Sons of Tschernobyl unleashed – Pripjat Release Konzert im Underground Köln
12.04.20014

 

Pripjat Record Release Show

 

Zur Release-Party ihrer neuen Scheibe haben die Jungs von Pripjat geladen, und weil auch noch Bloodspot, Lotrify und Sapiency im Lineup aufgeführt waren, habe ich mich natürlich nicht zweimal bitten lassen und bin nach Köln gedüst. Direkt aus dem Kursraum in den Pit, das hat was…

Einlass um 18.30 Uhr, und ich hab mich erstmal verlaufen, denn im Nebensaal fand heute noch ein anderes Konzert statt, das ebenso gut frequentiert, aber ein völlig anderer Stil war. Death- und Thrash-Metal vs. Hardcore….

Pünktlichst um sieben Uhr eröffnen Bloodspot die Show. Beim Soundcheck ließ sich der gute Sound schon raushören, als die ersten Töne aus den Boxen kommen, bebt der Boden im kleinen Konzertsaal. So muss das sein. Thrash-Metal geht ganz einfach nicht leise, und heute kommt wieder mächtig Wumms aus den Boxen. Ein, zwei Feedbacks gibt’s, aber das ist nicht weiter tragisch, denn der Großteil der Show läuft frei von Technikschwierigkeiten. Die Jungs sind gut drauf, und legen eine heiße Show aufs Parkett. Hatten wir kurz vor Beginn noch befürchtet, dass kaum eine Menschenseele dieses Konzert besuchen wird, füllt sich der Raum nach Erklingen der ersten Töne schnell und es bildet sich eine kleine Wand bangender Metaller vor der Bühne. Auch die Gastgeber des heutigen Abends genießen die Show, und sind ganz vorne mit dabei. Sänger Pete, der im Eifer des Gefechtes fast von der Bühne fällt, steht nicht eine Sekunde still sondern springt wild auf und auch vor der Bühne herum. Auch Marius und Howdie lassen die Matten kreisen während Björn seine Drums bearbeitet als gäbe es kein Morgen. Jaro, der im letzten halben Jahr einiges an Bühnenpräsenz zugelegt hat, lässt es zwar ein wenig ruhiger angehen als seine Kollegen, aber auch hier kreisen die Haare. Ein klasse Auftakt für den heutigen Tag, da kann jetzt nix mehr schiefgehen.

Setlist

1. Far From Innocence
2. Breathless
3. The Legend Of Butch Miller
4. And They Brought Gold
5. Enter The Grey
6. By The Horns
7. Burst Black

 

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Bloodspot_12-04-2014_76

 

Der zweite Slot gehört den Frankfurter Jungs von Sapiency. Auch hier bebt der Boden schon während dem Soundcheck, und das soll sich auch während des Konzertes fortsetzen. Gleich zu sechst stürmen die Jungs aus der Hessen-Metropole die Bühne, die für solch eine Performance fast ein bisschen zu klein ist. Alter Schwede, das war richtig gut. Zwei Sänger hat die Band im Gepäck, die gleichermaßen für Screams und Shouts zuständig sind. Dazu zwei Gitarren, Bass und natürlich die Drums. Vom Stil her erinnern die Frankfurter ein bißchen an – hmmm – Amorphis vielleicht. Die waren mal richtig gut. Habe ich vorher noch nichts von gehört. Eine Power auf der Bühne. Alle sechs (nun gut, der Drummer kann ja nicht weg von seinem Platz) sind nicht einen Moment still gestanden, manches Mal gab es sogar einen kleinen Zusammenstoss auf der Bühne. Das Zusammenspiel der einzelnen Mitglieder ist super harmonisch und die Musik liegt ganz auf meiner Wellenlänge. Auch hier ein zwei Feedbacks, aber im Großen und Ganzen auch hier ein super Sound. Den Zuschauern gefällts auch, vor allem viele weibliche Fans haben hier die erste Reihe belagert um der Show zu folgen 🙂 Was bin ich froh, dass ich die im Mai gleich noch (zweimal) zu Gesicht bekomme… Im Jam-Club am 13. und gleich zwei Wochen später auf dem Out & Loud Festival in Geiselwind 🙂 Geheimtipp Nr. 1 für heute 🙂

Setlist

Prayer
Good Time
Hungry Again
Trapped
Tomorrow
Isolated
Unknown Enemy
Believe

 

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Sapiency_12-04-2014_11

 

