Die Jungs aus Hamburg servieren klassischen Rock der etwas härteren Gangart. Hier fliegen zwar keine Haare auf der Bühne, dafür aber umso mehr im Publikum. Leider ist die Zahl der Zuschauer hier noch nicht ganz so groß, wie ich mir das für diese Bühne gewünscht habe. Aber es ist ja noch früh am Tag, von daher wird das Angebot der zweiten Bühne hoffentlich noch größeren Anklang finden. Die Ansage von Sänger Melf Hartwig, dass die Truppe ja extra die Sonne aus dem Norden mitgebracht hat, sorgt für Gelächter unter den Fans. Ein souveräner und technisch einwandfreier Auftritt, super Arbeit mit dem anwesenden Publikum. Verzögerung gibt’s hier keine, nach pünktlichst 30 Minuten ist das Set zu Ende. Die EP der Jungs kann man sowohl hier als auch über die Homepage käuflich erwerben. Wer auf klassische Rockmusik steht, sollte da unbedingt mal reinhören.

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Melted Ego_19-06-2014_16

 

Der zweite Newcomer-Slot gehört den Jungs von Dekadenz. Hier lässt die Technik, die echt stark begonnen hat, ein bisschen nach. Der Sound ist nicht so glasklar wie zuvor, und zu Beginn gibt’s ein kleines Problem mit einer der Gitarren, welches aber schnell behoben werden kann. Die Band aus dem Raum Freiburg spielt Groove Metal. Mit deutschen Texten unterlegt kommt die Musik ganz gut beim Publikum an. Es sind wesentlich mehr Zuschauer da als noch bei der ersten Band. Einige Gäste kreisen die Matten, die meisten allerdings schauen nur interessiert zu. Die Bühnenpräsenz ist ganz ordentlich, vor allem Bassist Sebastian sticht aus der Masse mit seinen Grimassen hervor. Zum Schluss gibt’s nochmal ein dickes Problem mit einer der Gitarren. Anscheinend ist ein Kabel defekt… Eine EP gibt’s hier bereits, die kann direkt bei der Band erworben werden.

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Obscura Religio fallen schon auf, da ist der erste Ton noch nicht gespielt. 6 Mann, dunkle Sonnenbrillen, schwarze Kleidung und das bei der Hitze… Die Jungs erinnern auf den ersten Ton ein wenig an Negator. Melodic Black Metal – fast ein kleines bisschen fehl am Platze zu dieser Uhrzeit. Minütlich bleiben jedoch neue Zuschauer an der Bühne stehen und der Platz füllt sich zusehends. Ich finde die Jungs auf jeden Fall ziemlich cool. Die Musik trifft genau meinen Geschmacksnerv. Auch hier sind wieder Deutsche Texte dabei, das scheint ein Trend heute auf der Newcomerbühne zu werden. Zu Beginn ist die Technik noch nicht so gut eingestellt, das Mikro ziemlich leise, der Sound leicht kreischend, das ändert sich aber nach dem ersten Song. Etwas neues haben die Coburger auch im Gepäck, einen neuen Song der sich auf dem bald erscheinenden Album befindet. Wer gut aufgepasst hat, dem ist sicher auch der Lineup-Wechsel aufgefallen. Bassist Pascal verabschiedet sich aus persönlichen Gründen von der Band. Hier auf dem Metalfest treten die Jungs schon mit dem Nachfolger an den dicken Saiten – Christian – auf (der sich das Set in kürzester Zeit angeeignet hat – Respekt….) Sehr sympatische junge Band, die sind auf jeden Fall im Auge (und im Ohr) zu behalten. Geheimtipp No. 1…

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Obscura Religio_19-06-2014_17

 

