Livereview und Bilder – Mair1 Festival – 27.06.2014 – 28.06.2014

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Mair1 Festival auf dem Airfield Montabaur
27.06.2014 – 28.06.2014

mair 1 flyer

Bereits seit 2007 heißt es im beschaulichen Montabaur einmal im Jahr “Achtung, es wird laut….”.
Unter dem Namen Mach1 gestartet hat sich das Festival auf dem Westerwälder Segelflugplatz zu einer festen Größe im jährlichen Festivalkalender entwickelt.

Auch in diesem Jahr lockt wieder ein Lineup der Extraklasse. Obwohl das Festival quasi direkt bei mir vor der Haustür liegt, war ich noch nie dort gewesen, aber Namen wie Bury Tomorrow, The Black Daliah Murder, Thy art is Murder, Walls of Jericho – nur um einige zu nennen – sind genau nach meinem Geschmack und deshalb verbringe ich dieses Wochenende auf dem Airfield im Westerwald.

Zum Startschuss um 13:00 Uhr schaffe ich es Freitags leider nicht, da ich noch arbeiten muss. Mit viel Glück (und ohne Stau) bin ich aber pünktlich zu The Bones auf dem Gelände.

Tag 1, Freitag, 27.06.2014

Die Jungs von The Bones habe ich 2013 auf dem Summer Breeze das erste Mal live gesehen. Damals wie heute steht das Bild von Cliff Richrd mit auf der Bühne (wenn auch heute eher versteckt am Rand). Trotz der noch recht frühen Nachmittagsstunde sind doch einige Leute da und schwingen das Tanzbein zu den Rockabilly-Klängen der vier aus Karlskrona. Markenzeichen von Andi (VOC, GIT): Kaugummi im Mund 😉 Ein paar Technische Probleme, vor allem mit der Gitarre von Boner unterbrechen kurz das Set, sind aber schnell behoben, auch wenn die Hälfte des Konzertes ein Techniker mit auf der Bühne steht. Die Band erntet Applaus und Zugabe-Rufe, kann aber keinen weiteren Song spielen da die Zeit echt knackig bemessen ist.

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The Bones_27-06-2014_13

Klasse finde ich, dass man zwischen Mainstage und EMP-Stage sehr zügig wechseln kann, denn die Bühnen liegen nebeneinander und werden nicht gleichzeitig bespielt. So geht es nach The Bones direkt weiter zum Konzert von Bury Tomorrow. Auch diese Band kenne ich vom Summer Breeze im letzten Jahr, damals noch auf der „kleinen“ Zeltbühne am inoffiziellen Warmup-Mittwoch… Ich habe mich echt beeilt, um ja zu dieser Band rechtzeitig auf der Matte zu stehen, denn die wollte ich unbedingt sehen. Die Fans kreischen schon, da hat das Konzert noch garnicht angefangen. Die ersten Crowdsurfer sind in Sicht, Circle Pit und wehende Haare an der Tagesordnung. Ein Lob an dieser Stelle an die Security vor der Bühne, die immer sofort zur Stelle sind, wenn es irgendwo eng wird. Super aufgestellt, das Team. Daniel (VOC) motiviert das Publikum zum Tanzen und die Fans kommen der Bitte natürlich gerne nach. Auch die Wall of Death darf nicht fehlen… Epischer Moment: Die Fans werden aufgefordert, auf die Bühne zu kommen…. Und auf einmal bricht ein Höllensturm los… Schaut Euch HIER das After-Video an… Eine Zugabe wird nach diesem Abriss auch verlangt, diese wird aber (trotz Rest-Zeit von 10 Minuten..!!!) nicht gegeben. Schade eigentlich. Hammer Auftritt, gerne mehr davon…

