Farewell Party im Kakadu Kalkwerk Limburg
10.01.2014

 

Farewell Party 10-01-2014

 

mit

Melodic Punkrock von Whiteout Alley (Dornburg, GER)

Pop/Punkrock von Pik Seven (Hadamar, GER)

Post Hardcore von Insight for the Blind (Limburg, GER)

 

Ein Stück Musikgeschichte ging heute zu Ende. Denn Pik Seven und Insight for the Blind gibt es von jetzt an nicht mehr. Das Abschlusskonzert der beiden Bands ist vorrüber. Schade eigentlich, denn es war echt super am Freitag. Auch Whiteout Alley werden nun nicht mehr wie gewohnt auf der Bühne stehen, sondern haben sich schweren Herzens von Gitarrist Magnus verabschiedet.

Der Eintritt für diesen Abend war sehr niedrig angesetzt, nur 3 Euro und man war dabei. Der Spaß am Spielen und das letzte gemeinsame Konzert standen hier im Vordergrund.

Und die Hütte war voll, würde ich mal behaupten. Die genaue Zahl kann ich nur schätzen, aber 80 waren es mindestens…

Whiteout Alley haben den Abend eröffnet. Zwar nicht wie angesetzt um halb neun, sondern erst um Punkt neun, aber so hatten noch mehr die Möglichkeit direkt von Anfang an dabei zu sein. Der Soundcheck hat noch wunderbar funktioniert, dann wurde es ernst und prompt fiel während dem zweiten Song nicht nur eins sondern direkt beide Mikros teilweise aus. Nach dem Tausch auf die kabellose Variante, während dessen Magnus vom Alltag der Band berichtet hat, kann das Set aber dann ohne weitere technische Zwischenfälle fortgesetzt werden. In den Song-Pausen werden immer wieder „Kleien Klopfer“ ans Publikum verteilt, und eine Dia-Show mit alten Bandfotos wird kommentiert. Da sind schon einige witzige Schnappschüsse dabei.
Leider ist das Licht heute nicht ganz so berauschend. Zwei rote Scheinwerfer, sonst nichts. Gestochen scharf ist also was anderes. Die Bilder geben aber hoffentlich trotzdem den Spaß wieder, den die Band während dem Auftritt gezeigt hat. Ganz verzichten müssen wir ja nicht auf die Combo, zu viert geht es nun erstmal in eine ungewisse Zukunft…

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Die recht kurze Umbauphase (10 Minuten) bevor die nächste Band spielt lässt ein bißchen Luft in den Konzertraum hinein. Es ist heute echt warm hier drin, bin ich garnicht vom Kalkwerk gewohnt. Ein großer Kerzenständer wird auf der Bühne aufgestellt, Kerzen angezündet, kurzer Soundcheck und dann geht es auch schon los mit der zweiten Band des Abends, Pik Seven. Ein bisschen poppiger wird es und die Texte gibts hier auf Deutsch. Es werden nochmal alle Kracher der letzten Jahre gespielt, sogar vor nicht geprobten Songs schreckt die Band nicht zurück und spielt die Wunsch-Songs der Fans in diesem letzten Konzert. Einige Dauerbrenner wie z. B. „Ramona“ oder „Sie tanzt mit dem Tod“ werden auf Zuruf des Publikums gar zweimal gespielt. Sowohl auf der Bühne als auch davor geht es heiß her, schätzungsweise sind hier die meisten Zuschauer des Abends vertreten und verabschieden Pik Seven von den Brettern, die die Welt bedeuten. Während des letzten Songs hat sich gar ein Crowdsurfer über die Köpfe des Publikums hinweg nach vorne tragen lassen 😀 80 Minuten Spielzeit, in denen die Band nochmal alles aus sich herausgeholt hat. Ich wünsche den Jungs alles Gute für die weitere Zukunft.

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Der letzte Slot für heute gehört den Jungs von Insight for the Blind. Hier geht es wieder ein bisschen mehr in meine Musikrichtung. Ein Starker HSB-Einschlag ist zu hören, möchte ich mal behaupten. Hardcore, zum letzten Mal vorgetragen hier im Kalkwerk. Trotz Erkältung steht Nik (VOC) tapfer hinter dem Mikrofon und holt quasi das letzte aus seiner Stimme heraus. Auch die anderen Mitglieder sind gut aufgelegt, und zeigen nochmals, wofür Insight for the Blind in den letzten Jahren gestanden hat: Liebe zur Musik, zur Bühne und zum Publikum. Die Spielzeit von 50 Minuten vergeht viel zu schnell und leider ohne eine weitere Zugabe, denn die Stimme von Nik ist plötzlich entschwunden. Trotzdem waren diese 50 Minuten echt sehenswert und die Fans vor der Bühne haben die Band noch ein letztes Mal richtig angefeuert. Auch hier wünsche ich natürlich alles Gute für die Zukunft.

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Fazit:

Ein toller Abend der leider so nicht wieder stattfinden wird. Die Bands haben zum Schluss nochmal alles gegeben und einen, wie ich finde, tollen Abschluss auf die Bretter gelegt.

Allen Bands wünsche ich alles gute für die Zukunft und vielleicht sieht man den ein oder anderen ja nochmal 😀