Livereview und Bilder – SPH Bandcontest – Stadtfinale Frankfurt – 11.07.2014

1

SPH Bandcontest – Stadtfinale Frankfurt Main im Elfer Club
11.07.2014

SPH Frankfurt Finale

Der SPH-Bandcontest für das Jahr 2014 ist über die Vorrunden schon längst hinaus. Heute erwartet uns bereits das Große Finale der Stadt Frankfurt am Main. Die bestplatzierten von heute dürfen ihr Können dann im Regionalentscheid am 06.09.2014, ebenfalls im Elfer Club, erneut unter Beweis stellen.

Pünktlich auf die Minute betritt die erste Band die Bühne des Elfer. Pollution aus Frankfurt kündigen Alternative Metal an. Untermalt mit ein paar Core-Noten sorgen die vier für die ersten hüpfenden Gäste an diesem Abend. Immer wieder erkundigt sich Sänger André nach dem Befinden des Publikums. Zu Beginn noch recht zaghaft werden die Stimmen aus dem Zuschauerraum mit jedem Song kräftiger. Wohl auch, weil jetzt minütlich neue Gäste hinzukommen. Der geforderte Circle-Pit lässt sich zwar noch nicht ganz verwirklichen, aber die Ansätze dazu sind schon da. Nicht ganz so wild geht’s hier auf der Bühne zu, eher ruhig. Bis auf Drummer Christopher, der auf die Felle eindrischt wie nichts gutes. Ein paar Songs des heutigen Abends gibt’s auf der EP der Jung zu kaufen. Bei Interesse könnt Ihr gerne die Bandmitglieder ansprechen (am besten über Facebook…)

Setlist:

Love & Hate
Different Ways (Live-Premiere)
Innocent
Evil Dreams
Pretty People
Encore: Take me out

Hier geht’s zur GALERIE

Pollution_11-07-2014_13

 

Rain of Remembrance, ebenfalls aus Frankfurt, haben sich den zweiten Slot des Abends gesichert. Melodic Hardcore steht hier auf dem Programm. Der Fünfer ist hier allem Anschein nach schon ein bisschen bekannter. Es sind vor allem viele weibliche Fans anwesend die die Band vom ersten Song an mit vollem Körpereinsatz unterstützen. Da ist ein Band-Sticker auf einem wirklich tiefen Dekolltee nur das mindeste. Geschätzt sind jetzt 50 Gäste anwesend. Hier gibt’s auch endlich den Moshpit, der bei der ersten Band noch nicht recht ins Rollen kommen wollte. Viel zu schnell ist die halbe Stunde Spielzeit vorbei. Sänger Markus geht mehr als einmal ins Publikum, um zusammen mit den Fans das Tanzbein zu schwingen. Auch Stefan legt eine ansehnliche Show auf die Bretter (ich hab den Monitor schon fallen gesehen… 😉 ) Zum Schluss hagelt es eine wahre Salve an Zugabe-Rufen, leider kann ein Nachschlag nicht gewährt werden, denn im Anschluss an den Contest findet noch ein Event im Elfer statt. Alles in allem ein starker Auftritt. Hier sollte man definitiv ein Auge (bzw. ein Ohr) drauf halten. Mein Geheimtipp-Däumchen No. 1 für heute…

Setlist

1. Followed by a broken Soul
2. Determination
3. Time to move on
4. Three years
5. Your greed Is endless

Hier geht’s zur GALERIE

Rain of Remembrance_11-07-2014_10

 

Die nächste Band ist wieder ein krasser Stilwechsel. Saxophon und Keyboard dominieren den Sound der 5 Jungs von Subito. Der Elfer Club füllt sich zusehends und der Stimmungspegel steigt minütlich an. Trotz des langsameren Tempos, dass die Hofheimer anschlagen, haben sich dennoch viele Fans eingefunden um die Band anzuschauen. Jazz und Swing gibt es hier zu hören, und die scharfen Gitarren von eben weichen sanfteren Saxophon-Klängen. Auch wenn der Stil ein völlig anderer ist, das selbe Publikum, das eben im Circle-Pit gestanden hat schwingt jetzt ebenfalls das Tanzbein, diesmal zu zweit mit Partner/in. Auch hier werden die Jungs nicht ohne Zugabe-Rufe von der Bühne verabschiedet – leider kann die auch hier nicht gegeben werden, der Zeitplan ist straff gestrickt. Vor allem nach dem energiereichen Auftritt von Rain of Remembrance haben Subito sich echt super geschlagen und das Publikum ebenso in ihren Bann gezogen. Daumen hoch, das macht sich bestimmt auf dem Stimmzettel bemerkbar.