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Bury Tomorrow_27-06-2014_15

Nach Bury Tomorrow ist es mit dem schönen Sommerwetter erstmal vorbei. Es regnet – zwar nicht stark, aber ständig. Die gute Laune hier auf dem Airfield wird dadurch aber nicht vertrieben, es sammeln sich vor der EMP-Stage eine ganz ansehnliche Zahl an Fans, um The Black Daliah Murder zu sehen. Auch hier ist die Motivation direkt zu Beginn da, kaum stehen die Jungs aus Detroit auf der Bühne gibt es beim Publikum kein Halten mehr. Ein bisschen weniger Hardcore-Lastig, mehr metallisch geht es hier auf der Bühne zu. Sänger Trevor – leider ein Opfer des nassen Bodens – ruft ununterbrochen zum Circle-Pit auf, die Fans müssen klatschen, mitsingen und es regnet nicht nur dicke Tropfen vom Himmel, auch der Schweiß fliesst in Strömen.

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Black Daliah Murder_27-06-2014_11

Von Skindred hatte ich mir im Voraus auf YouTube ein paar Videos angeschaut. Ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass diese Band so recht ins Lineup des Mair1 passen soll. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Kaum stehen die Jungs aus Newport auf der Bühne, ist der (gottseidank schnell vorbeiziehende) Regenschauer vergessen. Die Fans vor der Bühne Tanzen, Singen mit, strecken begeistert die Hände in die Höhe. Unzählige Crowd-Surfer lassen sich über die Köpfe hinweg tragen. Die Band nutzt das aus, motiviert das Publikum zum Springen, Tanzen und Mitfeiern. Diese Band passt glaube ich in jedes Lineup, denn fast alle Genres werden hier bedient – Metal, Core, Rap, RnB… Ein bunter Mix aus diversen Stilrichtungen macht den Skindred-Sound aus. Ich muss zugeben, das gefällt mir richtig gut. Super-Stimmung, auch aktuelle Radio-Songs werden mal einfach ins punkige gecovert. Das am Anfang das Mikro nicht funzt – scheiß drauf, dann wird erstmal ne Runde gebangt ohne zu singen… Dank der vielen fleißigen Helfer hinter der Bühne ist auch rasend-schnell ein neues vorhanden und die Show kann weitergehen…

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Skindred_27-06-2014_14

Haha, irgendwie kenn ich das halbe heutige Lineup von Dinkelsbühl… Walls of Jericho – ebenfalls letztes Jahr auf dem Summer Breeze gesehen – legen wieder von Beginn an stark los. Alter Schwede, was für eine Frontfrau. Candace (VOC) kommt auf die Bühne und hat direkt das gesamte Publikum fest im Griff. Ein Organ hat die Frau – Wahnsinn. Dazu flitzt sie in einem Affenzahn über die Bühne, steigt auf Boxen und Wellenbrecher, fordert die Fans auf, näher an die Bühne zu kommen.. Der Platz vor der EMP-Stage ist quasi ein einziger Mosh-Pit. Die Band aus Detroit sind für mich eines der Highlights an diesem Tag – eine Hammer-Show wird hier geboten. Zur Belustigung aller durchbrechen zwei Fans die Mauer der Sicherheitsleute und gelangen auf die Bühne. Einmal der Typ im Schneewittchen-Kostüm, der von der Security unter vollem Körpereinsatz wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht wird. Und ein weiterer Fan, der weitestgehend selbständig wieder den Weg ins Publikum findet. Nach einer Schrecksekunde können die Fünf aus Detroit aber schon über die Zwischenfälle lachen, und hinterlassen den Festivalground in Schutt und Asche…

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Walls of Jericho_27-06-2014_41

