Death Metal Abend im M8 Liveclub Mainz
28.03.2014

 

Death Metal im M8

 

Eigentlich wollte ich heute wo anders hin. Aber manchmal muss man Prioritäten setzen, und so düse ich nach Feierabend direkt nach Mainz ins M8, um mich dort mit einer ordentlichen Portion Death Metal auf’s Wochenende einzustimmen.

Nach ein wenig Suchen habe ich sogar noch den idealen Parkplatz gefunden. Nur 150 Meter vom M8 entfernt – für 20 cent Gebühren. Es gibt auch noch günstige Parkplätze…

Der Einlass startet pünktlich um 20:00 Uhr, um diese Zeit ist allerdings noch nicht sehr viel los. Mir scheint, dass die meisten der heute anwesenden Besucher wahrscheinlich erst später am Abend hier auflaufen werden, um Eraserhead zu sehen.

Als erste Band des Abends betreten pünktlich um 21:00 Uhr Texas Cornflake Massacre die Bühne. Beim Anblick des Sängers kommt man direkt mächtig ins Schwitzen. Denn der steht – mit dicker Fellmütze auf dem Kopf – direkt unter dem Scheinwerferlicht. Die Band spielt eine Mischung aus Death- und Metalcore. Der Sound ist eigentlich ganz gut, nicht sehr laut, da es sich um ein Jugendzentrum in der Innenstadt handelt. Bin mal gespannt, wie es später bei Eraserhead sein wird. Noch ist nicht so viel Publikum da, ein paar Gäste sehen sich das ganze Konzert von der ersten Reihe aus an, der Rest wechselt immer mal wieder vom Platz vor der Bühne an die Theke… Der Sänger ist für die growligen Parts zuständig, während sowohl Michael (auch GIT) als auch Mike (Bass) klaren Parts übernehmen. Der Sound ist für Death Metal eigentlich nicht „böse“ genug, hier kann man vor allem aus dem Gesang bestimmt noch mehr rausholen. Man kann sich die Musik aber ganz gut anhören, und die gute 50 Minuten dauernde Show ist rasch vorbei. Eine EP haben die Jungs schon auf den Markt geworfen, das Album wird voraussichtlich dieses Jahr folgen, zumindest ist es bereits in Arbeit. Im großen und ganzen ganz guter Auftritt, wenn auch ein bisschen mehr vor der Bühne hätte los sein können.

 

Setlist:

The human Abstract
Out of A frying pan into the Fire
Exit too the roots
We are so Atropic
Sleep Paralysis
And The Devil Turns the lights off
Give them water guns
The Unperfect Marvel

 

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Invokation dürfen die Bühne als zweite Band des Abends stürmen. Hier wird es schon ein bißchen rauher, die vier aus dem Saarland ziehen auch schon mehr Zuschauer an als die Band zuvor. Tiefe Growls holt Mike (VOC) aus seiner Kehle (zwischendrin trinken ist wichtig…!!) Der Sound ist auch hier ziemlich gut, trotz echt kurzem Soundcheck. Auch hier beträgt die Spielzeit ungefähr 50 Minuten, eine Zugabe gibt es zum Schluss, dafür ist noch Zeit übrig. US Death Metal aus Schwalbach (bei Saarlouis), der geht gut ins Ohr und die Mähnen der Zuschauer kreisen sich schonmal warm für den weiteren Abend. Lange Reden zwischen den Songs sucht man hier vergeblich, die Zeit wird voll ausgenutzt um uns ordentlich einzuheizen. Dass Mike im Set fast ein Lied vergessen hätte, sorgt für Gelächter, wird aber schnell verziehen. Ansonsten super Auftritt, haben das Publikum gut im Griff und sorgen für Bewegung hier im M8. Zur Zeit sind Invokation auf der Suche nach einem Label, welches Interesse hat bei der Veröffentlichung des Debut-Albums „Ascending from Aeons Passed“ mitzuwirken. Bei Interesse tippert die Jungs einfach mal an: KONTAKT

 

Setlist:

Intro
Nonconformist
Through the gates of Hypnos
Fen fire
2nd skin
Spineless breed
Death Metal apocalypse
Phoboscope
Incarerated in flesh
Zugabe: A tale about voracity.

 

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Eraserhead haben als Headliner die meisten Zuschauer des Abends angezogen. Soundcheck auch hier ziemlich schnell vorrüber. Trotzdem müssen die Jungs sich beeilen, denn um zwölf ist eigentlich Schicht im Schacht, was laute Mukke betrifft. Daher auch hier ungefähr ne Stunde Spielzeit, die von den meisten Anwesenden zum kräftigen Headbangen genutzt wird. Nachdem zu Beginn schon ein paar Gläser zerbrochen sind, wird das Publikum kurz zur Vorsicht aufgerufen, und das Konzert kann ohne weitere Scherben fortgesetzt werden. Einen neuen Song haben die Jungs präsentiert, frisch aus dem Proberaum direkt auf die M8-Bühne. Und der hat beim Publikum direkt großen Anklang gefunden. Nachdem Marco sich ein bisschen Platz geschaffen hat vor der Bühne, konnten sich die anderen vier auch freier bewegen. Die Bühne ist halt doch recht klein und zu fünft (vor allem bei dem Bewegungsumfang) manchmal etwas zu eng. Trotz Zugabe-Rufen am Schluss können die Limburger leider keinen zusätzlichen Song präsentieren, obwohl sie das wahrscheinlich liebend gerne gemacht hätten. Sperrstunde um zwölf sozusagen. Sound einwandfrei, die Band ist gut drauf, die Fans sind gut drauf, was will man mehr.

Setlist:

TBA

 

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Fazit: Kleiner feiner Death-Metal-Abend mit drei zwar unterschiedlichen aber dennoch guten Bands. Location super easy zu finden, Personal sehr nett, Preise ziemlich günstig. Ich würd hier ganz bestimmt nochmal hinfahren.

Zum Abschluss gibt’s noch ne After-Show-Party im ATG. Die lasse ich aber links liegen, bin ja schon seit vier auf den Beinen und muss noch ne gute Stunde nach Hause fahren 😀

Zum Schluss vielen Dank an Texas Cornflake Massacre, Invokation und natürlich Eraserhead, es hat wieder super Spaß gemacht. Weiter so 🙂