Livereview und Bilder – Waves of Rock – Indie Night im Jam-Club Koblenz – 13.12.2013

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Waves of Rock Indie Night im Jam-Club Koblenz
13.12.2013

Waves of Rock Poster

Ob nun Freitag der 13. ein Glücks- oder doch ein Pechtag ist, das sei jedem selber überlassen. Für mich war es jedenfalls ein Tag wie jeder andere auch. Zumindest bis Abends um 19:00 Uhr, denn da habe ich mich aufgemacht, um den Altersdurchschnitt im Jam-Club um ungefähr 10 Jahre in die Höhe zu treiben 😀

Haha, nun ja, ganz so dramatisch wird es wohl nicht gewesen sein, aber als ich vorm Club ankam, war das dort bereits auf den Einlass wartende Publikum definitiv nicht viel älter als 18…. wenn überhaupt….

Die Veranstaltung war auf Jugendliche und junge Erwachsene ausgelegt, Beginn – Eingangskontrolle – Ende waren auf jüngeres Publikum angepasst. Aber ich schau ja gerne mal über den Tellerrand… Auch was den Musikstil angeht. So lange es nicht Helene Fischer ist *muahahah*

Einlass war laut Facebook-Flyer eigentlich um 18:30 Uhr. Da ich im Weihnachts-Einkaufs-Stress-Freitag-Nachmittag-Stau gestanden habe, war ich natürlich viel zu spät dran, und erst um Punkt 19:00 Uhr im Jam-Club angekommen. Hier war das Glück auf meiner Seite, denn die Türen waren noch nicht geöffnet…. Puuuuh – gerade nochmal Schwein gehabt (…. naaaa, merkt Ihr was?)

Um kurz nach sieben öffneten sich dann die Pforten, und kurze Zeit später ging’s auch schon los mit dem ersten Set des Abends. Rag A Muffin aus Neuwied dürfen den Abend eröffnen. Und für das erste Konzert sind erstaunlich viele Leute da, zumindest im Gegensatz zu meinen bisherigen Jam-Club Erfahrungen. Das ist zwar bestimmt noch ausbaufähig, aber so 35 werden es bestimmt schon gewesen sein.  Hier gibt es zwar keinen Metal sondern Punk-Rock auf die Ohren, und „moshen“ wird heute mal „pogen“ genannt, aber ansonsten ist’s eigentlich wie immer – laut und schnell… Und endlich mal wieder ne Frau auf der Bühne. Leider ist es der letzte Live-Auftritt von Sylvia, aber die Bassistin gibt nochmal alles und macht auch am Mikro eine gute Figur (und – ICH LIEBE DIESE MÜTZE……) Jannik übernimmt Gitarre und Mikro, am Schlagzeug sitzt Stephan, der im Laufe des Gigs sogar kurz zum Bass greift, und mit Jannik zusammen ein Instrumental einspielt. Alles in allem herrscht heute ein bisschen „Schülerband-Atmosphäre“ was aber auch mal ziemlich interessant und abwechslungsreich ist.

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Rag A Muffin_13-12-2013_31

 

Der zweite Gig des Abends lässt nicht lange auf sich warten. Olli L., ein Mann und seine Gitarre, betreten die Bühne. Es wird ruhig hier im Jam-Club und alle, sogar die pogende Menge von eben, lauschen den überwiegend selbstgeschriebenen Songs des Bendorfers. Cover-Versionen gab es unter anderem von Greenday – „Boulevard of Broken Dreams“. Unterstützung erhält der Musiker zum Teil durch Kollegin Sofia Keves am Mikro. Die beiden arbeiten wirklich gut zusammen, sehr harmonisch dieser Auftritt. Erinnert ein bisschen an die Solo-Konzerte von Eric Fish… Ab und an mag ich’s ja auch ein bisschen ruhiger, und es scheint nicht nur mir so zu gehen… Denn trotz der leisen Töne nimmt die Zuschauerzahl stetig zu. Gut, ruhige Konzerte bedeuten auch, dass die Bilder irgendwie alle gleich aussehen. Von daher ist die Galerie nicht ganz so groß…

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Olli L_13-12-2013_02

 