Fast hätte es kein Ignite-Konzert gegeben an diesem Wochenende. Ein paar Stunden vor dem Auftritt der Band strandete genau die nämlich mit ihrem Bus an einem Autobahn-Parkplatz nähe Frankfurt. Das ganze Equipment plus Bandmitglieder hing in der Nähe von Frankfurt an der A3 fest.  Nur mit Hilfe des Veranstalters, der hier wirklich auf Zack war, konnte man Vans und Privat-PKW organisieren, die Band und Instrumente abgeholt haben. Auch die Kollegen von Walls of Jericho wurden als Pannenhelfer eingespannt, und so konnte das Konzert dennoch stattfinden. Ignite bilden das krasse Gegenteil des soeben Gehörten. Ein Mix aus Rockmusik, Hardcore und Metal mit klarem Gesang. Ruhiger zwar, aber trotzdem noch ganz gut um mit den Haaren zu wedeln. Es sind nicht ganz so viele Zuschauer da, wie zuvor, aber der Platz vor der Bühne ist trotzdem noch ganz ordentlich gefüllt. Die Fans sind gut drauf, machen begeistert mit – Fäuste in die Höhe – Mitsingen – Mittanzen… Im Hintergrund fast das ganze Konzert über auf der Bühne dabei: Die Junds und das Mädel von Walls of Jericho. Die haben sich das Konzert auch nicht entgehen lassen. Ich muss zugeben, eigentlich mag ich ja eher Geknüppel, aber die Jungs aus Orange County gefallen mir eigentlich ganz gut. Stabiles Set ohne größere technische Probleme, eine sympatische Band, Spielfreude pur – so muss das sein.

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Eigentlich bin ich zur Painstage gestiefelt, um The Charm The Fury zu sehen. Als ich dort ankomme, sind All for Nothing gerade noch mit dem letzten Song auf der Bühne. Hier sind auch einige Fans am Start, es wird gemosht was das Zeug hält. Das was ich noch mitbekommen habe, hat sich gut und sauber angehört. Frontfrau Cindy ganz vorne auf den Boxen mit dabei, hat die Fans fest im Griff… Es fliegen Haare, Arme und auch Brillen durch die Luft….

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All for Nothing_27-06-2014_10

Im Anschluss sollen eigentlich The Charm The Fury spielen. Einige Fans sind schon direkt stehen geblieben um auf den Auftritt der Holländer zu warten. Da wird auf einmal das Equipment auf der Bühne zusammengeräumt. Leider gibts keine wirkliche Ansage, erst nach Nachfrage erhalten wir die Info, dass die Band nicht auftreten wird…. Warum, wieso und weshalb erfahre ich erst zu Hause – eine Autopanne ist schuld…. Da sind einige enttäuschte Fans gewesen. Ein paar sind extra wegen dieser Band aufs Festival gekommen.

Nach dieser Band-Absage stehe ich nun vor der Wahl: Erstmal ans Auto, meine Jacke anziehen (seitdem es dunkel ist, ist es auch schweinekalt hier), oder doch noch kurz zu Bam Magera stiefeln…. Ich habe mich dann spontan für ersteres entschieden, weil’s auch schon wieder anfängt zu regnen…

Als ich am Auto ankomme, droht der Regen in ein Gewitter umzuschlagen. Und so entscheide ich mich spontan, noch vor dem Headliner Flogging Molly meinen Festival-Tag für heute zu beenden. Morgen gibts schließlich wieder jede Menge guter Bands zu sehen…

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Tag 2, Samstag, 28.06.2014

Als ich morgens die Rolläden hochziehe freue ich mich schon, denn es scheinen sieben Sonnen und das Gewitter von gestern ist fast spurlos vorrüber gegangen. Jetzt heißt es erstmal gut frühstücken, denn der Tag wird wieder anstrengend. Vor allem bei so einem Wetterchen.. Das war morgens um acht…

Als ich mich um halb eins auf den Weg Richtung Festivalgelände mache, sieht das ganze leider nicht mehr so rosig aus. Dicke Wolken verhängen den Himmel, und ich habe zur Sicherheit noch den dicken Winterpulli eingepackt. Man weiß ja nie…

Die 20 Minuten vor Beginn des ersten Konzrtes um 13:30 Uhr verbringe ich mit ein paar Kollegen unter dem schützenden Dach vom Heißgetränke-Stand. Als die erste Band, Trash Candy, auf die Bühne kommt, stehen genau 2 Fans vor der Bühne… Das kann ja heiter werden. Mein allererstes verregnetes Festival…

