Double Release-Show von Lay Down Rotten und Necrosphere
im Vortex Siegen, 
25.01.2014

 

LDR - Necrosphere - DF Release Show 25-01-2014

 

Direkt zwei Neuveröffentlichungen werden heute präsentiert. Lay Down Rotten bringen uns das neue Album „Deathspell Catharsis“ mit, das ab dem 24.01.2014 käuflich zu erwerben ist.

Auch Necrosphere haben einen 5-Track-Silberling im Gepäck, nämlich die EP „Viral Resurrection“, die heute veröffentlicht wird.

Aber von Beginn… Heute hab ich mich mal nicht verfahren – Ein Hoch auf’s Navi…. Dafür gabs schicke Bilder von der Hinfahrt – leider nicht umsonst *gnarf* 😉

Anders als bei meinem letzten Besuch im Vortex ist hier schon vor Beginn der ersten Show der Eingangsbereich zum Bersten gefüllt. Es bleibt kaum Platz, um die Eingangstür zu öffnen. Alles in allem sind an diesem Abend 150 Gäste nach Siegen gekommen, um mit den beiden Hauptdarstellern des heutigen Abends die Release-Show des aktuellen Silberlings zu feiern. Und da kein geringerer als Deserted Fear aus Thüringen das Lineup vervollständigen, habe ich mir schon gedacht dass es voll wird. Aber schon kurz nach Einlass auf solch eine Besucherzahl zu treffen, damit habe ich nicht gerechnet.

Die erste Show startet gegen 21.00 Uhr. Necrosphere präsentieren das neue Album „Viral Resurrection“, das es seit heute auch im neu gebastelten Band-Shop zu kaufen gibt. Ich kannte die Band vorher nur vom Hörensagen und habe auch ehrlich gesagt meine Hausaufgaben nicht gemacht und mir vorher YouTube-Videos oder ähnliches angeschaut. Daher bin ich mit Null Erwartung in dieses Konzert eingestiegen. Aber was ich höre und sehe, das gefällt mir. So kann der Abend starten. Und der verspricht, gut zu werden. Auch wenn die Jungs wohl ziemlich aufgeregt waren, sehe ich auf der Bühne 5 talentierte Musiker, die ein technisch einwandfreies Set abliefern. Direkt von Beginn an sind die Jungs um Sänger Saschinski mit Feuereifer bei der Sache. Da werden nicht viele Worte gemacht, sondern direkt aufgezeigt in welche Richtung der heutige Abend gehen wird. Für einen Song präsentiert sich auch Gast-Sänger Fernando Thielmann (u. a. VOC, GIT und Drums bei Milking the Goat Machine, Carnal Ghoul und Miseo) und unterstützt Saschinski tatkräftig mit genauso viel Energie. Ein bisschen kurz kommt die Zusammenarbeit mit dem Publikum, außer gelegentlichem Anstossen mit einem kühlen Blonden aus der Flasche bleibt die ein wenig auf der Strecke… Alles in allem ein klasse Auftritt, und obwohl die erste Band des Abends es eigentlich immer recht schwer hat, ebnen die Jungs den Weg für die Nachfolgenden und haben das Publikum schon auf Betriebstemperatur gebracht. Nach dem offiziellen Set lassen dann die Rufe nach Zugabe (oder hier: Flughafen 😀 ) nicht lange auf sich warten. Schneller Blick auf die Uhr – yo, einer geht noch – dann  wird ein letzter Song aus dem Ärmel geschüttelt, bevor es im Programm weiter geht. Daumen hoch für die gelungene Show.

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Die Umbaupause nach Necrosphere wird von den Anwesenden fleißig genutzt, um die Getränkevorräte wieder aufzufüllen, und natürlich um vor der Türe ein bisschen Frischluft zu schnappen. Es ist gegen zehn – und es SCHNEIT…. Himmel, das musste jetzt natürlich nicht sein…. Ich hoffe einfach mal, dass es sich bis zum Ende des Konzertabends ausgeschneit hat…