Ebenfalls zu sechst stehen God Complex auf der Bühne. Die Combo aus Düsseldorf kann man nicht in eine Schublade stecken. Eine Mischung aus Black, Death und Thrash Metal zieht im Tempo an und lädt zum Headbangen ein. Das nutzen auch sehr viele Zuschauer und lassen die Haare kreisen. Der erste Circle-Pit des Tages ist hier zu sehen und auch ansonsten herrscht ziemlich viel Bewegung vor der Bühne. Und natürlich auch darauf. Vor allem die Gitarristen stehen keine Sekunde still und flitzen auf der Bühne umher.  Micha (Voc) spricht die Fans sehr oft an, und mit seinem Ruhrpott-Dialekt kommt er super sympatisch rüber. Die Jungs haben ein kleines CD-Kontingent dabei, das man käuflich erwerben kann. Und ich kann Euch die Scheibe echt ans Herz legen. Ich habe schon reingehört und kann das Teil nur empfehlen. Geheimtipp No. 2…

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God Complex_19-06-2014_49

 

Die Pagan-Metal-Band Helgrindur hat schon gut zu tun, bevor der Auftritt überhaupt beginnt. Die mitgebrachten Banner machen sich im plötzlich aufkommenden Wind selbständig, und werden fast von der Bühne geweht. Die Jungs aus dem Großraum Köln – Wuppertal – Düsseldorf liefern einen Mix aus Black, Death und Pagan-Metal. Melodien die gut ins Ohr gehen, kreisende Haare und Hörner zum Himmel, das ist hier an der Tagesordnung. Mit im Publikum: Fans – als Wickinger verkleidet – die der Band zuprosten. Es sind ziemlich viele Zuschauer anwesend, und beim Song „Seelenreise“ müssen wir alle mitmachen und den Refrain grölen. Das vorbereitete Set muss kurz vor Schluss abgebrochen werden. Der Song ist zu lang für die noch verbleibende Spielzeit, zudem wird eine Person auf dem Festivalgelände vermisst, so dass eine Ansage des Veranstalters gemacht werden muss.

Setlist (ein Klick bringt Euch zum YouTube-Video)

Ein letztes Mal
Lügebold
Seelenreise
Ein Sturm
Gotenzug
Forsaken Forest

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Helgrindur_19-06-2014_24

 

Die nächste Band, Horrizon, ist mit einem besonderen Vorhaben zum Metalfest gekommen. Und zwar wird hier während des Konzertes direkt ein Live-Mitschnitt für das nächste Musikvideo gedreht. Die Truppe aus Ochtendung  zieht für den heutigen Tag (bisher) die meisten Besucher an, der Platz vor der Bühne ist gut gefüllt und die Band gibt auf der Bühne mächtig Gas. Kreisende Köpfe und Circle-Pit wohin das Auge reicht. Zur Abkühlung verteilt Sänger Martin Getränke im Publikum. Boykottiert wird dies kurzzeitig durch eine Flasche die dem Druck nicht standhält und mit großem Knall explodiert. Melodischer Death Metal ganz im Stil von Fragments… Da darf man gespannt auf das Album warten was in Kürze erscheint. Mit einer ganz ordentlichen Bühnenpräsenz haut die Band uns eine halbe Stunde lang super Musik um die Ohren. Richtig guter Auftritt der Fünf… Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch dabei: Drummer Christian hat heute seinen letzten Auftritt zusammen mit seinen Kollegen und verabschiedet sich nach dem Festival als festes Mitglied der Truppe. Der Ersatz steht allerdings schon in den Startlöchern, so dass es direkt mit Live-Auftritten weiter gehen kann: Julian Fischer wird demnächst die Kessel für die Band rühren.

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Horrizon_19-06-2014_47

 

Den ersten 45-Minuten-Slot für heute haben sich Dimeless aus Gießen gesichert. Warum hier vor der Bühne nicht mehr los ist wird mir ein Rätsel bleiben, denn die Jungs sind richtig, richtig gut. Die Band haut direkt in die vollen und legt einen Groovigen Metal der Extraklasse auf die Bretter. Sänger Victor heizt die anwesenden Fans noch mehr auf, indem er mit rotzfrechen Sprüchen a la „Ihr Ficker“ – „Deine Mudda…“ etc. daherkommt. Gutes 5,0 muss ebenso dran glauben wie das frisch Gezapfte Bier eines Fans, dass trotz genauem Zielen doch nicht im Mund von Victor landet. Mit am meisten wirbelt Bassist Joe auf der Bühne herum. Rastas fliegen durch die Luft, Gitarrist Martin schneidet Grimassen dazu, ein geiler Auftritt der Vier Gießener. Merkt Euch hier schonmal den 11.07.2014 – An diesem Tag wird das neue Album der Band „White Lion“ veröffentlicht… Hier gibt’s auf jeden Fall mein Geheimtipp-Däumchen Nummer drei für heute…