Trash Candy sind aus Slowenien angereist. Ein Lichtblick an diesem trüben Tag: Sängerin Pija, die schon strahlend auf die Bühne kommt, und dieses Grinsen während des gesamten Konzertes nicht verliert. Der Tag fängt gemächlich an, ein Mix aus Pop, Rock und ein bisschen Punk erwartet uns. Drunter: Ein Cover von Ignite, die gestern schon gespielt haben. Pija bedankt sich bei allen, die trotz Regen anwesend sind, und tatsächlich kommen im Laufe der 40 Minuten eine ganze Menge Zuschauer dazu. Obwohl der Stil ein bißchen an Highschool-Filme erinnert, werden die jungen Musiker doch recht gut angenommen. Auf jeden Fall ein super Auftritt und trotz schlechter (Wetter)Bedingungen ein super Start in den Tag…

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Fast ein Heimspiel haben die Jungs von The Eternal Story. Das letzte Mal habe ich die Band auf dem Bloody Friday im BigHouse Neuwied gesehen. Ein Grund mehr, dieses Konzert anzuschauen. Der Opener für die Painstage legt auch direkt stark los. Die Jungs völlig aus dem Häuschen, weil sooo viele Fans dabei sind. Und genau die machen diesen Auftritt echt zu einem Erlebnis. Ganz vorne an der Bühne mit dabei, schnappt sich der ein oder andere auch schonmal das Mikro und übernimmt ein paar Gast-Vocs… Trotz Regen auch hier nur strahlende Gesichter – ein echtes Brett was hier geliefert wird. Auch im Hinblick auf die bald erscheinende EP ein super Auftritt. Ein neuer Song wird vorgestellt, der es natürlich später auch auf den Silberling schaffen wird. Pünktlich zum Mair1 haben die Jungs den Teaser zur EP bei YouTube online gestellt…  Schaut doch einfach mal rein. Hier reicht die Zeit sogar, um eine Zugabe in das doch relativ knappe Zeitfenster zu quetschen. Super Auftritt, Super Publikum – was will man mehr…

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Beim Anblick von Alfaro (VOC) von Atlas Losing Grip muss ich unweigerlich an Freddy Mercury denken. Eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Auf der Bühne geht’s jetzt heiß her. Nicht eine Sekunde Stillstand. Es sind eine ganze Menge Fans da, trotz ständig leichtem Regen. Gerüstet mit Cowboyhut und Regenponcho trotzt das Publikum dem Wettergott. Ein wenig Punk, ein wenig Hardcore – bunt gemischt – da lassen die ersten Crowd-Surfer nicht lange auf sich warten. Die Fans der ersten Reihe können alle ausnahmslos die Songs mitsingen…. Bis vielleicht auf einen – den neuen…. Der hier auf dem Mair1 Premiere feiert. Mit einem großen Moshpit endet dieses Konzert gefühlt wieder viel zu schnell.

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Die erste Verwirrung für den heutigen Tag gibts mit der nächsten Band auf der Mainstage. Laut Running Order sind jetzt Heart in Hand an der Reihe. Die Jungs, die da jetzt auf die Bühne gestiefelt kommen, sehen aber total anders aus… Hmmmm. Leider hängt auch kein Banner mit Bandnamen und auch von meinen Kollegen wusste keiner, wer denn da jetzt auf der Bühne steht. Hier wäre eine Info des Veranstalters angebracht gewesen… Dann hätten wir vorher gewusst, dass jetzt Heart of a Coward auf der Bühne stehen, die es aufgrund einer Autopanne nicht rechtzeitig zum eigentlich geplanten Slot geschafft haben. Toll finde ich allerdings, dass die Running Order so einfach geändert werden konnte, so musste das Konzert nicht ganz abgesagt werden. Daher auch kein Banner. Erst Sekunden vor Beginn des Auftrittes stürmten die Engländer das Festival-Gelände. Gut, dass der Soundcheck vom Technik-Personal übernommen werden konnte. Der Auftritt der Band lässt allerdings nicht vermuten, dass es hier ein dickes Problem gegeben hat. Auf mich wirkt die Show professionell, die Arbeit mit dem Publikum ist super, Motivation hervorragend. Viele Tänzer und Haare schüttelnde Metalheads sind hier anwesend. Dem ein oder anderen wird der Lineup-Wechsel wahrscheinlich bis heute nicht aufgefallen sein. Daumen hoch für dieses Engagement und die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

