Livereview und Bilder – Pell Mell Festival Tag 1 – 05.09.2014

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Pell Mell Festival am Sportplatz Obererbach
05.09.2014 – 06.09.2014

Pell Mell Festival

Eigentlich bin ich wegen der Einladung zum Fotografieren zum Pell Mell gekommen. Weil aber Bilder ohne wenigstens ein bisschen Text voll doof sind, gibt es hier noch ein paar Worte von mir zu diesem Festival:

In Obererbach – Manch einer denkt sich vielleicht wo zur Hölle das wohl liegt – findet dieses kleine familiäre Festival statt. Ich kann nur Freitags anwesend sein, und fahre daher von der Arbeit aus direkt zum Ort des Geschehens.

Stereoview waren schon halb vorrüber, als ich von der Autobahn quasi direkt aufs Festivalgelände gefahren bin. Die Jungs haben ein bisschen Rockmusik mitgebracht, das richtige um sich auf den folgenden Festivaltag einzustimmen. Allzu viele Zuschauer sind vor der Bühne noch nicht da, aber das Gelände füllt sich zusehends. Die Betzdorfer haben sowohl eigene Songs als auch Coverversionen bekannter Künstler mitgebracht (Rio Reiser z. B.), und ernten viel Applaus am Ende der halben Stunde. Wer die Band im Auge behalten möchte, muss sich zudem auf einige Neuerungen einstellen. Neue Musik im neuen Gewand: Die vier agieren ab sofort unter neuem Namen „Kompass“ –> sonst ändert sich aber nix 😀

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Stereoview_05-09-2014_1

 

Buffet of Fate (die mir in der Räucherkammer in Wiesbaden beim Fotografieren fast den letzten Nerv gekostet haben) sind heute im Tageslicht natürlich viel besser zu erwischen als bei Stroboskop-Licht. Die Jungs vom Planeten Porno (naja, eigentlich aus Mainz / Wiesbaden) haben die Fans ganz auf ihrer Seite, als sie die Bühne betreten. Der spaßige Metalcore aka ElectroBungaBungaDiscoPartyMetal, den die Jungs präsentieren heizt die Stimmung hier auf dem Gelände mächtig an, viele Fans in der ersten Reihe lassen die Matten schwingen. Natürlich sagt keiner NEIN, als Rum Bro mit der Wasserpistole Whiskey-Cola-Shots direkt in die offenen Münder der Fans verteilt. Leider keine ganze Stunde gespielt (wie es der Zeitplan eigentlich vorgesehen hat) Da hätte ich auch noch länger zugeschaut.

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Buffet of Fate_05-09-2014_54

 

Bei der nächsten Band bleibt mir erstmal die Spucke weg. Any Given Day sind mein erster Geheimtipp für heute. Die Jungs aus Gelsenkirchen haben Metalcore im Gepäck, tanzbar, gemacht um mit dem Haupthaar zu wedeln und den Moshpit unsicher zu machen. Sehr bühnenpräsent und professionell. Eine super Show, die hier auf die Bretter gelegt wird. Und die Fans gehen ebenso ab. Da sind einige gute Mitschnitte für das heute gedrehte Live-Video entstanden, da bin ich mir sicher. Beim Cover Diamonds können nicht nur Rhianna-Fans mitsingen. Super Power – Super Auftritt – Supergeil… Wer die Jungs auch mal Live sehen möchte: Im Januar 2015 gehts zusammen mit Caliban auf große Tour. Unbedingt mal reinschauen…

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Any Given Day_05-09-2014_59

 

Im nächsten Slot werden wieder einige Lachmuskeln trainiert. Destination Anywhere, die Punk-Alternative-Metal-Combo aus Siegen sind nicht zum ersten Mal hier auf dem Pell Mell Festival. Bereits zum vierten Mal sind die Jungs hier anzutreffen, und das zeigt deutlich das das Publikum auf diese Art der Musik voll abfährt. Auch hier werden „Kurze“ verteilt – diesmal nicht von Cpt. Rum Bro sondern von Huhn und Feuerwehrmann hihi… Auf der Bühne finden sich für Punkrock ungewöhnliche Instrumente wieder, z. B. sind gleich zwei Saxophone am Start sowie eine Zugposaune. Sänger David scherzt unaufhörlich mit dem Publikum und zum Schluss wird der Slot auch noch überzogen, weil das Publikum eine Zugabe nach der anderen fordert. Circlepit (um den Technik-Turm) und – man glaubt es kaum – ein CROWDSURFER…. Ansonsten viele feiernde Fans. Der Auftritt hat super Spaß gemacht.

