Massacre „Back From Beyond-Tour 2014“ in der Scheune Dresden
09.05.2014

 

Back From Beyond Tour 2014

 

Das ich am zehnten nach Dresden fahre, dass wusste ich schon seit geraumer Zeit. Natürlich war ich ein bisschen traurig, dass ich damit das Konzert von Lay Down Rotten in Siegen verpasse, aber weil ich mich immer noch nicht zweiteilen kann, habe ich Dresden den Vorzug gewährt.

Nur ganz rein zufällig, als ich mich nämlich entschieden habe schon freitags den Weg in den Osten anzutreten, habe ich mitbekommen, dass genau dieses Konzert freitags in der Sachsen-Hauptstadt ebenfalls gespielt wird. Da musste ich nicht lange überlegen, und bekam so zweimal gute Mukke auf die Ohren.

Schon bei der ersten der fünf Bands an diesem Abend war die Scheune ganz gut besucht. Freunde und Bekannte sind gekommen, um den ersten Live-Auftritt von Saprobiontic anzuschauen. Und für einen ersten Live-Auftritt war das echt gut. Ein Hingucker natürlich: Nadine am Bass… Eine Frau im Grind-Death-Bereich ist ja eher selten – In Verbindung mit dem Sapro-Stil habe ich das noch nicht gesehen… Chris (GIT) wirbelt schon wie ein Profi auf der Bühne herum, während die anderen Bandmitglieder eher noch ein bisschen konzentrierter arbeiten. Aber das wird sich mit der Zeit legen, da bin ich mir sicher. Als ich versuchen wollte, den Drummer zu fotografieren, erlebte ich die erste Überraschung am heutigen Tag. Denn es gab keinen… Die Drums kommen aus dem Computer. Ist mir vom Sound her aber echt nicht aufgefallen… Ein ziemlich cooler Auftritt auf jeden Fall, bleibt da unbedingt dran…

Setlist

TBA

 

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Saprobiontic_09-05-2014_28

 

Weshalb Gitarrero Chris schon so professionell auf der Bühne gewirkt hat, wird jetzt mit der zweiten Band klar. Denn auch hier spielt er die Gitarre…. Profanation aus Görlitz spielen einen Mix aus Brutal Death Metal und Grindcore. Am meisten beeindruckt mich hier Jeff (VOC). Der scheint echt keine Sekunde still zu stehen, sondern ist mal hier – mal dort immer unterwegs auf der Bühne. Dabei scherzt er sogar noch mit dem Publikum, zieht Grimassen und legt eine recht überzeugende Show auf die Bretter. Unterstützt von den übrigen Mitgliedern der Band wird der Auftritt zu einer runden Sache. Der Sound geht ins Ohr, ist auch hier hervorragend gemischt und Feedbacks hab ich soweit auch keine gehört. Die Band ist hier ja quasi mit dem Heimvorteil gesegnet, und so ist es nicht verwunderlich dass aus dem Publikum ausschließlich gute Resonanz kommt. Auch mir hat’s super gut gefallen – das hat Deathfest-Charakter…

Setlist:

TBA

 

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Profanation_09-05-2014_13

 

Untimely Demise sind ein Teil der Headliner Tour, und schon einige Zeit zusammen mit Massacre und Lay Down Rotten unterwegs. Die vier aus Kanada haben eine Mischung aus Death und Thrash Metal im Gepäck – die sich gewaltig abhebt vom Stil der beiden Bands zuvor. Mit relativ klarem Gesang und melodischen Gitarren sammelt die Band direkt Pluspunkte beim Publikum. Vom ersten Moment an kommen die Jung echt sympatisch rüber und nehmen den ganzen Saal für sich ein. Da werden die Haare gekreist, zum Teil sogar mitgesungen und am Schluss wird die erste Zugabe des Abends gefordert. Wer auf Legion of the Damned steht, der darf sich die Kanadier auf keinen Fall entgehen lassen. Das hat echt Spaß gemacht. Wer die Chance hat, sollte sich die Jungs bei Gelegenheit noch Live anschauen, bevor sie wieder in die Heimat zurück fliegen…

Setlist

TBA

 

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Untimely Demise_09-05-2014_37

 

Hihi, Lay Down Rotten kommen aus meiner Heimat, und ich fahr bis nach Dresden zum Konzert… 😀 Hat sich aber jetzt schon definitiv gelohnt die Fahrt. Die Jungs sind gut drauf, und den Tourstress der letzten Tage merkt man ihnen nicht ein bisschen an. Direkt voll auf die Mütze, so würde ich das beschreiben. Die Stimmung im Publikum ist auch direkt auf Touren, die Zuschauer lassen sich von der Spielfreude der Band anstecken, applaudieren begeistert, gröhlen mit, lassen die Köpfe kreisen – Und ich habe aus Zuschauerreihen einige Kommentare gehört, dass man sich die Marburger in jedem Fall merken wird. Mit dieser Tour haben die Jungs jede Menge neue Fans gewonnen… Die Show war auf jeden Fall sogar einer Headliner-Show würdig. Die nächsten Chancen auf ein Live-Event der Fünf:

24.05. Apostasy Labelabend, Moormerland
26.07. Ragnarock Open Air, Wohratal
14.08. Summer Breeze Open Air, Dinkelsbühl
19.09. Storm Crusher Festival, Wiesau

 

Setlist

Cassandras Haunting
Hours of infinity
Deathspell Catharsis
The Fever
Hades Resurrected
Schädelberg
Altering the whore
Reconquering the pit

 

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LDR_09-05-2014_24

 

Nach diesem viel zu schnell vorüber gegangenen Co-Headliner startet nun der Umbau für die letzte Gruppe an diesem Abend. Massacre aus Florida lassen sich etwas mehr Zeit mit dem Soundcheck, und das Publikum wird schon ziemlich ungeduldig. Laute Massacre-Rufe ertönen, bis die vier endlich die Bühne betreten und die ersten Klänge aus den Boxen schallen. Ob das Haupt-Mikro während dem Soundcheck getestet wurde, da habe ich gar nicht so drauf geachtet. Fakt ist: Als Ed anfängt zu singen, kommt kein Ton raus. Eine ganze Zeit lang benötigt die Technik, um dieses Problem zu beheben… Und das Ed über diesen Vorfall nicht allzu erfreut ist, dass sieht man ihm auch an. Ebenso hat er wahrscheinlich direkt zu Beginn mit mehr Begeisterung im Publikum gerechnet. Das taut nämlich erst ab Song Nr. 3 so richtig auf. Dann aber richtig… ich sehe nur ganz wenige, die fast andächtig dem Konzert lauschen. Die meisten Zuschauer erkennt man im Halbdunkel nur an den wedelnden Haarmähnen. Und mit dem Publikum taut dann auch die Band auf. Gitarrist Rick, der sich zu Beginn unter einer große Kapuze versteckt, lässt jetzt öfter sein Gesicht erkennen, und auch Basser Terry fängt an, die Bühne für sich einzunehmen. Die Ansagen, die Ed zwischen den Songs macht, motivieren das Publikum noch mehr. „Are you alive…?“ möchte er wissen, und das Publikum bestätigt das mit viel Jubel und hochgereckten Fäusten. Nach der Anfangspanne mit dem Mikro gibt’s keinerlei technische Schwierigkeiten mehr. Als nach ca. einer Stunde Spielzeit die Band von der Bühne geht, werden die vier prompt mit lauten „We want More“-Rufen noch einmal für eine Zugabe zurück geholt. Mit 2 weiteren Songs aus dem Massacre-Repertoire geht das Konzert dann zu Ende. Florida Death Metal – Das war echt super… Der Besuch hat sich mal wieder voll gelohnt. Bei Gelegenheit – unbedingt anschauen…

Setlist

Dawn of Eternity
Biohazard
False Revelation
Succubus
As we Wait to Die
Defeat Remains
From Beyond
Corpse Grinder
Back from Beyond
Chamber of Ages

 

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Preview:

 

Massacre hauen nach fast 20 Jahren eine neue Studio-Scheibe raus. Zur Promotion spielt die Band im Mai zusammen mit Untimely Demise und Lay Down Rotten auch ein paar Deutschland-Konzerte.

 

In Dresden mit am Start sind:

Brutal Death Metal von Saprobiontic (Dresden, GER)

Brutal / Death / Grind von Profanation (Görlitz, GER)

Death Metal von Lay Down Rotten (Herborn, GER)

Thrash Metal / Death Metal von Untimely Demise (Saskatoon, CAN)

Death / Speed Metal von Massacre (Tampa / Orlando, Florida, USA)

 

 

Einlass 20:00 Uhr, Beginn der Shows um 20:30 Uhr
Tickets gibt’s für 15 Euro plus Gebühren im Vorverkauf oder an der Abendkasse für 18 Euro
Location: Scheune Dresden, Alaunstr. 36 – 40, 01099 Dresden