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Heart in Hand_28-06-2014_08

Jasper (VOC) von A Traitor like Judas sollte eigentlich garnicht hier auf der Bühne stehen. Denn noch am Tag vorher  liegt er im Krankenhaus. Die inoffizielle Absage beim Veranstalter hat es schon gegeben, aber Jasper scheißt auf krank sein, entlässt sich selbst und steht pünktlich um 16:20 Uhr mit seinen Kollegen auf der EMP-Stage des Festivals. Wenn das mal kein Engagement ist, dann weiß ich’s auch nicht. Die Show erste Sahne. Wenn uns keiner gesagt hätte, das Jasper eigentlich krank ist – es hätte niemand gemerkt. „Die Ärzte haben gesagt, ich darf nicht schwitzen“ – Ähm, ja. Ich denke, dieser Vorsatz war bereits in den ersten 5 Minuten zu Nichte gemacht. Wenn die Band hier gehandicapt ist – wie bitteschön geht es dann ab, wenn alles glatt läuft? Für mich definitiv der Beste Auftritt des Tages. Regen? Lecke er mich am Hintern, für so ein Konzert spiele ich auch gern mal den begossenen Pudel. Vielen Dank Jungs, das hat echt Spaß gemacht 😀

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A Traitor like Judas_28-06-2014_21

Schon gestern, als ich vom Parkplatz auf dem Weg zum Festivalgelände war, hat man mir einen Flyer in die Hand gedrückt. Die Worte dazu „Den musst Du uns am Konzert zurückgeben“…. Hab ich mir gemerkt, und stehe um Punkt 17:00 Uhr vor der Painstage auf der Matte, um mir Anchors & Hearts anzusehen. Der Platz vor der kleinen Bühne ist vollgestopft mit Fans der Band. Viele Tänzer sind hier unterwegs, es fliegen Haare durch die Luft, Band und Zuschauer springen um die Wette in die Höhe. Sowohl vor als auch auf der Bühne ist echt was los. Die Jungs hätten ohne Probleme auch eine der beiden großen Bühnen gerockt… Definitiv halte ich da mal ein Auge drauf…

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Anchors and Hearts_28-06-2014_20

Die Australier von Thy Art is Murder sind die nächsten auf meiner persönlichen Running Order. So langsam wird es echt ungemütlich hier, es regnet weiterhin, und ich war schon kurz am Auto, um doch den dicken Winterpulle überzuwerfen. Gut, dass ich den mitgenommen habe. Kalt ist’s trotzdem, denkt sich auch Sänger CJ, und verbringt die komplette erste Konzerthälfte dick vermummt in Regenjacke mit Kapuze auf der Bühne. Diese Band lässt sich in keine Schublade stecken, hier ist auch von allem etwas dabei.  Screams, Growls, wummernde Bässe… Die Mukke geht gut ins Ohr. Finden auch die Fans, die sich vor der Bühne versammelt haben und bereits ab dem ersten Takt nicht mehr zu halten sind. CJ macht noch ein paar Witze über den Deutschen Sommer, bevor er sich endlich seiner Regenjacke entledigt 😀 Der Mikroständer (der zu Beginn des Konzertes schon im Fotograben landet) muss genauso dran glauben wie die erste Reihe der Fans, die ab und an ein Tröpfchen Spucke abbekommen haben dürften. Es ist echt verdammt voll hier vor der Bühne, nicht errwähnen muss ich wahrscheinlich, dass es sowohl Circle Pit als auch Wall of Death gegeben hat – das war zu erwarten 😀 Mit einem neuen Song im Gepäck bringt die Band eine HammerShow mit nach Montabaur. Die sind auf jeden Fall sehenswert. Bei Gelegenheit: Unbedingt anschauen…

