Livereview und Bilder – Sekoria, Hyems, Arroganz im Vortex Siegen – 30.11.2013

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Sekoria – Hyems – Arroganz im Musikclub Vortex Siegen
30.11.2013

Sekoria Hyems Arrogant Flyer

 

Ausnahmsweise mal länger als eine Woche im Voraus habe ich geplant, auf dieses Konzert zu gehen. Siegen liegt noch gerade so im Einzugsgebiet, so dass ich auch Abends nach dem Konzert noch nach Hause fahren kann.

Die erste Hiobsbotschaft ereilte mich schon Dienstags vor dem Konzert. Eigentlich sollten Negator auftreten. Die Jungs hatte ich im Mai schon auf dem Extremefest gesehen, und mich dementsprechend sehr gefreut auf diesen Auftritt. Leider sollte es anders kommen, denn Drummer Samebrann wurde in einen Autounfall verwickelt, so dass die Band alle Konzerte der folgenden Wochen absagen musste.

Der Club hat aber großartig reagiert, und schon einen Tag später war mit Sekoria ein Ersatz gefunden. Die Preis-Differenz gab es anstandslos zurück, das hat echt gut funktioniert. Hierfür, und für die schnelle Organisation gibt es schon mal einen Pluspunkt.

Die Fahrt verlief reibungslos, und die Strecke lässt sich ganz gut fahren. Im Endeffekt sitze ich aber trotzdem ca. 1,5 Stunden am Steuer – aber bin ich ja gewohnt…. Parkplatz war auch schnell gefunden, nur der Club hat sich ein bisschen vor mir versteckt und ich musste mich durchfragen.

2 Dinge fallen direkt auf: Es gibt ein Glas-/Flaschenpfand von 0,50 Euro (außerhalb dessen sind die Preise Standard, würde ich sagen) und – was ich persönlich total klasse finde – es wird nicht geraucht im Club 😀

Der Club ist in zwei Räume unterteilt, einmal der Eingangsbereich mit Theke und Aufbau des Merch-Standes, von dort gelangt man durch einen Vorhang in den Konzertraum mit kleiner Bühne im Vorderen Teil sowie der Technik an der Rückwand.

Als ich gegen 20:30 Uhr im Vortex ankomme, ist der Soundcheck noch in vollem Gange. Anders als das übliche „Test, Test – 1, 2, 3…“ werden hier fast komplette Songs gespielt, so dass ich fast vermute, das Konzert hat bereits angefangen. Aber nein, offizieller Beginn ist um 21.00 Uhr, und diese Zeit wird auch eingehalten.

Sekoria durften den Abend eröffnen. Eine Mischung aus Melodic Death Metal und Black Metal erfüllt den Raum. Die 4 Jungs aus Wenden/Kreuztal haben es nicht leicht, sind doch einige Zuschauer aufgrund der Absage des Headers gar nicht erst erschienen. Denke so 30-35 Leute werden es zu Beginn gewesen sein, von denen sich 2 todesmutig direkt vor die Bühne getraut haben. Aber auch trotz der geringen Zuschauer-Zahl lassen sich Sekoria den Spaß nicht nehmen und soweit ich das sehen kann werden doch einige Mähnen im Takt der Musik geschwungen. Besonders, da durch die Ansagen von Fronter Tobias der ein oder andere näher an die Bühne gelockt wird. Der Auftritt alles in allem sehr stabil, und hier vergehen 45 Minuten wie im Flug. Einen kleinen Kritik-Punkt habe ich allerdings: Jungs, macht Euch nicht schlechter als Ihr seid…. Das „leider sind nicht Negator hier, sondern nur wir“ – das hab ich mal überhört…. Echt spitze, dass Ihr so kurzfristig zugesagt habt, das ist nicht selbstverständlich….

