Livereview und Bilder – Waking the Dead im Kurt-Esser-Haus Koblenz – 08.11.2014

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Waking the Dead im Kurt-Esser-Haus Koblenz
08.11.2014

Waking the Dead

Die Toten auferwecken heißt es heute im Kurt-Esser-Haus in Koblenz. Ein bunter Mix aus Death-/ Thrash- / Titanium und Hardcore steht auf dem Programm. Ganz kurzfristig mussten leider Infinight aus Saarbrücken den Auftritt absagen. So schnell kann natürlich kein Ersatz gefunden werden, und so gibt’s heute nur vier Bands, die aber alle ein wenig länger spielen.

Quiet Confidence eröffnen den Abend. Es sieht zu Beginn so aus, als ob nicht viele Besucher da sein werden (in Koblenz gibt es heute noch eine ganze Reihe anderer Veranstaltungen), aber als die ersten Töne erklingen, sind dann doch einige Zuschauer da. Sänger Marc ist wie immer öfter vor als auf der Bühne zu finden, und animiert direkt vom ersten Song an zum Mitmachen. Heute ist die Bühne groß genug, und so sieht die Show schon direkt viel besser aus als noch letzte Woche in Limburg. Viel Bewegung auf der Bühne, einiges an Applaus aus dem Fanblock und ein Sänger, der sich zwar für seine Angeschlagenheit entschuldigt, von der jedoch nichts zu sehen ist. Ganze 45 Minuten kommen wir in den Genuss der Koblenzer bevor die Band wegen weiterer Termine ganz schnell das Schlachtfeld räumen muss. Jupp, das war ne gute Entscheidung heute hier nach Koblenz zu kommen, alleine für diesen Auftritt hat sich der Weg schon gelohnt.

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Voidcrew haben eine weite Anreise hinter sich. Die Vier sind aus dem schönen Tübingen angereist, um den Koblenzer Metalheads ordentlich auf die Mütze zu geben. Als erstes fällt mir natürlich direkt das Shirt von Sänger Hendrik auf. Und wieso kommt mir Gitarrist Benni so bekannt vor… Das Rätsel löst sich nach kurzer Suche bei Facebook… Grüße nach Mössingen an die Kollegen von Manhattan Lovestory, der Trend geht zur Zweitband 😉 Die Band ist für den eher rockigen Part der Veranstaltung verantwortlich. Nach dem Core-Gemetzel von eben wirkt die Musik für mich erst mal ziemlich langsam, aber das Ohr gewöhnt sich schnell an das neue Tempo. Der Mix aus Heavy, Punk und Groove geht ganz gut ins Ohr und kommt an beim Koblenzer Publikum. Bewegung herrscht auf der Bühne jetzt nicht übermäßig viel – Sänger Hendrik lässt seine Haare fliegen und die Kollegen kreisen die Köpfe und ziehen Grimassen, anstatt wild auf der Bühne auf und ab zu springen. Das Publikum ist wieder zum Tanzen aufgelegt, wobei vor allem ein Gast hervorsticht, der das komplette Konzert an vorderster Front mitfeiert. Das war mal ein solider Auftritt der Tübinger…

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Die (eigentlich) dritte Band im Bunde – Infinight aus Saarbrücken – musste leider ganz kurzfristig den heutigen Gig absagen. Gesundheit geht nun mal vor, und da so schnell kein Ersatz mehr gefunden werden konnte, spielen die anderen Bands einfach was länger… Auch eine gute Lösung, wie ich finde.

Die Gastgeber von heute – I.M.Nail aus Koblenz – stecken gerade mitten in einer Herbst-Tour. Die Jungs haben ja vor zwei Wochen schon im JamClub ihr Können unter Beweis gestellt, heute gibt es nochmal ein Heimspiel. Die Menschentraube vor der Bühne ist nochmal angewachsen. Die Jungs legen heute abend – meiner bescheidenen Meinung nach – noch einmal eine Schippe auf die Leistung vor zwei Wochen drauf. Das hat richtig Spaß gemacht. Diesmal trumpft die Band mit „Bühnendeko“ auf – zwei Nebelmaschinen rahmen die Bühne ein. Jaaaa, Nebel….. Der ist ja meiner Meinung nach von Black-Metal-Bands erfunden worden, die nicht fotografiert werden wollen… Siehe Unlight oder Bölzer… Ein paar Schnappschüsse sind’s aber doch geworden 😀 Auch bei diesem Konzert ist wieder einiges los vor der Bühne, sogar ein kleiner Moshpit wird angedeutet… Ohne Zugabe wird die Band dann auch nicht von der Bühne gelassen. Nach ungefähr einer Stunde ist dann aber Schluss, und die Bühne wird umgebaut für die letzte Band des Tages.

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Nach einer etwas aufwendigeren Umbaupause (das Schlagzeug für Mariusz ist doch bißchen größer) gibt’s dann von Five Dollar Crackbitch ordentlich was auf die Mütze. Schon den ganzen Abend sieht man Publikum im Crackbitch-Shirt, und genau die Fans stehen jetzt vor der Bühne und lassen kräftig die Matten schwingen. Außer den altbekannten Songs der Scheibe „Dehumanization“ gibt es heute zwei neue Songs auf die Lauscher. Stefan und Bernd scherzen mit dem Publikum und auch sonst sind die Fünf aus Andernach echt gut aufgelegt. Die Stimmung im Kurt-Esser-Haus ist super, die Fans machen begeistert mit, können natürlich die Songs mitgrölen und spenden viel Applaus. Leider gibt’s heute mal keine Zugabe, obwohl diese vielfach gefordert wird. Deshalb ist nach ca. 45 Minuten Schicht im Schacht und der Konzertabend fast so schnell vorbei, wie er begonnen hat.

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FDCB_08-11-2014-1

 

Fazit:

4 (5) Bands für 5 Euronen, da kann man NIE was falsch machen. Und wenn dabei noch solch ein Lineup rausspringt, erst recht nicht.

Der Abend hat sich mal wieder voll und ganz gelohnt, und jeder Anwesende sollte auf seine Kosten gekommen sein. Besonders begeistert haben mich heute Quiet Confidence und die Crackbitches, aber auch die anderen Bands haben echt saubere Arbeit abgeliefert.

Bleibt nur zu wünschen, dass das diese Konzertreihe bald in die nächste Runde geht…

Fettes Danke an alle Bands, I.M.Nail als Veranstalter, dem Kurt-Esser-Haus für die Location… Und natürlich allen Anwesenden Fans, die sich von den zahlreichen Veranstaltungsmöglichkeiten nicht haben abbringen lassen, hier vor der Bühne das Haupthaar zu schwingen…

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