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Ehrlich gesagt hab ich persönlich schon jetzt keinen Bock mehr auf Regen. Kamera nass, Objektive nass, meine Finger taub… Aber noch bin ich tapfer und halte durch. Total günstig ist es da, das zwischen den Konzerten auf den beiden Hauptbühnen keine Wartezeiten entstehen. Ein Lob an dieser Stelle nochmal dafür. Weiter im Programm gehts mit Emmure. Die Band aus Queens, NY bringt ein wenig gemächlicheres Tempo auf die Bühne. Breakdowns, Screams und Growls vereinen sich zu einem Stil, der zwar langsam scheint, aber dennoch tanzbar ist, wie die Fans im Pit beweisen. Und es sind eine ganze Menge Anhänger der Band da, um trotz Regen ihre Idole auf der Bühne zu sehen. Frankie (VOC) nutzt die ganze Bühne aus, und schreckt auch vor dem ein oder anderen Ausflug in den Graben und auf die Absperrung nicht zurück. Der Regen geht den Musikern mal glatt am Hintern vorbei, die spielen was das Zeug hält und sorgen so für Moshpits und Crowd-Surfer ohne Ende.

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Bei Eskimo Callboy scheiden sich die Geister. Entweder man mag die Band – oder halt eben nicht. Was definitiv feststeht: Die Jungs können Stimmung machen, und das nicht zu knapp. Mit dem ersten Takt legen die los, als ob es kein Morgen gäbe. Mit zwei Sängern bewaffnet schafft es die Band aus Castrop-Rauxel sofort, das anwesende Publikum auf  Betriebstemperatur zu bringen. Da wird sich nicht mehr die Frage gestellt, ob diese Band nun in dieses Lineup passt oder nicht… Die Jungs erinnern an Buffet of Fate, die ich vor ein paar Wochen ja schon gesehen und für gut befunden habe. Der Auftritt heute gefällt mir außerordentlich. Kaum Stillstand, Sushi und Kevin immer ganz vorne mit dabei, kein Hinternis bilden da die Boxen und der Wellenbrecher…. Und aus Solidarität mit dem Publikum, welches ja im Regen steht wird sich mal eben Wasser über den Kopf gekippt… Die Fans rasten völlig aus und es gibt keinen der nicht zumindest mit den Zehen wippt. Und ich glaube, dass selbst die Kritiker bei diesem Auftritt doch auch ihre Haare zum Takt geschwungen haben. Saugeiler Auftritt, ich freu mich schon jetzt auf’s Summerbreeze – da steh ich definitiv wieder auf der Matte (Donnerstag, 0:45 Uhr, T-Stage)

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Eskimo Callboy_28-06-2014_40

 

Fazit:

Weshalb ich dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Mair1 bin? Spätestens jetzt habe ich keine Ahnung….. Das Lineup sehenswert, Preise bezahlbar, für das leibliche Wohl gesorgt und bis auf das Wetter war das ein echt saugeiles Wochenende.

Nach Eskimo Callboy habe ich allerdings den Rückzug angetreten, da war ich schon nass bis auf die Knochen und meine Motivation wollte auch nicht mehr so ganz 😀

Kritikpunkte:

– Bitte fürs nächste Jahr mehr weibliche Securitys am Eingang. Die Herren haben zwar nur diejenigen abgetastet, die damit auch ausdrücklich einverstanden waren, aber ein, zwei Frauen mehr hätten den Einlass auf jeden Fall beschleunigt.

– Bitte Infos über Änderungen in der Running Order – So wären eineige Verwirrungen erspart geblieben.

Ansonsten gibts nix zu meckern…. Größere Pannen hab ich nicht mitbekommen, und wenn welche da waren sind die sehr diskret gelöst worden.

Vielen Dank an die Veranstalter, die sich auch dieses Jahr wieder den Arsch aufgerissen haben, die trotz Unwetterwarnung am Festival festgehalten und so ein tolles Wochenende für alle Beteiligten auf die Beine gestellt haben.

Wir sehen uns in 2015 – Da bin ich mir sicher 😀

 

Der Vorverkauf der „Katze im Sack“-Tickets hat bereits begonnen. Es wird sich auch für nächstes Jahr wieder lohnen….

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