Livereview und Bilder – A Chance for Metal Festival im JUZ Andernach – 02.05.2014 – 03.05.2014

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A Chance for Metal Festival auf dem Gelände des JUZ Andernach
02.05.2014 – 03.05.2014

 

A Chance For Metal

Wer waren noch mal Manowar? Egal, beim „A Chance for Metal Festival“ (ACFMF) in Andernach hat sie niemand vermisst. Am ersten Maiwochenende gab es die zweite Auflage der Veranstaltung im JUZ Live Club, bei der Newcomer, lokale Bands und Underground-Größen im Fokus standen. Mit MotorjesusSteelpreacherTorment of Souls und HungÖver durften ebenfalls anerkannte Bands dabei sein. Und das alles für läppische 12 € im Vorverkauf.

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Bereits im Vorfeld ging die Hälfte der Tickets über die Ladentheke. Dank Facebook-Werbung, Anzeigen in der lokalen Presse und vor allem Mund-zu-Mund-Propaganda wurde der Bekanntheitsgrad des ACFMF gegenüber 2013 um ein Vielfaches erweitert. Das dürfte im nächsten Jahr noch zu steigern sein: Das Forum des Online-Radios Metal Only e.V. veranstaltete auf dem ACFMF ein Deutschland-Treffen, Mitarbeiter des Online-Magazins Undergrounded.de sind mit der Kamera vor Ort gewesen und auch Thomas Berger von Heavy Metal Made in Germany hat eine ganze Crew von Filmemachern engagiert, um jedes einzelne Konzert ins rechte Licht zu rücken.

Familiär und freundschaftlich war es. Viele kannten sich aus dem Vorjahr. Das Wiedersehen sorgte für erstes freudiges Grölen und Abklatschen auf dem Gelände. Das Angebot des Veranstalters, schon am Donnerstag das Zelt aufschlagen zu können, wurde von einer großen Anzahl feierfreudiger Metalheads angenommen. So wurde noch vor dem offiziellen Festivalbeginn in Erinnerungen geschwelgt, das erste Bierchen zusammen getrunken, gefachsimpelt oder einfach Blödsinn gemacht.

Auf der Bühne trumpfen vor allem die kleinen Newcomerbands auf. Besonders Incertain haben es mir angetan. Trotz ihres jungen Alters legen sie eine sensationelle Show auf die Bretter. Die Frontfrau hat eine Wahnsinns Röhre, die Performance ist arschtight und die Band ist absolut präsent. Der Funke springt sofort über, vor der Bühne tobt die Meute und sorgte für die erste „Wall of Death“ an diesem Samstagnachmittag.

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Die Lokalpatrioten Secutor und Steelpreacher nutzten das Heimspiel, spielten sich in einen Rausch: Mit Dragonsfire (der Band des Veranstalters Jan Müller) zockten die Jungs zusammen Grave Diggers „Heavy Metal Breakdown“. Bands und Fans sangen, schwitzten, moshten, bangten, tranken und lebten das Motto des ACFMF. Die Headliner Torment of Souls (Bitburg), Hungöver (Dortmund), Iron Fate (Goslar) und Motorjesus (Mönchengladbach) rundeten dieses großartige Festival ab. Die Bandauswahl war sehr ausgeglichen, wurden doch die Gruppen von den Fans persönlich per Stimmzettel gewählt.

Dank der vielen Helfer und ihrem unermüdlichen Arbeitseinsatz verlief das Festival ohne Pannen oder Verzögerungen. „Ca. 50 Helferinnen und Helfer waren letzten Endes 4 Tage (mit Auf- und Abbau) beschäftigt. Ohne diese fleißigen Hände wäre das alles nicht machbar! Die größte Hilfe dieses Jahr waren allerdings DIE FANS welche den Campingground sauber gemacht haben! An dieser Stelle noch mal das metallischste DANKE! Das war mehr als großes Kino, das war … das kann man doch nicht wirklich beschreiben!“ berichtet Jan Müller.

Die Meinungen der Fans sind durchweg positiv: niedrige Preise, tolle Organisation, breites musikalisches Angebot, Unterstützung kleiner Bands – es stimmte einfach alles.

„Kleines Manko am Freitag: Die Wartezeit beim Einlass war zu lang (die erste Band spielte schon, während die Bändchenausgabe noch lief) und es gibt kein Getränkeangebot in der Halle. Ansonsten: Hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und eine super entspannte und lustige Atmosphäre!“ (Iris W.)