(Und was freu ich mich auf’s Ragnarock… Da gibts direkt den Nachschlag… 24. – 26.07.)

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Dimeless_19-06-2014_08

 

Das Orphalis hier auf dem Metalfest spielen werden, da freue ich  mich auch schon seit Wochen drauf. Ich habe die Jungs im Februar schon einmal auf dem Deathfest in Frankfurt gesehen, und schon da haben die Dortmunder die Bühne gerockt. Heute in neuer Besetzung (ohne Mahnes Bühnen-Zwiling), dafür mit neuem Fronter Maik am Mikro. Der Orphalis-Stil hebt sich sehr von allem ab, was wir heute schon gehört haben. Technical Death Metal, mit viel Geknüppel aus den Boxen. Leider werden hier nicht so viele Zuschauer angezogen, die schauen sich zu dem Zeitpunkt anscheinend lieber Death DTA auf der Mainstage an. Urplötzlich schießt ein kleiner Japaner auf die Bühne zu, springt fast über die Absperrung und bangt was das Zeug hält… Und auch „Prinzessin Schwanz“ mit Rosa Sonnenschirmchen bewaffnet macht es sich vor der Bühne gemütlich. Zum Ende hin sind doch noch ein paar Zuschauer mehr dabei, aber der große Ansturm, den ich eigentlich erwartet hatte, der bleibt leider aus.

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Orphalis_19-06-2014_27

 

Als letztes für heute auf der Newcomerstage sind die drei Jungs von Rotovathor im Einsatz. Vor drei Wochen auf dem Out and Loud habe ich die Viking-Metaller ja schonmal gesehen. Aber heute gefällt die Combo aus Siegbach mir definitiv besser als in Geiselwind. Die Stimmung ist besser, die Fans machen gut mit, Circle-Pit und Wall of Death sind hier zu sehen und es wird gebangt was das Zeug hält – das Publikum feiert die Band. Ein neues Lied wird heute präsentiert. „Das neue Leben“ wird auf dem neuen Album „Erwachen“ enthalten sein, welches bald erscheint. Die Aufnahmen laufen bereits auf Hochtouren. Eine Zugabe wird gespielt, bevor die Jungs sich von der Bühne verabschieden. Sehr schickes Konzert zum Tagesabschluss.

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Für heute ist für mich jetzt Schluss. Eigentlich wollte ich noch bis Sabaton bleiben, aber da ich morgen um vier aufstehen muss, fahre ich mal lieber nach Hause… Schön war’s bisher, und ich habe nicht einen Headliner auf der großen Bühne vermisst. Die kleine Stage macht ebenso viel Bock wie das Freilicht-Theater, das steht mal fest…

 

Tag 2, Freitag 20.06.2014

 

Da mein Brötchengeber mir den Tag Urlaub leider nicht gegönnt hat, kann ich heute erst zu Munarheim auf der Matte stehen. Da ich auf dem Weg vom Büro zur Loreley noch ordentlich im Stau gestanden habe, hat das Konzert der Munarheim schon angefangen als ich auf dem Gelände ankomme.

