Hessaja Record Release Show im Kakadu Kalkwerk 
08.02.2014

 

Hessaja Release Show Kalkwerk 08-02-2014

 

Mir scheint, als sei der Jahresanfang 2014 gespickt mit allerlei landenden Silber-Scheiben. Hier kommt die nächste Record-Release-Show. Dieses Mal präsentieren Hessaja aus Limburg/Hachenburg ihr neues Werk. Der Silberling erscheint am 30.01.2014 unter dem Label Devils Eject Records.

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Der fehlende Schlaf von gestern ist noch nicht nachgeholt, da wartet auch schon das nächste Konzert. Schon im letzten Jahr, genauer gesagt am Silvestertag, haben Hessaja zur Release-Party eingeladen. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Und da außer den Doom-Metallern aus Limburg noch Motor Mammoth und Eraserhead auf dem Plan stehen, habe ich direkt mal zugesagt.

Der Einlass ist schon um acht, das Konzert soll eigentlich um neun beginnen, und die ersten Töne kommen dann mit ungefähr einer Stunde Verspätung aus den Boxen. Probleme mit der Licht- und Tontechnik haben den Beginn des ersten Konzerts ein wenig nach hinten rutschen lassen. Umso besser für die erste Band, Motor Mammoth, denn es sind nur umso mehr neugierige Zuschauer anwesend.

Wir haben heute 3 Bands – 3 Stile – 3 Möglichkeiten richtig abzufeiern.

Den Anfang machen Motor Mammoth aus Darmstadt. Seit 2013 kann man von den Jungs hören und heute kann man sie im Kalkwerk auch mal live zu Gesicht bekommen. Das bald erscheinende Debüt-Album MMXII im Gepäck servieren die vier hier eine Mischung aus groovigem Rock und Metal der 70er… Es ist schon ziemlich voll hier im Kakadu, und obwohl es hier noch ein wenig ruhiger zugeht als es später bei Eraserhead der Fall sein wird, lauschen die Anwesenden der Musik, tanzen, schwingen die Haare und sparen nicht mit Applaus. Die Action auf der Bühne hält sich zwar in Grenzen, aber wildes Rumgehopse wäre bei dem Musikstil auch nicht angebracht. Statt dessen überzeugt die Band mit klarem Gesang, tanzbarer Mukke und einem sympatischen Auftreten. Nach den Problemen im Vorfeld hatte die Technik sowohl Ton und Licht gut im Griff, so dass nichts den Konzertgenuss getrübt hat. Däumchen hoch für diesen Start in den Abend.

Setlist:

Intro
The Kraken
Night of the Living Dead
Vampire Kiss
Keeper of the Sun
The Man you never See
Down on Me
Chelsea Smile
Seven Witches
The Snatcher in the Rye
On my Way back Home

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Eraserhead haben glaube ich für heute die meisten Zuschauer angezogen. Die Jungs habe ich vor Weihnachten in Darmstadt schonmal gesehen, und das war auch ein Grund meiner Zusage für heute Abend. Mittlerweile sind ca. 100 Zuschauer anwesend und warten gespannt auf den Beginn des Konzertes. Die fünf aus Limburg, die hier im Kalkwerk quasi zu Hause sind, sind heute für den etwas härteren Part verantwortlich. Death Metal vom feinsten, mit gut gelaunter Band (Stichwort: Heimvorteil), grandiosem Publikum und einem Set, dass leider wieder mal viel zu schnell vorbei ist. Fast undurchdringlich sind die ersten Reihen, Haare wirbeln, die Hände werden in die Höhe gestreckt zur Pommesgabel, und ein paar Mal übernimmt ein Fan den Gesangspart von Marco…. Alter Schwede, da ist was los… Mit eigenen Songs und zwei Cover-Versionen heizen sie dem kleinen Kakadu mal so richtig ein. Da bleibt quasi kein Stein auf dem anderen. Das die erste Fan-Reihe nicht direkt auf die Bühne springt, ist alles… I LIKE….

Setlist:

Geneva Convention
Eaten by the Fish
My Friends are Corpses
Pogo the Clown
Troops of Doom
Toxic Waste
Famous Hypocrites
Murder Mack
Stripped, Raped and Strangled

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Der Headliner des heutigen Tages – Hessaja aus Limburg – haben natürlich (wie soll es auch anders sein) die neue Platte im Gepäck. Nach kurzer Umbau-Phase wird dem jetzt tanzwütigen Publikum der dritte, etwas ruhigere Musikstil aufgetischt. Doom und Sludge, wie ich finde gerade noch im tanzbaren Bereich. Zwar viel zu ruhig für meinen Geschmack, aber musikalisch einwandfrei, was auch das Publikum in den ersten Reihen findet, denn auch hier werden Haare geschwungen, wenn auch nicht so viele wie noch bei Eraserhead. Leider macht hier das Mikro nicht ganz was es soll, und hat ab und an mal unschöne Aussetzer. Jay am Bass bringt erstaunlicherweise mehr Bewegung auf die Bühne als noch gestern im B9…. Thomas am Mikro gibt alles, um die Songs auch bis in die letzten Gehörgang-Windungen zu katapultieren. Und auch Joe an der Gitarre hat sichtlich Spaß am Auftritt, und bearbeitet sein Instrument mit Hingabe. Von den Drums habe ich leider nicht so viel gesehen. Das für den Abend geplante Nebel-Experiment ist leider etwas aus dem Ruder gelaufen, und so sah man stellenweise nicht die Hand vor Augen. Geschweige denn die Musiker auf der Bühne. Und ich wäre fast den Bühnenaufgang hinuntergesegelt, aber das ist ne andere Geschichte *hihi* Erstaunlicherweise sind doch ein paar ganz brauchbare Bilder entstanden… Und ich schulde den Jungs noch ne Fotosession auf einem weniger vernebelten Konzert 😀

Setlist:

Path of Nowhere
Inside these Walls
Assistent
The Storm
Nista

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Bleibt zum Abschluss zu sagen, dass der Abend mächtig Spaß gemacht hat. Das nächste Mal bin ich gerne wieder dabei 😀
Vielen Dank an Motor Mammoth, Eraserhead und Hessaja, das Kalkwerk, das Kakadu-Team….  und den edlen Spender von Schlafplatz und Marmeladenbrot… 😀