Aus der Schweiz sind Lotrify angereist (und das waren bestimmt mehr als 500 km 😉 ) Beim Bass-Soundcheck bin ich schon fast von der Couch gefallen. Ja, es gibt ne Couch hier. Verschnaufpause zwischen den Konzerten… Hihi…. Ein paar Problemchen gab’s während dem Soundcheck, der Bass war am Anfang nicht zu hören, genauso wie der Gesang erst zu leise, dann zu laut und dann ganz weg war, das wurde aber während dem ersten Song geregelt und danach waren Ton und Technik genauso klasse wie bei den Bands zuvor. Hier wird’s ein kleines bisschen ruhiger, und es sind auch nicht ganz so viele Zuschauer da, wie bei den ersten beiden Bands, aber trotzdem liefern die Jungs eine gute Show ab. Zwei Gäste werden bei einem Song auf die Bühne gerufen mit den Worten „Wer kann hier wirklich laut schreien…?“ Leider hat sich auch dieses Mal wieder keine Frau gemeldet, aber die beiden Herren, die da jetzt mit auf der Bühne stehen, wirken als würden sie das nicht zum ersten Mal tun… Hihi, ist ganz einfach, ne…? Mit einem ein-metallisierten Song, Maria (i like it loud) muss das Set leider frühzeitig beendet werden, ein Song wäre im Repertoire noch vorhanden gewesen, aber der Soundcheck hat wohl ein bisschen zu lange gedauert….

Setlist

Collateral Damage
Resurrection
Killing The Inner Fire
Split The Pit
Avenging Your Betrayal
Sahara
Maria (Scooter Cover)

 

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Nach Lotrify macht sich die Zuschauermenge bereit für den Header des heutigen Abends. CD-Release, natürlich für jede Band immer was ganz besonderes. Und so sind echt eine ganze Menge Fans hierher gekommen, um ihren Idolen von Pripjat beim Feiern zu helfen… Kurzer Soundcheck, dann geht’s los. Schließlich ist um elf Schicht im Schacht. Schätze mal, dass ca. 200 Leute da gewesen sind bei diesem letzten Konzert, vielleicht sogar ein paar mehr. Auf jeden Fall war echt gut was los. Der erste Ton erklingt, und schon gibt es in den vorderen Reihen kein Halten mehr. Wie eine Dampfwalze plätten die 4 Kölner den ganzen Raum und legen ihn quasi in Schutt und Asche. Die Combo, die demnächst zur Promotion des Albums „Sons of Tschernobyl“ auf Tour geht, haut alles raus, was geht. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, Moshpit an der Tagesordnung und immer wieder stürzt sich ein Crowdsurfer mutig ins Publikum. Alle Anwesenden machen irgendwas, und sei es nur im Takt der Musik mit dem Kopf zu nicken. Wahnsinns-Show, für mehr fehlen mir grad die Worte. Ich bin echt platt…. Schaut Euch die Jungs unbedingt live an, denn das muss man echt gesehen haben. Mein Geheimtipp No. 2 für heute. Daumen hoch, für diese fette Party….

Setlist

1.nuclear chainsaw
2.liquidators (auf russisch)
3.acid Rain
4.born to hate
5.take the law
6.snitches get stiches
7.red desease
8.destruction manifesto
9.sons of tschernobyl
10.toxic
Zugabe: born to hate

 

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Pripjat_12-04-2014_15

 

Fazit:

Der Weg nach Köln hat sich wieder mal gelohnt. 4 Hammer-Bands die einen grandiosen Abend gestaltet haben. Und mindestens 3 davon sehe ich dieses Jahr nochmal, da freue ich mich ganz besonders drauf.

Vielen Dank an Bloodspot, Sapiency, Lotrify und natürlich Pripjat für einen gelungenen Abend 😀

 

 

 

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Preview:

Weiter gehts in der Reihe der Release-Shows… Eine der nächsten lässt nicht lange auf sich warten, denn Pripjat haben die Scheibe „Sons of Tschernobyl“ auf den Weltmarkt geworfen. Dass muss natürlich gefeiert werden, und wie könnte man das besser tun als mit Live-Musik im guten alten Underground…?

 

Gleich 3 feierwütige Mitstreiter haben sich die Kölner ins Boot geholt, und so gibt es am 12.04. einiges auf die Ohren:

Thrash / Death Metal von Bloodspot (Limburg / Diez, GER)

Melodic Metal von Lotrify (Baden, SUI)

Modern Melodic Death Metal von Sapiency (Frankfurt, GER)

Thrash / Speed Metal von Pripjat (Köln, GER / Kiew, UKR)

 

Der Vorverkauf startet in Kürze, die Karten werden für 8 Euronen zu haben sein (an der Abendkasse 10 EUR).
Einlass ist um 18:30 Uhr, Beginn der Shows um 19:00 Uhr.

 

Und wer zudem noch gut gekleidet dort auflaufen möchte, kann sich zusätzlich zum Ticket direkt noch das passende Shirt mit bestellen:

Bundle-Preise:

Ticket + Shirt  22 EUR
Ticket + CD  15 EUR
Ticket + Shirt + CD  26 EUR

Die Bestell-Links folgen in Kürze – Ich zähl auf Euch 😀