Als erstes fällt die riesige Menschenmenge auf, die sich vor der kleinen Bühne versammelt hat. Ich freue mich total für die Band, dass hier der Ansturm so groß ist. Munarheim spielen Black Symphonic Metal mit Folk und Pagan-Einflüssen. Sänger Pascal erinnert mit seiner Maske zunächst an die Kollegen von Korpiklaani… Gleich zwei mir schon bekannte Gesichter stehen hier auf der Bühne: Helge (GIT) und Wolfgang (Drums) standen gestern schon mit Obscura Religio hier auf der Bühne. Der Platz vor der Bühne brechend gefüllt, viele Headbanger unterwegs. Die Fans in den vorderen Reihen kennen die Band anscheinend schon, denn es können viele die Texte mitsingen. Die Intrumentalbesetzung wechselt während des Konzertes immer mal wieder, und vor allem die beiden Damen Ramona und Theresa (Flöte und Akustik-Gitarre) machen auf der Bühne einen tollen Eindruck. Gut, dass ich hier noch rechtzeitig da gewesen bin, ich hätte mich sonst tierisch geärgert, super Auftritt und für mich ein toller Start in diesen zweiten Festival-Tag.

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Munarheim_20-06-2014_13

 

Tetzel (VOC) von Asenblut kenne ich schon von seinem Zweitprojekt, der Halbgottschmiede. Fitness-Freaks unter sich *haha*. Das ich jetzt auch die Band mal live zu sehen bekomme freut mich natürlich sehr und ist eines meiner persönlichen Highlights hier auf dem Metalfest. Black-/Death Metal aus Göttingen gibt’s hier auf die Öhrchen. Viele Fans sind da, die meisten sind von Munarheim direkt stehen geblieben. Die Technik macht auch heute wieder einen guten Job. Tetzel muss nach dem ersten Song noch ein paar Anweisungen für die Monitore geben, dann läuft alles wie in Butter. Die kompletten vorderen Reihen haben den Nacken auf Dauerbangen gestellt, die Fans grölen und klatschen begeistert mit. Die Jungs haben mächtig Bock hier zu spielen, das sieht und hört man – zum Schluss wird ein Song mehr ins Set gequetscht, weil noch ein bisschen Zeit übrig ist. Sehr geiler Auftritt einer Band, die nicht nur musikalisch eine gute Figur macht. Hört da auf jeden Fall mal rein. Mein erstes Geheimtipp-Däumchen für heute… Der spätere Ansturm am Merch-Stand spricht für sich. Wobei wahrscheinlich einige dabei waren die sich hauptsächlich Fitness-Tips abgeholt haben *muahahaha*

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Als nächste Band stehen Treeb auf dem Plan. Und ich habe keine Ahnung, was mich erwartet. Die Zuschauer sind nach Asenblut wieder in alle Winde verstreut, und so startet die Band mit ihrem Auftritt zunächst einmal vor ziemlich lichten Publikumsreihen. Die Fünf Berliner spielen einen Stil, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Ein bißchen Thrash, ein bißchen Rock, ein bißchen Hardcore – Alles einmal durch den Mixer, das ergibt Treeb. Die Jungs machen gut Stimmung auf der Bühne, heizen das Publikum an und sorgen so dafür, dass manch einer der eigentlich auf dem Weg zu Grave Digger war, hier an der kleinen Bühne stehen bleibt (Hallo an Björn an dieser Stelle 😀 ) Es werden ein paar – ein paar mehr – na gut, wirklich viele Shirts unter den Fans verteilt. Danke nochmal an dieser Stelle, dass auch für mich eins übrig geblieben ist 😀 Ansonsten gefällt mir der Auftritt echt gut. Wer ein bißchen auf Hardcore steht, der ist hier definitiv richtig am Platz.