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Destination Anywhere_05-09-2014_72

 

Napoleon aus Exeter, UK sind für die ausgefallenen Atlas Losing Grip eingesprungen. Die Band erinnert mich ein wenig an den Stil von Reset Reflect. Der Aufbau dauert ein kleines bisschen länger, und ohne Pause zwischen Soundcheck und Konzert geht es direkt voll los. Die Jungs haben das Publikum direkt voll im Griff. Auf der Bühne geht es hoch her. Sänger Alex steht keine Sekunde still präsentiert sich und die Band von der besten Seite. Die Setliste muss leider ein bisschen eingekürzt werden, da die Verzögerung nach hinten heraus sonst zu lang wird. Von daher stehen die Jungs gerade mal eine halbe Stunde auf der Bühne, bevor das Konzert mit großem Applaus zu Ende ist.

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Napoleon_05-09-2014_20

 

Mr. Irish Bastard stellt das Kontrastprogramm zu den vorherigen Slots dar. Irish Folk mit Metal hinterlegt, Flöte und Schifferklavier, Banjo und Volkstanz – die haben mir wieder super gefallen. Die Show stimmt von vorne bis hinten, die Jungs und Mädels haben sichtlich Spaß am Auftritt. Sie zeigen sich stets sehr nah bei den Fans, steigen auf Boxen und in den Fotograben und ernten nach jedem Song eine Menge Applaus. Ins Auge sticht hier Drummer Ivo, der auf seine Felle eindrischt als gäbe es kein Morgen, und das mit einem Dauergrinsen im Gesicht. Viel zu schnell vorbei ist dieses vorletzte Konzert, die geforderte Zugabe wird leider nicht gespielt….

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Mr Irish Bastard_05-09-2014_136

 

Im Anschluss wartet alles auf Betraying the Matyrs. Die internationale Hardcore-Combo aus Paris / Leicester / Sankt Petersburg braucht einige Zeit zum Umbauen. Es werden Lichtsäulen, Podeste, eigene Instrumente auf die Bühne gebracht, das dauert. Mit ein wenig Vespätung startet dann das letzte Konzert des Tages. Die Jungs legen von Beginn an eine starke Show auf die Bretter, auf den Punkt voll da. Da bleibt eigentlich kein Stein auf dem anderen. Sänger Aaron – zuständig für die Growls und tiefen Gesangsparts – ist bestimmt zwei Meter groß und wirkt auf dem Podest wie ein Riese. Der Klargesang kommt dazu von Victor, der auch die Keyboars bedient. Haare fliegen auch mächtig viele, sowohl vor als auch auf der Bühne, und die ersten Fan-Reihen grölen die Songs der Band ohne Textfehler mit. Das war ein gelungener Abschluss für den ersten Festivaltag.

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Betraying the Martyrs_05-09-2014_24

 

Fazit:

Auch wenn ich nur für einen Tag vor Ort sein konnte, habe ich dennoch jede Menge guter Bands zu Gesicht bekommen – mal mehr, mal weniger bekannt. Allesamt haben einen tollen Job gemacht, und vor allem bei Mr. Irish Bastard war ich von mir selber überrascht, wie gut mir dieses Konzert doch gefallen hat.

Für nächstes Jahr halte ich mir dieses Festival auf jeden Fall im Hinterkopf – SUPPORT your local Festival-Scene 😀

Vielen Dank an die Veranstalter, die sich quasi ehrenamtlich den Hintern aufgerissen haben um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Und vielen Dank für die Einladung, es war mir ein Vergnügen 😀

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