Früher als erwartet ist der Umbau zu Ende, und das Intro von Deserted Fear schallt aus den Boxen. So schnell habe ich garnicht mit dem Show-Beginn gerechnet, und musste demnach einen kleinen Zwischenspurt einlegen, um den Anfang nicht zu verpassen. Das Konzert, für mich bereits das fünfte in den vergangenen 12 Monaten, startet wie gewohnt mit dem Opener des Debüt-Albums „My Empire“ – The Battalion of Insanities. Und wie auf Knopfdruck sind die 4 aus Thüringen voll in ihrem Element. Da fliegen ordentlich Haare, sowohl auf als auch vor der Bühne, und war das Publikum bei Necrosphere noch ein bisschen zaghaft, werden hier direkt zu Beginn die vordersten Plätze von feierwütigen Metallern besetzt. „Wir sind Deserted Fear aus Thüringen und spielen Death Metal“ – Der Startschuss für das gewohnt brachiale Set, aus dem vor allem Drummer Simon hervorsticht, der die Felle bearbeitet als würde quasi sein Leben davon abhängen. Publikumsnah und mit Spaß an der Musik präsentieren sich die Newcomer aus Eisenberg und setzen fort, was Necrosphere begonnen haben: Einen gelungenen Konzertabend. Auch hier wird nach dem eigentlichen Set um Zugabe (resp. Flughafen) gebeten. Und wer ganz genau hingehört hat, hat gemerkt, DER Song ist nicht auf dem aktuellen Album zu finden. Noch namenlos hat er beste Chancen, auf dem im (voraussichtlich) September 2014 erscheinenden zweiten Album zu landen.

Wenn man mal ganz ehrlich ist…. Es ist eigentlich schon ziemlich pienzig, wenn man eine Show in Siegen absagt, nur weil der Header das Release seiner CD verschieben muss…. Aber wer am Samstag im Vortex zu Besuch war wird mir sicherlich zustimmen: Besser hätten es die Jungs von Deserted Fear nicht machen können.

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Lay Down Rotten starten mit der Show gegen 23.00 Uhr. Hier ist ganz klar der Höhepunkt des Abends erreicht und der Zuschauerraum (vor allem der Platz direkt vor der Bühne) ist mit ca. 150 Zuschauern gut gefüllt. Schon bevor Lay Down Rotten die Bühne betreten, wird getanzt und die Matten werden schon mal warm geschwungen. Nachdem das Release der CD letztes Jahr schon einmal verschoben werden musste, wird die Scheibe natürlich sehnlichst erwartet. Mit „Deathspell Catharsis“ bringen die Herborner bereits das neunte Release auf den Markt, und die Kritiken sind bisher alle wirklich gut ausgefallen.
Bereits am Tag zuvor wurde Marburg bei Release Vol. I platt gemacht, jetzt setzt die Band die Feuerwalze in Siegen fort. Es wird ECHT eng und ungemütlich vor der Bühne, vor allem dann, wenn ich mich zum fotografieren durchschummeln will. Direkt zweimal bin ich an diesem Abend zu Boden gegangen – mein persönlicher Rekord *hihi* Aber außer ein paar blauer Flecke ist nichts passiert…. Der Stil ist hier wieder ein völlig anderer als bei Necrosphere und Deserted Fear, aber auch während dem dritten Konzert des Abends wird uns gnadenlos alles um die Ohren geworfen was die Instrumente und die Stimme von Sänger Jost hergeben. Mir kommen irgendwie sofort Vader in den Sinn, und da steh ich ja voll drauf. Ein einwandfreies Set, das um ein Haar ohne Zugabe beendet worden wäre. Nur ganz zögerlich kommt der erste Ruf aus dem Publikum, der dann aber von allen Anwesenden kräftig unterstützt wird. So bekommen wir noch 3 weitere Songs präsentiert, bevor nach ca. 1,5 Stunden endgültig der Schlußpfiff ertönt.

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Fazit:

Wenn ich mich entscheiden müsste, welche Band die Beste war – ich könnte es nicht beantworten. Jede für sich war der Hammer. Wenn man es von der Stimmung her sieht, dann waren Lay Down Rotten ganz klar vorne. Eine gelungene Veranstaltung – definitiv wiederholungswürdig…

Und auch wenn die Heimfahrt ein wenig länger gedauert hat – es hatte sich natürlich nicht ausgeschneit…. – Es hat sauviel Spaß gemcht…. Daumen hoch für alle drei.. Das war Spitze….