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Hassliebe kannte ich vor dem Metalfest genauso wenig wie ungefähr die Hälfte der anderen Newcomerbands. Rein vom Namen her hätte ich jetzt was Rammstein-mäßiges erwartet, aber schon im Soundcheck wird diese Vermutung widerlegt. Ein Mix aus Metal, Punk und Hardcore schallt aus den Boxen. Sänger Matthias (der im übrigen Campino von den Toten Hosen verdammt ähnlich sieht) weiß das Publikum für sich zu begeistern. Mit Sprüchen wie z. B. „Wir kommen aus Bayern – aber da können wir ja nichts für“ hat er die Lacher auf seiner Seite. Zu Beginn ist noch nicht sehr viel los, aber minütlich kommen neue Zuschauer vor die Bühne und hören begeistert zu. Die Band aus Donauwörth verbreitet eine tolle Stimmung im Newcomer-Areal und bringt jeden einzelnen hier zum Mitsingen. Als Matthias dann noch den Sprung von der Bühne in die Fans wagt, um sich auf Händen über den Bühnenvorplatz tragen zu lassen ist eins klar: Auch wer die Band vorher nicht kannte – die Jungs haben sich definitiv ins Gedächtnis eingebrannt… Super Konzert und mein Geheimtip-Däumchen No. 2…

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Die letzte Band auf der kleinen Bühne sind für heute Shredhammer. Die Thrasher aus Köln hab ich im April beim Spring Attack versäumt, von daher freut es mich umso mehr, die Jungs hier im Lineup wieder zu finden. Die ganze Kalkwerk-Crew ist jetzt hier, außerdem Kölner Kollegen und Kolleginnen, um die Band anzuschauen. Schon zu Beginn fast kein Durchkommen in die erste Reihe, die von grölenden Fans belagert wird. Hier fliegen die Haare, die Fäuste – und Konfetti mit Seifenblasen… Die Fans grölen die Songs mit, und diejenigen die die Band noch nicht kennen, lassen sich von der Stimmung mitreissen. Es ist zwar nicht das bestbesuchte Konzert an diesem Tag, aber auf jeden Fall das mit der besten Party vor der Bühne. Alter Schwede, was für ein Abriss… Auch heute, knapp eine Woche später, kann ich nichts weiter dazu sagen als: Geile Band – Geile Stimmung – Geiles Publikum… Wer wissen möchte, wie Shredhammer live wirken, dem hilft kein geschriebenes Wort, NEIN, der muss zum Konzert. Definitiv. Punkt.

Geheimtipp-Daumen No. 3…

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Fazit:

Ich bin ehrlich – Das Lineup auf der Feilichtbühne ist nichts für mich gewesen. Powerwolf schon fünfmal gesehen – In Extremo nicht mehr mein Stil – Steel Panther… Nunja, für mich eher Karneval…

Die kleine Bühne, die hat es mir angetan. Schon im Vorfeld wusste ich, dass ich hauptsächlich dort meine Festivalzeit verbringen werde. Und es hat sich gelohnt. Jede einzelne Band hat sich quasi den Arsch abgespielt, dass hier die Freude an der Musik noch vorhanden ist, das hat man in jedem Gesicht sehen können.

Da braucht es keinen Panzer auf der Bühne oder eine Horde halbnackter Tänzerinnen….

Ich hab mich die zwei Tage sauwohl gefühlt, super Musik gehört, neue Bands kennengelernt (von denen es einige problemlos im nächsten Jahr auf die Mainstage schaffen können)…

Zum Organisatorischen kann ich weiter nichts beitragen. Auf dem eigentlichen Gelände bin ich nur ganz kurz mal gewesen, und da ich Abends sehr früh wieder nach Hause gefahren bin, habe ich auch keinen Stress am Müllcontainer mitbekommen. Das könnt Ihr dann bei den Kollegen vom Metal Hammer oder vom Legacy nachlesen.

Ein Kritikpunkt von mir: Bitte legt im nächsten Jahr die Newcomer-Stage wieder hinter die Einlass-Kontrolle… Wechseln zwischen den Bühnen, wenn man erst noch ne viertel Stunde anstehen muss ist für’n Hintern…

Vielen Dank an alle Bands, die mir den Donnerstag und den Freitag versüsst haben. Gerne hätte ich ALLE Newcomer besucht, aber manchmal kommt leider eine höhere Gewalt (namens Chef) dazwischen….

Und trotz aller Kritiken, die es bisher ins Netz geschafft haben: Ich bin im nächsten Jahr garantiert wieder dabei – Vor allem bei den Newcomern…

In diesem Sinne:

In Metal we Trust – Support the Underground 😀

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