„Für mich sind die meisten Bands unbekannt. Finde das aber gut, und sollte auf jeden Fall weiter unterstützt werden“ (Stefan W.)

Noch ist keine Band für 2015 bestätigt und schon gibt es bereits über 300 Zusagen in der Facebook-Veranstaltung für nächstes Jahr. „Das spricht für das Konzept und die Durchführung dieses Underground-Events“ (Jörg F.)

„Wir haben dieses Jahr nicht mit so viel Leuten gerechnet“ sagt Jan Müller zum Erfolg des ACFMF 2014. „Wir werden für nächstes Jahr einige Dinge anpassen, aber im Großen und Ganzen ist das Konzept des ACFMF soweit stimmig.“

Auch wenn es bis 2015 noch lange hin ist, werden schon jetzt erste Vorbereitungen für das nächste Fest getroffen, damit es auch im nächsten Jahr wieder heißt „Ohne Metal macht es keinen Spaß – und auch keinen Sinn“.

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Kurzes Interview mit ACFMF-Head Jan Müller

DAST: Was glaubst Du hat am meisten zum diesjährigen Festival-Erfolg beigetragen?

Jan Müller: Die Fans! Letzten Endes haben die es zu verantworten, dass das ACFMF 2014 so Hammer geil war! 🙂 Des Weiteren haben echt alle Bands, Präsentatoren und das JUZ Andernach eine super gute „Promoarbeit“ gemacht, ohne die es auch nicht geht. Aber „glauben“ ist nicht Wissen! Letzten Endes bin ich super glücklich ein legendäres Wochenende mit guten Freunden und der Musik die ich liebe verbracht zu haben! Das ist für mich das wichtigste! 🙂

 

DAST: Hast Du während der letzten Monate einen Moment gehabt, an dem Du alles hinwerfen wolltest?

Jan Müller: NEIN, NIEMALS!!!

 

DAST: Wie wichtig ist für Dich der Support des Underground / Newcomer-Bereiches?

Jan Müller: Zu der Frage könnte ich jetzt Seiten schreiben… und wer mich kennt, der weiß auch da meine ganzheitliche Haltung zu dem Thema. 🙂 Um es hier mal in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen: Newcomer sind die etablierten Bands von Morgen UND der sogenannte „Underground“ ist DAS HERZ DER METALSZENE!!! (Dort wird das gelebt was andere versuchen zu verkaufen!) Punkt, Ende, Aus!

 

DAST: Gibt es Dinge, die Du für nächstes Jahr ändern würdest?

Jan Müller: Wir haben dieses Jahr nicht mit so viel Leuten gerechnet! Da werden wir einige Sachen anpassen. Das kam für uns alles etwas überraschend und man hat auch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Hallo, 666 Metalheads auf nem „Underground- Festival“??? Unfassbar! 🙂 An und für sich ist das ACFMF aber vom Konzept her alles soweit stimmig. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, dann her damit! (Wir haben schon gesammelt und werden die dann veröffentlichen und in die AGBs einfließen lassen.)

 

DAST: Benötigst Du noch helfende Hände für 2015…?

Jan Müller: Thema „Hilfe“: Also auf diesem ACFMF waren mit man und Maus knapp 900 Leute involviert! Ca. 50 „Helferinnen und Helfer“ waren letzten Endes 4 Tage (mit Auf- und Abbau) beschäftigt. Ohne diesen fleißigen Hände wäre das alles nicht machbar! Von daher nehmen wir Hilfen gerne an! 🙂 Die größte Hilfe dieses Jahr waren allerdings DIE FANS welche den Campingground sauber gemacht haben! An dieser Stelle noch mal das metallischste DANKE! Das war mehr als großes Kino, das war … das kann man doch nicht wirklich beschreiben!

Wir werden das erlebte jetzt erstmal kurz sacken lassen… wir reden hier seit dem Sonntag (4.5.14) über nichts anderes als über das ACFMF. 🙂 So viel mal zum Thema „Nachhaltigkeit“. (hahahahaaaa) Und jetzt ist es echt lange hin bis es wieder heißt: „OHNE METAL MACHT ES KEINEN SPASS!“ 🙂

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Bands 2014

Freitag, 02.05.2014

 

Dried Blood aus Münstermaifeld eröffnen das diesjährige ACFMF. Mit Thrash Metal spielen sich die 3 Jungs gekonnt direkt in das Herz des bereits anwesenden Publikums und sorgten prompt für den ersten Mosh-Pit und die erste Wall of Death an diesem Tag. Auch wenn Sound- und Lichttechnik während diesem Konzert noch an den richtigen Einstellungen feilen muss, ist das ein echt guter Start ins Wochenende.

