Livereview und Bilder – The Return of Waves of Rock im Jam-Club Koblenz – 01.02.2014

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The Return of Waves of Rock im Jam-Club Koblenz
01.02.2014

The Return of Waves of Rock 01-02-2014

 

Der Januar ist rum – es lebe der Februar. Und der liess sich nicht zweimal bitten, direkt am ersten Tag standen in Koblenz gleich 4 Kracher auf der Jam-Club Bühne und ließen – pardon für diese Wortwahl – die Sau raus….

Alter Schwede, so kann der Monat beginnen…

Im Zuge der letzten Waves of Rock-Veranstaltung (Indie-Night im Jam-Club Koblenz) wurde ja schon mitgeteilt, dass weitere Konzerte in Planung sind. Und – bäääääm – heute war es dann endlich so weit. Unter dem Namen „The Return of Waves of Rock“ haben Florian und Konsorten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um uns einen tollen Abend zu bescheren. Vol. 2 der Konzertreihe steht dieses Mal unter dem Motto Death/Thrash/Extreme-Metal, das ist ganz meine Schiene und ich habe mich seit WOCHEN darauf gefreut.

Die Anfahrt im strömenden Regen hab ich mich schon klitschnass am Veranstaltungsort eintreffen gesehen… Aber noch ist ja ein bisschen Zeit, ich fahre nach dem Sport noch schnell einkaufen und Kaffee trinken, und als ich gegen 19:30 Uhr in Koblenz im Parkhaus stehe, hat der Regen aufgehört… Puuuhh. Schweinekalt ist es trotzdem, aber da tun wir ja gleich was gegen…

Es ist schon mächtig was los im Club, als pünktlich um 20 Uhr Incertain die Bühne betreten. Die 5-er Combo habe ich im Dezember in Neuwied das erste Mal gesehen und war total begeistert. Vor allem, weil es eine der wenigen female-fronted-Bands ist, die ich in den letzten Monaten zu Gesicht bekommen habe… Go Hülya, go *Fähnchen schwenkt* 😀 Und auch dieses Mal werde ich nicht enttäuscht. Es geht direkt voll zur Sache auf der Bühne. Vom ersten Ton an springt die Stimmung aufs Publikum über. Viele sind hauptsächlich wegen Incertain hier, vor der Bühne baut sich direkt eine Mauer aus bangenden Metalheads auf. Der Sound ist (im Gegensatz zu sonst…) echt fett, das Licht super, die Band gut drauf. Njaaa, die Bühne ist nicht sehr groß, daher ist Bassist Jonathan immer ein bisschen im Hintergrund, aber das reißt er mit so mancher Grimasse wieder raus 😀 Incertain haben einen neuen Song im Gepäck, der an diesem Abend Premiere feiert. Und weil am Ende des Sets noch 5 Minuten Zeit übrig sind, wird der direkt als Zugabe nochmal performt. Natürlich darf auch heute die Wall of Death nicht fehlen, das ist Ehrensache. Da kann der Club noch so klein sein… Super Start in den Abend, und ich freu mich schon auf Freitag im B9 Bad Breisig, wenn die 5 im Zuge der „Five Dollar Crackbitch“-CD-Release direkt wieder auf der Bühne stehen.

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Sic Zone_01-02-2014_01

 

Mit The Colostomizer kommen die Grind- und Hardcore-Freaks auf ihre Kosten. Leider sind derer wohl nicht so viele anwesend, so dass nach Incertain der Platz direkt vor der Bühne erstmal leer bleibt. Ein paar technische Problemchen haben sich zu Show-Beginn eingeschlichen, vor allem das Mikro scheint den Ansprüchen der Band nicht zu genügen. Nachdem aber alles nachjustiert wurde, und auch der Drummer alles über den Monitor zu hören bekommt, starten die 4 aus Koblenz voll durch. Hier kommt wieder der obligatorische Vergleich mit Gutalax… hihi… Wer die Musik der Tschechen mag, wird The Colostomizer lieben… Quiekender- und Grunzenderweise verschafft sich Sänger Bart Gehör bei den Zuschauern, von denen jetzt einige aus der Kältestarre erwacht und fleißig mit den Haaren am wedeln sind. Die Band mit Spaß an der Sache, Gitarre und Bass stehen auf der Bühne nicht still und Tim an den Drums kommt mächtig ins Schwitzen. Obwohl dieser Stil nicht ganz das anwesende Publikum bedient, zum Schluss wird doch eine Zugabe gefordert, bevor nach einer halben Stunde der Spaß schon wieder vorbei ist. Dankööö für den Auftritt Jungs, auch wenn dieses Mal die Gummitiere gefehlt haben, Grind kann ich mir (auch dank Eures Auftrittes) jetzt schon mal länger als 5 Minuten anhören 😀

