An Evening of Total Devastation im Blackland Metal Pub Berlin
14.03.2014

 

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Heute geht es wieder einmal etwas weiter weg. Genauer gesagt in die Hauptstadt. Blackland Metalbar, um die im Dezember verpassten Furnaze nochmal live anschauen zu können.

Los gehen sollte es eigentlich um 9.00 Uhr Morgens. Mit massig Proviant im Gepäck sind wir dann – nach einem zusätzlichen Stop am örtlichen Musik-Fachgeschäft – gegen halb zehn endlich auf der großen Straße Richtung Berlin. Die Autobahn ist allerdings bis auf ein, zwei kleine Stockungen, heute super gut zu fahren, und so verläuft die Fahrt (im alten Polizeibus *hihi*) ziemlich entspannt. Mit vorschriftsmäßig eingehaltenen Lenkpausen 😉 dauert die Fahrt ungefähr 7 Stunden. Der neu angeschaffte, echt geräumige Bus ist als Transportmittel urgemütlich, und wir daher bei der Ankunft in Berlin noch total tiefenentspannt.

DIE FAHRT war somit schonmal das erste Highlight des Tages 😀

Die erste Band des Tages, Vindictive aus Dresden, sind relativ kurzfristig für die ausgefallenen Starless Aeon eingesprungen. Zuerst mal ein dickes Dankeschön, das das so schnell geplant werden konnte, innerhalb von 2 Tagen… Das Drum-Set wird von Vindictive gestellt, daher wartet das ganze Blackland bei unserer Ankunft schon auf die 4 Jungs. Das Telefon klingelt, und es wird klar, die vereinbarte Zeit von 18.00 Uhr kann nicht eingehalten werden. Freitag Mittag – Feierabend – Autobahn von Dresden Richtung Berlin.. Da stehe selbst ich regelmäßig im Stau. Und auch heute ist das nicht anders. Schlussendlich treffen die Dresdener dann ein, als der Einlass eigentlich schon begonnen hat, nach 7 Uhr erst. Schnell wird aufgebaut, der Soundcheck auf ein Minimun reduziert, damit das erste Konzert pünktlich um 21.00 Uhr starten kann.

Und so ist es dann auch. Auf die Minute genau betreten Vindictive die Bühne des Blackland. Die ist eigentlich recht klein, und vor allem der Musiker der rechts außen steht, hat, halb hinter einer Säule versteckt, einen denkbar ungünstigen Platz erwischt, aber besser eine kleine Bühne als gar keine. Die vier Jungs spielen einen Mix aus Thrash und Heavy Metal, und ich würde die Gruppe neben Secutor oder Steelpreacher einordnen. Auf der Bühne kreisen die Haare gleich zu Beginn, das Publikum lässt sich aber noch nicht so recht anstecken, und schaut aus sicherer Entfernung den Auftritt an. Die Metalbar ist halt das, was der Name schon sagt: Eine Bar mit Bühne, und so kann man auch von den Tischen und dem Thresen aus die Konzerte anschauen. Die 4 Jungs lassen sich aber dadurch keineswegs stören, sondern liefern eine saubere Show ab. Der Sound ist hier echt gut, im Nachhinein ist es meiner Meinung nach der beste des Abends. Nach einer halben Stunde verlassen die Dresdener die Bühne wieder, und geben – nach einem stabil gespielten Set – den Platz für die zweite Band des Abends frei.

 

Setlist:

Jungle Trap
Brain on the rocks
Alcoholic antidote
Blind Justice
The reapers nightflight
Cry out
Stay electric
Black Magic (Slayer Cover)
Heavy metal mania (Holocaust Cover)

 

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Nach 7 Stunden Busfahrt, Ärger mit dem Aufbau, Warten, noch länger Warten und dann schnell schnell alles vernünftig herrichten – ja da wär bei mir die Luft so ein bisschen raus… Am heutigen Abend war das wohl auch einer der Gründe, weshalb die Band nicht ganz so super drauf war, wie ich es von Bloodspot-Auftritten gewohnt bin. Schon im Soundcheck zeichnet sich Ärger mit einem ständig hörbaren Fiepen ab, welches erst in Song Nr. 4 eliminiert werden konnte. Außerdem ist das Mikro stellenweise überhaupt nicht zu hören. Dass die Bühne eigentlich viel zu klein ist, hat Sänger Pete schnell erkannt, und hält sich die meiste Zeit vor der Bühne im Zuschauerraum auf. Es ist schon mehr los, als noch zuvor bei Vindictive, aber eigentlich hätte ich um diese Uhrzeit mit mehr Publikum gerechnet. Nachdem sich die fünf warmgespielt haben, und das leidige Fiepen verschwunden war, wird die Show um Klassen besser. Sogar das Publikum traut sich, angefeuert von Pete, näher an die Bühne heran. Vor allem der Herr mit dem blonden Haupthaar fällt hier auf, denn der lässt selbiges während der zweiten Konzerthälfte ununterbrochen kreisen. Fazit hier: Obwohl es eines der „schlechteren“ Konzerte war, ist trotzdem noch genug BÄÄÄÄM vorhanden… So wie ich es mitbekommen habe, hat die Band aus Limburg an diesem Abend viele neue Fans gewonnen. Und wer die Jungs noch nie Live gesehen hat (ich bin da heute kein Maßstab) – der hat ein echt starkes Konzert gesehen. Gut, der Sound hätte grundsätzlich ein wenig lauter sein können, aber die Ohren werden es danken… Ich freu mich zumindest jetzt schon auf’s nächste Konzert… Soviel steht fest…

