Livereview und Bilder – The Path of Death Vol. 3 im M8 Liveclub Mainz – 11.10.2014

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The Path of Death Vol. 3 im M8 Liveclub Mainz
11.10.2014

flyer

Direkt von der Necrotted Release-Show bin ich am darauffolgenden Samstag ins M8 „gefallen“. Der Club liegt quasi auf dem Heimweg – Grund genug also, dort noch einen Zwischenstop einzulegen.

Die fleissigen Bienchen von www.hell-is-open.de haben wieder einmal keinen Kosten und Mühen gescheut, und zum dritten Mal ein fettes Lineup auf die Bühne zu holen. Nach den beiden ersten erfolgreichen Konzertabenden geht die Reihe „The Path of Death“ nun in die dritte Runde. Für nur 11,50 Euronen (14,00 an der Abendkasse) gibt es hier ordentlich Musik auf die Ohren.

Der Einlass, angegeben mit 17.00 Uhr, ist schon längst gestartet als ich in Mainz ankomme, aber dennoch ist der Andrang bis kurz vor der ersten Show noch nicht allzu groß. Die meiste Aufmerksamkeit zieht um diese Zeit noch der Hund mit Schal und zwei verchiedenfarbigen Augen auf sich.

Das ändert sich jedoch schlagartig, als Crimson Death (fast) pünktlich um 17:55 Uhr die Bühne betreten. Die Combo aus Waiblingen, deren neues Album vor gerade mal zwei Wochen erschienen ist, legen direkt super los. Mit wehenden Haaren stellen sie einen Großteil der neuen Songs vor. Zu Beginn sind noch nicht allzu viele Zuschauer da, was sich aber während der nächsten 40 Minuten ändert. Die 4-er Combo gefällt mir ausgesprochen gut, und stauben direkt mal das erste Geheimtipp-Däumchen ab. Mit so einem Kracher als Opener hatte ich nicht gerechnet. Die Spielzeit vergeht wie im Flug – Da hätte ich noch ewig zuhören können. Schaut Euch die Jungs unbedingt mal an – vielleicht sogar schon auf der Release-Show von Revel in Flesh am 06.12.2014 im Rock It Aalen…

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Crimson Death_11-10-2014-15

 

Der wirklich ausgeklügelte Zeitplan hängt ca. 10 Minuten hinterher. Ist aber nicht weiter tragisch denn es ist ja noch früh am Tag. Devastator sind aus Hamburg angereist, um den Todespfad mit ihrer Version des Death Metal zu pflastern. Nach der Hammer-Show von Crimson Death gar keine sooo leichte Aufgabe. Die Zuschauer müssen erst noch ein wenig in Stimmung gebracht werden, bis die ersten Nacken anfangen zu kreisen. Zu späterer Stunde sind dann aber doch einige Fans vor der Bühne eingetrudelt, um den Jungs die Fäuste entgegen zu strecken. Die Combo steckt zur Zeit in der akuten Planungsphase für das neue Album, und stellt dementsprechend auch sehr viel neues Songmaterial vor. Wer auf Musik a la Aborted & Co steht, der ist hier auf jeden Fall richtig am Platz.

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Devastator_11-10-2014-38

 

Eraserhead aus Limburg ziehen an diesem Nachmittag die meisten Zuschauer vor die Bühne. Die fünf Jungs aus der Domstadt ernten sofort mit Betreten der Bühne Begeisterte Jubelrufe der anwesenden Fans. Die Halle ist gut gefüllt – bis zur Rückwand stehen die Fans um dem Konzert der Combo zuzuschauen. Marco (VOC) „spielt“ mit dem Publikum, kommt ganz nah an die Zuschauer in der ersten Reihe ran, zieht Grimassen und lässt sich das ein oder andere Bierchen reichen. Chris am Bass lässt ununterbrochen seine Haarpracht kreisen, Phil post gekonnt für Fans und Kamera 😀 Auch wenn einer der Gitarrengurte sich während des Auftrittes kurz selbständig macht, lassen die Jungs sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und liefern einen starken Auftritt ab. Der verdient mit viel Applaus aus dem Publikum und Zugaberufen belohnt wird. Leider muss die Band auf einen Song aus der Setliste verzichten, da die Zeit doch recht knapp wird zum Schluss hin. Aber zumindest eines der neuen Stücke hat es noch auf die Bühne geschafft… Super war’s 😀