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The Colostomizer_01-02-2014_15

 

We Are Wolf – Auch bisschen Core-Lastig, aber schon wieder völlig anders. Erinnert ein wenig an Soulbound – Jungs, die auch eine Boyband sein könnten…. Bis der erste Ton erklingt und man erkennt, das doch ein wenig härtere Töne angeschlagen werden. Der Raum füllt sich schnell wieder, und das Stimmungslevel steigt. Die Hitze im Raum steigt auch, und machnerorts wird der Ruf nach einer Klimaanlage laut *hihi*. Aber dann wär’s nicht so kuschelig im Jam, ne…? Auch während dieser halben Stunde gibts eine (wenn auch etwas kleinere) Wall of Death, Moshpit und wogende Matten zu Hauf. Und wer jetzt noch nicht mindestens mit dem Kopf nickt, der ist hier heute definitiv fehl am Platz. Mit der neu releasten EP „Masquerader“ im Gepäck hauen die 5 aus dem Großraum Köln ordentlich auf die Pauke, und ebnen so den Weg für den Header des Abends. Die EP gibts übrigens zur Zeit noch kostenlos auf YouTube zum anhören… Wer die Band allerdings unterstützen möchte, kann dies bald auch tun, denn die Scheibe gibts elektronisch über iTunes zu erstehen. Support your local Underground…. 😀

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Letztes Jahr haben Sic Zone für Verwirrung auf dem Summers End Open Air gesorgt (Stichwort: Namensgebung). Heute sorgen sie für einen brechend vollen Jam-Club. Insgesamt ca. 90 Zuschauer sind anwesend, als PY mit der Bildzeitung unterm Arm auf die Bühne stiefelt und erstmal die Kontaktanzeigen vorliest… Als nach einem, zugegebenermaßen etwas längeren, Soundcheck auch die Drums ordentlich aufgebaut sind, gibt es direkt volle Möhre auf die Mütze. Kaum eine Verschnaufpause gönnen sich die 4 Kölner, die einen Kracher nach dem anderen raushauen. Moshpit, Wallemähnen und eine Fan-Wand direkt vor der Bühne – unbeschreiblich. Die Grimassen von Morbid (GIT) lassen einem manchmal einen echten Schauer über den Rücken jagen, und für Chico am Bass ist die Bühne fast zu klein, so wirbelt er über die Bretter. Natürlich darf auch hier das Zerstören der Bild-Zeitung nicht fehlen – Verbrennen geht leider nicht, daher wird das Schmierblatt den Zuschauern überreicht, die nur noch Fetzen übrig lassen.
Definitiv ein Höhepunkt ist der Moment, an dem Phil von Incertain auf die Bühne springt, und auf PY’s Gitarre einen Song zusammen mit der Band performt. Geilomat…. Als PY zum Ende hin die Zuschauer auf die Bühne bittet („nur ein Paar, hier ist nicht so viel Platz“) lassen es sich die vorderen Reihen natürlich nicht zweimal sagen und tanzen zusammen mit der Band auf den Brettern. Ein tolles Bild.
Dieses Mal gibt es nicht nur eine, nein sogar 2 Zugaben werden gespielt, bis die Show nach etwas mehr als 1 Stunde zu Ende geht. Eine super Leistung… Daumen hoch….

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Fazit:

Auch Low-Budget-Konzerte sind immer einen Besuch wert. Vielen Dank an Florian und sein Team für diesen tollen Abend, das nächste Mal bin ich definitiv wieder am Start.

Danke an Incertain, The Colostomizer, WeAreWolf und Sic Zone für die geile Mucke….

Und – ganz wichtig – SUPPORT YOUR LOCAL UNDERGROUND – damit es auch morgen noch solche tollen Abende gibt….

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