Never touch a Running System – Ziemlich langer Name, nicht wahr? Über Facebook reicht auch NTARS, um die Bandseite aufzurufen… Die 4 Jungs aus Andernach und Umgebung bringen wieder ein paar Pferdestärken mehr auf die Bühne. Alternative Punk-Rock – Und wieder wird gepogt, was das Zeug hält. Da wird auch vor der armen Fotografin nicht Halt gemacht. Beinahe wäre ich zu Boden gegangen – totaler Körpereinsatz sozusagen (und ich hab nen blaues Auge – Yeah….) Diese Band zieht für den Abend die meisten Zuschauer an. Ich bin immer noch relativ schlecht im Schätzen, aber ich denke mal so 50 – 60 Personen sind bestimmt anwesend. Überraschend viele wussten die Texte mitzusingen und vor der Bühne ist einiges los. Natürlich ist dies unter anderem auch Sänger Tobi zu verdanken, der das Publikum immer wieder animiert mitzumachen, z. B. die Hände in die Höhe zu nehmen etc. Zum Schluss wurden noch 2 Personen aus dem Publikum auf die Bühne geholt, um den letzten Song anzukündigen. Fast sah es so aus, als ob einer der beiden sich mit einem Sprung in die Menge verabschieden würde – hat er aber dann doch nicht… Schade, das wär sicher ne tolle Crowd-Surf-Einlage geworden. Für mich einer der besten Auftritte des Abends – Souverän, aufeinander abgestimmt, Kommunikation mit den Fans – So muss das sein.

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NTARS_13-12-2013_07

 

Der nächste Punkt in der Running Order waren die Andernacher von Celebrate Simon. Eigentlich besteht die Band aus 4 Personen und spielt selbstgeschriebene Songs, die der Sparte Brit Pop / Indie Rock zugeordnet werden können. Leider ist für den heutigen Abend der Drummer Luis krankheitsbedingt nicht dabei. Statt aber den Auftritt abzusagen, haben Michael (GIT/VOC), Antoine (GIT/VOC) und Philipp (Bass) einfach auf ein Akustik-Set umgeschwenkt, und spielen ohne Schlagzeug, dafür aber mit Percussion-Box, Bass und 2 Konzertgitarren. Und wieder bin ich, genauso wie bei Olli L., verwundert, wie viele doch auch hier noch anwesend sind bzw. bleiben. Das Publikum sitzt auf dem Boden vor der Bühne und lauscht der Musik, kein Gegröhle, kein Gepoge, nur Zuhören und Applaus an die Musiker verteilen. Das war echt stark…

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Celebrate Simon_13-12-2013_09

 

Vor dem letzten Konzert des Abends herrschte rege Aufbruchstimmung. Der größte Teil des bis dahin anwesenden Publikums verließ die Location nach dem Konzert von Celebrate Simon. Schade eigentlich, denn sie haben echt was verpasst. Dass Roadproof nicht auftreten werden, war schon ein paar Tage vorher beschlossene Sache. Sänger Matthias war erkrankt und die Stimme nicht ganz auf der Höhe, so dass die Jungs den Auftritt leider komplett absagen mussten. Ein Ersatz war schnell gefunden, die eigens für diesen Abend zusammengestellte Band „The Aldermayrs“, die hauptsächlich aus Mitgliedern von Roadproof besteht, hat uns mit einer gelungenen Jam-Session beehrt. Für drei Songs konnte sich sogar Matthias der Gruppe anschließen, aber für ein komplettes Set reichte seine Stimme leider nicht aus. Vorher kaum geübt, werden bekannte Rock-Songs gespielt, der Stil erinnert im Großen und Ganzen an Tito & Tarantula. Als „erste Bandprobe“ angekündigt liefern die 3 (bzw. 4) aber einen echt sauberen Job ab. Trotz der noch verbliebenen wenigen Zuschauer ist die Stimmung echt super, und müsste ich eine Wertung abgeben würde ich sagen, dass dies der beste Auftritt des Abends gewesen ist. Selbst die Gitarrensaite, die sich zum Ende des Sets selbständig gemacht hat, konnte die Jungs nicht mehr verunsichern, es wurde einfach weiter munter drauflos gespielt. Bis zum Bitteren Ende (d. h. Zapfenstreich) wurde die Spielzeit mit Einverständnis des Veranstalters verlängert. Definitiv sehenswert und keineswegs ein minderer Ersatz für den eigentlichen Header. Daumen hoch für diese Leistung.

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The Aldermayrs_13-12-2013_16

 

Fazit:

Öfters mal über den Tellerrand schauen lohnt sich. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, die ein oder andere Underground-Band live anzuschauen, dann tut es. Supportet den Nachwuchs, diese Konzerte sind meiner Erfahrung nach eh viel besser als die zum Bersten gefüllten Stadienkonzerte…

Vielen Dank an Rag A Muffin, Olli L., Never touch a Running System, Celebrate Simon und The Aldermayrs für den kurzweiligen Abend 😀

 

(und auch vielen Dank für das Teilen meiner Facebook-Seite – Ihr seid echt spitze… 😀 )

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