 

Setlist:

Far from Innocence
Breathless
The Legend of Butch Miller
And they brought Gold
Enter the Gray
By the Horns
Death Illusions
Burst Black
Volcanos
Lifeless Flesh

 

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Als letzte Band des Abends betreten dann Furnaze die Bühne. Ich hatte ja heute schon einige Überraschunen erlebt (ich dachte z. B., dass ich mich mit Krimson auf Englisch unterhalten müsste….). Und nach meinem verpassten Dresden-Konzert und den Erzählungen vom selbigen war ich natürlich äußerst gespannt, was mich jetzt auf dieser Bühne erwarten würde. Und Furnaze waren echt super. Nur 3 Mann/Frau stark, lassen die ein echtes Brett auf uns los. Auch das Publikum war begeistert, denn vor der Bühne ist jetzt sehr viel mehr los als noch vor einer halben Stunde. Die drei legen sich direkt voll ins Zeug, und vor allem Drummer Enrico kommt hinter seinem Instrument schnell ins Schwitzen. Auch hier nervt ein Fiepen zu Beginn – Anscheinend der Verstärker der Gitarre – aber als dies geregelt werden konnte war der Sound stabil. Auch hier hätte ein bisschen mehr Druck dahinter sein können, ich empfand es generell ein bisschen zu leise. Nach dem, was mir vom Dresdener Konzert (14.12.2013) berichtet wurde, hätte ich mir die Show irgendwie sogar NOCH ein bisschen besser vorgestellt – und dass es tatsächlich besser geht, das wurde mir im nachhinein bestätigt. Ich denke, dass auch hier die lange Anreise (UK….!!) und der Ärger zu Beginn des Abends ein bisschen die Luft rausgenommen haben. Aber auch hier: Wer die Band zum ersten Mal live gesehen hat – super Show, vor allem Krimson agiert sehr oft mit dem Publikum, hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, zieht Grimassen und geht voll auf in seinen Gitarren-Soli…. Ganz bestimmt werde ich mir die Band bei Gelegenheit wieder anschauen, das war ein echt toller Abend…. Zum krönenden Abschluss – dem Slayer-Cover „War Ensemble“ wurden alle Bands nochmal auf die Bühne gerufen, und haben zusammen ein grandioses Finale auf die Bretter gelegt.

 

Setlist:

Breathe in the Fire
Fresse
None more Black
Ultimate Sacrifice
Anger Flow
Fight
Unbound and underground
What’s the use of a god
Mass Frustration
No stairway to heaven
War Ensemble (Slayer Cover)

 

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Fazit:

Auch wenn der Weg nach Berlin doch nicht gerade ein Katzensprung war – mit der netten Reisetruppe von Bloodspot vergingen sowohl Hin- als auch Rückfahrt wie im Flug. Viele neue Leute kennengelernt, 3 Super Konzerte gesehen, nicht zu vergessen natürlich der Besuch bei Kreuzburger am Samstag (geht da mal hin, lohnt sich… omnomnomn). 😉

Dickes DANKE auch an unsere „Gasteltern“, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, uns ein angenehmes Wochenende zu bereiten (Schlafplatz – Verpflegung – Stadtführung – Feiern)

Super war’s und definitiv eine Wiederholung wert 😀

 

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Preview:

Erinnert Ihr Euch noch an mein verpasstes Furnaze-Konzert in Dresden? Damals habe ich versprochen, beim nächsten Deutschland-Konzert dabei zu sein… Und meine Chance kommt schneller, als ich erwartet habe. Schon am 14.03.2014 im Blackland Berlin.

Und versprochen ist versprochen, ne?  😀

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Do you remember my missed Furnaze concert in Dresden? At that time I promised to attend the next concert in Germany. And my chance will come faster than I expected. Already on 03/14/2014 in Blackland Berlin.

And a promise is a promise, right? 😀

 

News vom 12.03.2013:
Leider müssen Starless Aeon den Auftritt am Freitag kurzfristig absagen.
Dafür stehen auf der Blackland-Bühne: Vindictive aus Dresden

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Mit dabei sind:

Death / Thrash / Black Metal von Starless Aeon (Dresden, GER)

Thrash Metal von Vindictive (Dresden, GER)

Thrash / Death Metal von Bloodspot (Limburg, GER)

Thrash Metal von Furnaze (London, UK)

 

Der Beginn der Show ist für 20:00 Uhr angesetzt, der Eintrittspreis wird noch bekannt gegeben

Hingehen – Haare schütteln – Spaß haben 😀