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Sekoria_30-11-2013_15

 

Die nächste Umbauphase wurde etwas länger. So ca. 45 Minuten mussten wir auf die zweite Band des Abends warten. Hyems, Black Metal aus Marburg, haben sich im Corpse-Paint angemalt und entern zu fünft die Vortex-Bühne, um uns puren Black Metal um die Ohren zu hauen. Der quasi Heimvorteil ist deutlich zu spüren, denn im Publikum ist jetzt schon ein bisschen mehr Bewegung zu erkennen, als es noch bei Sekoria der Fall war. Die Show, die die 5 abliefern kann sich sehen lassen. Die bereits in der Urbesetzung im Jahre 2000 gegründete Band hat uns natürlich die neueste Veröffentlichung (Im Jetzt die Asche – EP – 2013) mitgebracht. Bei Powermetal.de gibt’s das äußerst gelungene Review zur EP: „Kotze, Blut und Hass“ – schaut mal rein da… Fronter AEJ und seinen Mannen drehen gut auf, und als nach den ersten Songs noch einige Liter Kunstblut ins Spiel kommen, macht die Combo ihrem Ruf alle Ehre. Leider auch hier nicht so viel Publikum, wie erwartet, aber die, die anwesend sind, feiern mit der Band zusammen –zunächst aus den hinteren Reihen, zum Ende hin trauen sich auch hier wieder einige weiter nach vorne vor die Bühne. Hier werde ich definitiv noch ein Auge drauf halten. Und für alle die sich auch mal Live von der Band überzeugen wollen, die nächste Gelegenheit gibt es schon am Samstag, 07.12.2013 im Rattenloch in Herdorf (bei Betzdorf)

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Hyems_30-11-2013_15

 

Der Umbau zur letzten Band des Abends ging dann etwas schneller von statten. Und zwar so schnell, dass zu den ersten Klängen des eigentlichen Konzertes nur zwei oder drei Leute bereits im Konzertraum anwesend waren 😀 Arroganz sind am Start, und die 3 aus Cottbus knüppeln uns das neueste Werk „kaos.kult.kreation“ um die Ohren. Die Bühnendeko besteht hier aus zahlreichen aufgestellten Kerzen, ansonsten ist es eher mystisch-dunkel, was dem Mix aus Black- und Death-Metal eindeutig gut zu Gesicht steht. Bassist K und Gitarrist P teilen sich die Gesangsparts, unterstützt von L an den Drums. Leider ist auch hier das Publikum zu Beginn sehr zögerlich, haben doch auch einige nach dem Hyems-Konzert das Vortex schon wieder verlassen. Das bessert sich aber im Laufe des Gigs, den Ansagen von K sei Dank, und zum Schluss wird sogar die einzige Zugabe des Abends gefordert, die auch prompt bedient wird 😀 Ich auf jeden Fall freue mich schon jetzt auf das Party.San, denn Arroganz haben für dieses Festival bereits ihren Auftritt bestätigt. Und auch davor gibt es noch Gelegenheit, die Jungs live zu sehen:

07.12.2013 Nocturnus Fest im K17 Berlin
25.12.2013 X-Mas Over Muggefug in Cottbus

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Arroganz_30-11-2013_08

 

Fazit:

Die Karte habe ich mir hauptsächlich wegen Arroganz gekauft, dass gleichzeitig Negator noch angesagt waren, war natürlich umso besser. Total froh bin ich, dass das Konzert nicht gänzlich abgesagt wurde.

Leider hat man wohl gemerkt, dass das Zugpferd – Negator – absagen musste, denn wirklich voll war es zu keiner Zeit. Auch, dass sich ein Großteil der vorhandenen Zuschauer nach den „Lokalmatadoren“ von Hyems verabschiedet haben, ist echt schade gewesen.

Trotzdem haben sich alle 3 Bands nicht beirren lassen, und jede für sich eine gute Show auf die Bretter gelegt. Für mich hat sich die Anfahrt zumindest gelohnt.

Zum Schluss wünsche ich mir einfach noch, dass der Abend in naher Zukunft mit dem eigentlich geplanten Lineup wiederholt wird *mit dem Zaunpfahl winkt* 😀

Und natürlich zu guter Letzt GUTE BESSERUNG an Samebrann, Vielen Dank an die Organisatoren des Abends und natürlich an die Bands. Hat ne Menge Spaß gemacht 😀

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  1. Pingback: Livereview: Hyems | Bret Hard Records

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