Setlist

Special Intro
You got to go
I won’t change
All these Things
Bossa
I walk Free
(Lost)

Hier geht’s zur GALERIE

Sudiko_11-07-2014_05

 

Die nächste Umbaupause dauert ein paar Minuten länger, da die Drums für einen Linkshänder aufgebaut werden müssen. Theory of Mind werden angekündigt mit „Garagenrock“ – Was wir dann aber auf der Bühne sehen, das gehört nicht in eine Garage, nein, das muss auf jeden Fall auf die große Bühne. Die Jungs und das Mädel lassen es zwar auch etwas ruhiger angehen, aber der Stil – Rockmusik – kommt im Elfer richtig gut an. Hier wird getanzt, sowohl auf als auch vor der Bühne. Sina (VOC) lässt die Haare kreisen und motiviert das Publikum mit Klatschen und Springen zum Mitmachen. Ziemlich ungewöhnlich: Die Hauptvocals kommen hier von hinter den Rhytmus-Kesseln. Patrick (Drums, VOC) muss zwar ein wenig mit der richtigen Mikro-Position kämpfen, im Endeffekt hat das aber glaub ich keiner mitbekommen. Die Fans schunkeln und tanzen, obwohl es der erste Auftritt der Band aus dem Odenwald (Großraum Fürth / Reichelsheim / Fahrenbach / Mainz) hier in Frankfurt ist, kommt die Combo super an. Die Zugabe-Rufe (auch hier nicht erhört) sprechen für sich….

Geheimtipp-Däumchen No. 2 – Und somit wisst ihr jetzt zumindest schon, welche 2 Bands es auf meinen Stimmzettel geschafft haben.

Setlist

Intro
1. Move on
2. Say Hey
3. Pain
4. Caught Inside of Darkness
5. The One

Hier geht’s zur GALERIE

Theory of Mind_11-07-2014_27

 

Als vorletzte Band erklimmen Best before After die Bretter die die Welt bedeuten. Die Combo aus Wiesbaden macht direkt mit dem farbenfrohsten Banner des Abends auf sich aufmerksam. Laut Facebook gibt es hier rotzfrechen Rock auf die Ohren und zumindest das Outfit von Jörg (GIT) lässt ebenso darauf schließen. Angekündigt mit „es wird soft auf der Bühne“ sorgt der Moderator des heutigen Abend schon mal für den ersten Lacher dieses Konzertes. Es ist zwar ruhige Rockmusik, aber soft – keinesfalls. Vor allem Drummer wirbelt hinter den Kesseln herum, als hätte er sein Lebtag noch nichts anderes gemacht. Rock / Western / Roadmovie – Das sind die drei Dinge die mir bei dem Stil der Wiesbadener in den Sinn kommen. Der Elfer ist jetzt gut gefüllt, das Publikum zum Tanzen aufgelegt und die Band erntet eine Menge Applaus. Sympatischer Auftritt einer sympatischen Band – vielen Dank dafür.

Setlist

Jekyll & Hyde
Sunshine
Fly like an Eagle
Carpe Diem
Is It Love?
Billie the Postman

Hier geht’s zur GALERIE

Best Before After_11-07-2014_22

 

Den letzten Slot (und ich glaube das ist für heute Abend der schwierigste) haben sich Mortal Existence gesichert. Vom Namen (und ehrlich gesagt auch vom Aussehen her) hätte ich die Jungs jetzt eher in die Deathcore-Schublade gesteckt. Aber schon der Soundcheck zeigt, dass ich mich da mal wieder gewaltig getäuscht habe. Alternative Rock, auch hier eher zum „normalen“ Tanzen als zum moshen geeignet, beschallt den Elfer. Ich find die Combo aus Frankfurt super, die haben das Publikum im Griff. Viel Platz ist hier vor der Bühne jetzt nicht mehr. Viel zu früh als geplant heißt es „die Zeit ist vorrüber“, obwohl noch ein Lied in der Setlist übrig bleibt. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Verantwortlichen entscheidet sich die Band, trotz angedrohtem Punktabzug, für die Fans diesen letzten Song trotzdem noch zu performen. Eventuell hat dies den Sieg gekostet, aber das Publikum nimmt die Zugabe dankbar an und das war für die Jungs in diesem Moment wichtiger.

Setlist

01 Liar Inside You
02 Broken Side
03 Beautiful Day
04 Patron Saint
05 The Curse

Hier geht’s zur GALERIE

Mortal Existence_11-07-2014_04

 

Nach dem Auftritt von Mortal Existence werden nun in Windeseile die Stimmen ausgezählt, die jeder Zuschauer am heutigen Abend abgeben konnte. Zwei Bands konnten gewählt werden, mit Erststimme (2 Punkte) und Zweitstimme (1 Punkt) waren die Favoriten zu bewerten.

Neugierig waren alle auf das Ergebnis. Vor allem ich, denn die Stilrichtungen waren doch sehr unterschiedlich.

Sicher weiter sind die Band auf den ersten drei Plätzen, nämlich:

Rain of Remembrance (15,77 %)
Best before After (20,00 %) und
Sudiko (21,65 %)

Und weil doch nicht immer alles nach Plan läuft, und auch eine vierte Band heute die Jury (und auch das Publikum) beeindruckt hat, wir außerplanmäßig noch eine Wildcard vergeben. Und zwar an *tadaaaaaaaaa*

Theory of Mind (15,65 %)

Wir sehen nun also 4 Bands im Regionalentscheid wieder. Wer am 06. September noch nichts vorhat, sollte sich da unbedingt mal sehen lassen. Es lohnt sich definitiv…

 

Share.

About Author

1 Kommentar

  1. Pingback: Livereview und Bilder - SPH Bandcontest Finale West im Q-Kaff Mainz - 22.11.2014 - Shout Loud Magazin

Leave A Reply

%d Bloggern gefällt das: