Nocturnal „Storming Evil“ Album Release Show
am 07.03.2014 im Kulturzentrum „Das Rind“ Rüsselsheim

 

Nocturnal Release Show

 

 

Fast spontan ist dieses Mal die Release Show der Mainzer Thrasher in meinen Terminkalender gehüpft. Procession hatte ich letztes Jahr auf dem Party.San schon gesehen und fand die (trotz Doom…!) ganz anhörbar. Beyond sind ja schon lange für das diesjährige Party.San bestätigt, und die Scheibe von Nocturnal ist natürlich für sich alleine schon die Fahrt nach Rüsselsheim wert.

Die halbe Metal-WG ist ebenfalls dabei, es verspricht also ein ziemlich cooler Abend zu werden.
Nach Rüsselsheim lässt sich super gut fahren. Einmal rauf auf die A3, Raunheim ab, zweimal rechts, einmal links und schon ist man da *hihi*. Glück haben wir auch noch, denn der letzte freie Parkplatz war unser. Viel zu früh vor Ort… Typisch…. Gut, da bleibt noch Zeit um die Vorräte zu vernichten, die der Verpflegungsbeauftragte der Metal-WG besorgt hat.

Der Einlass war für 19.00 Uhr angesetzt. Und es war auch gleich zu Beginn schon eine ziemlich große Menschentraube vor dem Eingang zu sehen. Ausverkauft war die Veranstaltung nicht, aber es sind im Vorfeld schon einige Tickets über die Ladentheke gegangen. Ich schätze, für den ersten Slot des Abends dürften so ca. 60 Leute vor der Bühne gestanden haben.

Khaos Aeon betreten mit ungefähr einer Viertel Stunde Verspätung die Bühne. Die drei aus Worms spielen, laut Facebook-Info, Black- und Death Metal. Wenn ich das allerdings nicht gewusst hätte, ich hätte das Trio eher in die Slugde-/Doom-Schublade gesteckt. Für meinen Geschmack viel zu langsam (aber ihr kennt das ja von mir schon….). Was auffällt, ist eine hervorragende Beleuchtung, und auch der Sound im Zentrum kann sich echt hören lassen. Direkt zu Beginn postieren sich hier ein paar Metalheads bangenderweise direkt am Bühnenrand (die dort übrigens den ganzen Abend verbringen…). Das übrige Publikum traut sich zwar nah an die Bühne heran, aber von Bewegung ist noch nicht so viel zu sehen. Eher ein interessiertes Zuschauen… Und das wird sogar belohnt. Heute gibt es die Live-Premiere eines neuen Songs, der auf dem kommenden Album erscheinen wird. „Fountain of Force“. Nach ca. 30 Minuten Spielzeit endet der Auftritt der drei, und direkt beginnen die Umbauarbeiten für die zweite Band des Abends.

 

Playlist:

Sutech
Blood
Night
Death
Koenigreich
Fountain of Force (Live-Premiere)
Khaon
Demonic Fire

 

no images were found

 

Die Viertel Stunde Verspätung zieht sich durch den ganzen Abend.Obwohl die Umbauten alle recht zügig vonstatten gehen. Gerade mal 20 Minuten, dann betreten die Jungs von Degial die Bühne. Death-Metal aus Uppsala, Schweden. Den weiten Weg aus dem Hohen Norden haben die vier auf sich genommen, um in der Umgebung ein paar Konzerte zu spielen. Unter anderem auch heute im Rind. Die vier erscheinen mit Corpse Paint auf der Bühne und legen direkt los. Das Tempo wird ein bisschen angezogen, und auch die Zahl der Gäste steigt stetig an. Die Songs sind alle etwas länger als üblich, daher bekommen wir in den 40 Minuten Spielzeit genau 7 derer zu hören. Die sind allerdings nicht zu verachten, und das Album der Schweden wird im Verlauf des Abends noch im Einkaufskörbchen landen. Die Bewegungsfreude des Publikums ist zwar immer noch nicht ganz erwacht, aber es sind jetzt schon ein paar Haare mehr am fliegen. Alles in allem ein starker Auftritt, und wer die Jungs verpasst hat, der kann sie als Vorgruppe von Watain am 29.03. im Steinbruch-Theater Nieder-Ramstadt nochmals sehen.

 

Playlist:

Swarming
Serpent’s Tide
To Darkness
Eye of Burial Tempest
Chaos Chant
Death’s Striking Wings
Temple in Whirling Darkness

 

no images were found

 

Den dritten Slot haben sich Beyond aus Mainz gesichert. Hier war ich ganz besonders gespannt, denn über das Internet ist über diese Band nicht so viel zu erfahren. Death Metal, so viel war mir bekannt. Und schon der Soundcheck lässt sich hören. Fragende Gesichter überall… „Hat das Konzert jetzt schon angefangen..??“.. Ach nein, war nur der Soundcheck, der mit fast einem kompletten Song gemacht wurde. Auch hier gibt’s vor dem eigentlichen Konzertbeginn noch Farbe ins Gesicht. Dann geht’s los, 40 Minuten Oldschool um die Ohren. Das ist schon eher mein Geschmack. Das Publikum teilt diese Meinung glaube ich, denn es fällt mir schon etwas schwerer, zum Bühnenrand durchzukommen um von ganz vorne Bilder zu machen. Die Bandmember sind ebenfalls voll in Fahrt und vor allem beim Anblick der Gitarristen tut mir vom Hinsehen schon das Handgelenk weh. Alter Schwede, das nenn ich mal ne schnelle Spielweise…. Außer der nicht ausgebauten Internet-Präsenz ist auch die Platte des Vierers über das Label Iron Bonehead nur als Vinyl oder Download zu bekommen. Wirklich Oldschool also. Aber mir gefällts. Starker Auftritt vor einem mittlerweile aufgewachten Publikum.

 

Playlist:

Expressions of Invincibility
Hidden Temple of Obscurity
Whirlwinds of Chaotic Canage
Fatal Power of Death
Merciless At Heart
Appearance From Beyond
Consuming Black Void

 

no images were found

 

Der kleine Header, Procession, hat Doom-Metal chilenischen Ursprungs mitgebracht. Ich hatte die Vier ja auf dem Party.San schon gesehen, und da haben die mir (trotz meiner leichten Abneigung gegen alles Langsame) ganz gut gefallen. Ist halt nicht das typische Doom-Gekreische, sondern wieder ein völlig anderer Stil. Südamerikanisch halt 🙂 Obwohl die Band zur Zeit in Schweden ihren Wohnsitz hat… Musik a la Candlemass gefällig? Dann seid Ihr hier genau richtig. Der Sound ist ein bisschen wackelig, vor allem das Mikro ist stellenweise ein wenig zu leise. Und die Drums sind wohl nicht so recht gesichert worden beim Aufbau. Oder ist es Uno’s Spielweise? Das Set rutscht stark auf dem Podest herum, und fast wäre die Bass-Drum umgekippt… Konnte aber gerade noch aufgefangen werden 😀 Auch hier gibt’s nur 40 Minuten Spielzeit, aber laute „Procession“-Chöre am Schluss bescheren uns noch einen Zuschlag. Dann ist auch dieses Konzert vorbei, und alles bereitet sich auf die Haupt-Akteure des heutigen Abends vor.

 

no images were found

 

Mit den nachfolgenden Nocturnal wird das Lineup des Abends vervollständigt. Die Mainzer haben vor einer Woche, genauer gesagt am 28.02., den neuen Longplayer „Storming Evil“ veröffentlicht und für heute eingeladen um dieses Release zu feiern. Gespannt warten die Gäste vor der Bühne auf den Beginn der Show. Was dann gegen halb zwölf aus den Boxen schallt kommt tatsächlich einem Sturm gleich. Mit wehenden Mähnen stürmen die 4, allen voran Frontfrau (!) Tyrannizer die Bühne im Rind, und haben das Publikum, das inzwischen auf ca. 150 angewachsen ist, vom ersten Song an fest im Griff. Nach ein paar Technik-Problemchen zu Beginn (vor allem das Mikro für die Backing Vocals war nicht zu hören) wird uns eine starke Show aufgetischt. Harte Gitarren gepaart mit dem kräftigen weiblichen Gesangsorgan, Das geht ins Ohr und unter die Haut. Die Fans, die sich in der ersten Reihe platziert haben, kommen aus dem Bangen nicht mehr raus. Hier geht es zwar etwas ruhiger zu, als bei den anderen Konzerten, die ich in letzter Zeit besucht habe, aber dann muss ich mich auch nicht um mein körperliches Befinden fürchten *hihi*. Unter die Räder komme ich heute auf jeden Fall nicht. Außer den eigenen Songs bringt die Combo auch noch 3 Cover mit, die als Zugabe gespielt werden (Manowar, Sodom und Violent Force). Nach etwas mehr als einer Stunde ist der Auftritt vorüber und die Band erntet den wohlverdienten Applaus. Hinzuzufügen ist lediglich, dass die Ansagen zwischen den Songs gerne auch mal in Klarstimme gehalten werden können. Aber ansonsten gibt’s hier nichts zu meckern.

 

Playlist:

Storms from the Graves
Satanic Oath
Disgracer
Hellhunt
Tyrants of Damnation
Preventive War
Taken by Fire
Merciless Murder
Crushing the Bones
Beast of Hades
Burn this Town
Ruthless Darkness
Rising Demons

Zugabe
Kill with Power (Manowar-Cover)
Outbreak of Evil (Sodom-Cover)
Dead City (Violent Force-Cover)

 

no images were found

 

Fazit:
Eine Fahrt nach Rüsselsheim definitiv wert gewesen war dieser Abend. 5 Bands mit einer Gesamt-Spielzeit von insgesamt ca. 5 Stunden, das war ein gelungener Ausklang für diese Woche. Sound bis auf ein, zwei Quietscher sehr gut, die Lichtshow klasse gemacht, Umbauzeiten sehr gering gehalten. Das Personal supernett und eine angenehme Atmosphäre. Jederzeit zu empfehlen sind Nocturnal (vor allem die Frontfrau ist echt der Kracher – sowas sieht man nicht alle Tage).

O-Ton Metal-WG: Purer Oldschool-Abend – Geil war’s….

 

—————————————————

Preview:

Und weiter gehts:

Schon am 07.03.2014 gibts in Rüsselsheim was umme Ohren. Im Kulturzentrum „Das Rind“ feiern die Thrasher von Nocturnal das Release ihres neuen Albums, welches am 28.02.2014 erscheint.

Im Anschluss an die Konzerte wird es eine Aftershow-Party im Rind geben. Anvisiertes Ende: 04:00 Uhr am Samstag Morgen.
Für Musikalische Untermalung 😉 wird DJ Avenger sorgen.

 

Für Gute Laune an diesem Tag sorgen:

Black Metal von Khaos Aeon (Worms, GER)

Death Metal von Degial (Uppsala, SWE)

Death Metal von Beyond (Mainz, GER)

Doom Metal von Procession (Santiago, CHI / SWE)

Thrash Metal von Nocturnal (Mainz, GER)

 

Running Order:

19:00 Uhr Einlass
19:30 Uhr – 20:00 Uhr Khaos Aeon
20:20 Uhr – 21:00 Uhr Degial
21:20 Uhr – 22:00 Uhr Beyond
22:20 Uhr – 23:00 Uhr Procession
23:20 Uhr – 00:20 Uhr Nocturnal

Im Anschluss After-Show-Party 😀

 

Beginn der Shows um 19:00 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 15,50 EUR (inkl. Gebühren), an der Abendkasse 16,00 EUR.

Erhältlich sind die Karten bei:
ADTicketDasRind.de – nahezu alle VVK-Stellen und im Kulturzentrum Das Rind vor Ort (ohne Gebühren)
Ticket-Hotline 0180-6050400

 

Hier noch die Info zur Verkehrsanbindung:

Das Rind befindet sich in der Rüsselsheimer Innenstadt direkt am Main gelegen.
Parkplätze gibts direkt vor der Tür. 5-10 Minuten Fussweg entfernt vom Bahnhof.
Rüsselsheim ist gut mit der Bahnstrecke Frankfurt-Mainz zu erreichen.