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Demletzt noch auf dem Ragnarock bei brütender Hitze im Sonnenschein gesehen, sind Discreation aus Hanau auch heute in Mainz am Start. Im Halbdunkel der Hallenbühne kommt die Show natürlich noch um einiges besser an, und so sind die Fans heute aktiver und lassen direkt von Beginn an fleissig das Haupthaar kreisen. Auch auf der Bühne fliegen die Mähnen. Von allen anwesenden Damen wird dabei vor allem Peter (Bass) um seine Haarpracht beneidet 😉 Die Show wird von den Zuschauern mit viel Gegröle und Applaus belohnt. Auch diejenigen, die die Band vorher nicht kannten, sind heute mit vollem Körpereinsatz dabei. Kais Mikro streckt zwischendrin mal kurzzeitig die Flügel, aber Richy, zuständig für die Technik, ist superfit und bekommt das innerhalb weniger Sekunden wieder hin. Ein Lob nochmal von hier an die tolle Orga. Leider drängelt auch hier der Veranstalter ein bisschen, damit die Zeit einigermassen eingehalten wird. Viel Bewegung im Publikum – viel Power auf der Bühne – eine sympatische Band – was will man mehr an einem Samstagabend?

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Discreation_11-10-2014-45

 

Die Jungs von Revel in Flesh konnten 2013 schon auf der Camel-Stage des Summerbreeze überzeugen. Death Metal aus Schwäbisch Gmünd gibt’s im vorletzten Slot des Abends auf die Lauscher. Die Fans haben sich jetzt warmgetanzt und erwarten die fünf Jungs ungeduldig. Total lustig: Marcus (GIT) habe ich just am Vortag schon bei Necrotted im Publikum getroffen. So klein ist die Welt 🙂 Wir sind ein wenig spät dran, ungefähr 15 Minuten, aber das denke ich ist zu verkraften. Auch hier wirds wieder eng vor der Bühne, die Fans zeigen sich auch in diesem Slot sehr aktiv. Die Combo ist definitiv nicht unbekannt hier in Mainz. Ein Geheimtip sind die Jungs ja schon lange nicht mehr, das Konzert gefällt mir auch Mal wieder ausgesprochen gut. Die verlangte Zugabe, die heute leider nicht gespielt wird, könnt Ihr Euch übrigens am 06.12.2014 im Rock it in Aalen abholen 😀 Denn dann haben Revel in Flesh zur großen Release-Show ihrer neuen Scheibe „Death Kult Legions“ eingeladen.

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Und da stehen sie wieder auf meiner Konzertliste ganz oben: Lay Down Rotten aus Herborn, der Headliner für den heutigen Tag. Bereits zum fünften oder sechsten mal in diesem Jahr darf ich mich über ein Konzert der Combo freuen. Und es wird keinesfalls langweilig, oh nein. Jeder Gig ist trotzdem irgendwie anders. Heute ist vor der Bühne auch echt mächtig was los, alle Anwesenden haben sich nochmal versammelt, um die letzte Band des Tages zu feiern. Die Zahl der Lay Down Rotten-Shirts ist schon den ganzen Tag nicht zu übersehen und so steht vor der Bühne eine Fan-Mauer mit wehenden Haaren und reckt den Jungs auf der Bühne die Hörner entgegen. Heute als Ersatzmann an der Gitarre hat Tobi einen echt guten Job gemacht, vielen Dank auch mal an dieser Stelle dafür 🙂 Die Viertel Stunde Verspätung wird nicht mehr reingeholt, im Gegenteil. Eine kleine Zugabe muss einfach sein, das Publikum bittet darum 🙂 Besonders drollig finde ich den jungen Mann, der alle am Rande stehenden Fans schnappt und in den Pit hineinträgt 😀 Das nenne ich mal Körpereinsatz… Leider ist dies das letzte Konzert der Band für dieses Jahr… Tragt Euch aber auf jeden Fall schon mal den 06.03.2015 in den Kalender ein. Da spielen die Jungs auf dem Frankfurt Deathfest im Haus Sindlingen in Frankfurt…

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Lay Down Rotten_11-10-2014-85

 

Fazit:

Das ein junges Team von Metalheads für die Fans in mühevoller Arbeit solch eine Veranstaltung auf die Beine stellt, dass muss unbedingt gelobt werden. Und alles aus Passion, nicht etwa um Millionen zu scheffeln… Meinen Respekt an jeden, der hier mitgeholfen hat.

6 Hammer-Bands für kleines Geld, ein ganzer Tag voll guter Musik, ein total super Publikum, eine After-Show-Party im naheliegenden Club – Das war der Path of Death Vol. 3…

Ein dickes Danke an die Bands, die Veranstalter, die Fans, das M8…. Ohne Euch alle wär’s nur halb so schön gewesen 😉

Wenn es im nächsten Jahr (hoffentlich) in die vierte Runde geht, freue ich mich wieder dabei zu sein 😀

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