Grabkabinett Konzertreihe im  Jazzkeller Hofheim
21-12-2013

 

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An diesem Wochenende haben wir ein straffes Programm vor uns. 3 Abende – 3 Locations – 3 verschiedene Musikrichtungen.

Nach dem Metalcore von gestern geht es heute weiter mit etwas völlig anderem. Sante Claus wird das Fürchten gelehrt und zwar mit einer ordentlichen Portion Black Metal.

Corpse Paint mal 3 und zwar von Fallen Tyrant , Hyems und High Rise Fall

Auch heute wieder unbekannte Location, aber super gut zu finden und sogar ohne Navi kein Problem. Von der Autobahn runter, einmal durch Hofheim durch, scharf rechts und dann ist man schon da. Auch hier kann man direkt vor dem Gebäude parken. Einlass ist angesetzt für 20:30 Uhr, der Beginn des Konzertes ist mit 21:00 Uhr angegeben. Ich bin natürlich viel zu früh da, und warte erstmal im Auto. Da ist es wenigstens warm….

Der Jazzkeller ist, wie der Name schon sagt, im Keller eines Grafittibemalten Bahnhofsgebäudes. Die richtige, stilechte Location für Black Metal. Auch wenn die aufgehängten Christbaumkugeln nicht so ganz in das Bild passen möchten *hihi*. Zumindest der Tannenbaum wird vor der Veranstaltung aus dem Weg geräumt 🙂

Auch heute sind die Preise wieder sehr günstig. Cola 1.50 Euro plus 0,20 Euro Pfand. Und auch hier rauchfreie Zone…. Meine Haare danken es mir…. Und mein Kopf ebenfalls…. Leider ist es nicht ganz so warm hier (es sei denn, man sitzt auf der Heizung – im wörtlichen Sinne).

Mit einer Verspätung von 15 Minuten betreten Fallen Tyrant aus Darmstadt die Bühne. 3 Mann stark, nämlich Mithras Sol Invictus (VOC/GIT), Nihlathak (Bass/back Voc) und Sperrfeuer Heretic (Drums). Das Motto lautet South Hessian Black Metal Warmachine. Black Metal, nicht mehr und nicht weniger. Der Stil ist im hohen Norden, genauer Norwegen anzusiedeln. Der Sound ist gut gemischt, ggf. hätte das Mikro evtl. ein bisschen lauter sein können… Allzuviel ist hier noch nicht los, schätzungsweise 40 Gäste, und diese halten sich eher im Hintergrund auf. Und auch auf der Bühne ist noch nicht ganz so viel Bewegung angekommen. Dafür kann ich die Haare von Mithras nicht aus den Augen lassen – ein Träumchen, da werde ich ganz neidisch. Die 3 haben Songs von ihrer ersten CD mitgebracht, die seit kurzem käuflich zu erwerben ist. Alles in allem sind die 45 Minuten ein guter Start in den Abend. Da geht aber sicher noch was…

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… und zwar mit Hyems. Die Combo aus Marburg hat auch hier (wie vor 3 Wochen in Siegen) die im Juli erschienene EP „Im Jetzt die Asche“ im Gepäck, die natürlich stark promoted wird. Ist aber auch ne klasse Scheibe, da konnte ich mich mittlerweile persönlich von überzeugen. Die 5 Jungs ziehen für diesen Abend die meisten Zuschauer an. Und die trauen sich auch ein bisschen näher an die Bühne als noch bei Fallen Tyrant. Die Show ist wieder klasse, vor allem als das Kunstblut ins Spiel kommt. Leider gibt’s ob des blauen Lichtes keine allzu spektakulär blutigen Bilder, aber blau ist ja auch mal ganz schön… *hihi*. Die Bühne ist einen Tick kleiner als in Siegen, und so steht FB (Bass) ein wenig im Abseits und versteckt hinter seinen Kollegen. Daher wird öfters mal die Position gewechselt, damit alle mal vorne am Bühnenrand stehen und gesehen werden. Das macht nicht jede Band, kann ich aus Erfahrung sagen… Fronter AEJ erinnert optisch ein bißchen an Alan von Primordial, und bringt mit kraftvoller Stimme die Lyrics unters Volk. DW (GIT) und JK (Drums) wirbeln ihre Haare und auch die beiden anderen lassen stetig die Köpfe kreisen. Die 45 Minuten vergehen viel zu schnell, da hätte ich gern noch ein bißchen zugehört… Ein sehr gelungener Auftritt, für mich der beste des Abends.

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Die letzte Band des heutigen Abends sind High Rise Fall aus dem schönen Offenbach. Bereits im Soundcheck haben die Mikros ein paar Probleme bereitet, leider wurde dies auch noch während des Konzertes deutlich. Gundi (VOC) war stellenweise überhaupt nicht zu hören, und auch der Gastauftrtt von Torsten (Agrypnie / Nocte Obducta) war leider sehr schlecht zu verstehen. Der Stil ist einzuordnen in die Sparte Black & Death Metal, aber auch Einflüsse aus Postrock und Ambient sind enthalten. Das erste Album veröffentlichte die Combo in Eigenregie im Jahr 2010. Zur Zeit sind die 5 auf der Suche nach einem Label, um das derzeit in Arbeit befindliche zweite Album auf den Markt zu bringen. Das die Band Spaß am Auftritt hatte war deutlich zu sehen. Vor allem die beiden Gitarristen waren stets in Bewegung und ließen die Haare kreisen. Haare war auch das Thema von Gundi, denn er hatte öfters mal mit Haaren im Gesicht zu kämpfen… *hihi*
Mal von den Tonproblemen abgesehen ein ganz stabiler Auftritt. Allerdings hatten Hyems echt gut vorgelegt und das war eigentlich an diesem Abend nicht zu übertreffen.

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Fazit:

Geile Location, noch ganz gut zu erreichen. Preise sehr gut, Personal total nett und die Gäste wie eine große Familie. Hier habe ich mich sofort willkommen und wohl gefühlt. Das war ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch hier in Hofheim….

Die Konzerte kurzweilig, vielleicht stellenweise ein mieser Ton und ein bißchen wenig Action auf der Bühne, aber auf jeden Fall sehenswert.

Vielen Dank ah Fallen Tyrant, Hyems und High Rise Fall und den Jazzkeller Hofheim.

Ihr habt dem Weihnachtsmann mal mächtig eins auf die Mütze gegeben.