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Dried Blood @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Die Metal-WG steht ja voll auf die Jungs von Secutor. Schon beim ersten Konzert im letzten Jahr im Jam-Club waren wir geschlossen anwesend, und sind seitdem so etwas wie die Groupies von Bobby & Co.

Das was die Fünf allerdings auf dem ACFMF abliefern, ist allererste Sahne. So hauen die Koblenzer einen Song nach dem anderen aus den Boxen direkt in die Gehörgänge, und mischen die Fans mal so richtig auf.  Mit Songs der EP „Thrash ör Die“ die vor kurzem erschienen ist, sorgen die Jungs für kreisende Köpfe und eine gewaltige Fan-Mauer direkt vor der Bühne. Das mittags um drei die Fans schon so munter vor der Bühne feiern – das erlebt man nicht alle Tage. Auf jeden Fall der bisher stärkste Auftritt der Koblenzer, Hut ab.

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Secutor @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Die ganze Zeit schon frage ich mich, warum mir Celli von Crossplane so bekannt vorkommt. Als er dann zusammen mit Band die Bühne stürmt, fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren…. Die Performance des Esseners hatte mich beim Onkel Tom-Konzert im April schon mächtig beeindruckt. Jetzt steht er mit seinem weiteren Band-Projekt wieder auf der JUZ-Bühne und begeistert die Massen… Absolut tough und super aufeinander eingespielt sind die vier Ruhrpöttler. Aufgetischt wird Rock ’n‘ Roll vom feinsten und selbst mir Hardcore-Freak gefällt’s außerordentlich gut. Nach Secutor zwar ein völlig anderer Stil, aber die Fanwand bleibt und grölt die Songs der Jungs lautstark mit. Däumchen hoch für einen der besten Auftritte heute.

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Die erste der beiden anwesenden Bands aus dem Land von Pizza und Pasta steht jetzt auf der Bühne. AllTheNiko sind mir im Voraus schon empfohlen worden, und ich bin mächtig auf die Jungs aus Vercelli gespannt. Italien Heavy Metal – Klingt im ersten Moment ungewöhnlich, hört sich aber super an. Vor allem Sänger Dave bringt mit seiner Ausstrahlung die Massen zum brodeln. Richtig heiß auf der Bühne wird es jedoch, als das Schlagzeug von Dave im Wahrsten Sinne des Wortes unter Feuer gesetzt wird.  Den ein oder anderen neuen Fan haben die Italiener hier sicherlich gewonnen. Grazie per lo spettacolo 😀

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AllTheNiko @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Aus meiner alten Heimatstadt sind Torment of Souls angereist. Die Bitburger beeindrucken mich schon mit den aufgestellten Bannern. Die lassen nämlich vermuten, dass die Jungs genau meinen Geschmack treffen werden. Bestätigt wird das, als die Sechs auf der Bühne auflaufen. Death Metal, rotzfrech ins Mikro geröhrt von Jochen. Da reichen keine 2 Gitarren mehr, neee, da müssen 3 Klampfen ran. Trotz Licht- und Nebelgrütze, die die  Foto- und Filmaufnahmen zum Großteil unbrauchbar gemacht haben legen die Jungs eine headlinerwürdige Show auf die Bretter. Die Band wurde von vielen Fans über die im letzten Jahr aufgestellte Bandbox gewählt – und das zu Recht. Die Mukke gefällt mir – Da wird praktisch alles niedergewalzt, was jetzt vor der Bühne steht und mitfeiert. Und das ist nicht wenig, der Saal ist zum Bersten gefüllt. Headbanger, Crowd-Surfer, Moshpits – von allem ist etwas dabei. Und als Jochen zum Schluss einige Fans auf die Bühne bittet, um gemeinsam mit der Band die Haare kreisen zu lassen, wird’s auch auf der Bühne mächtig eng. Mindestens einen neuen Fan – nämlich mich – hat die Combo gewonnen… Hammer Auftritt – I Like…

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Torment of Souls @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Nach dem Brett aus der Eifel müssen Hungöver jetzt mächtig nachlegen, soviel ist sicher. Die Jungs aus Dortmund spielen sich zum Abschluss dieses ersten Tages mit einer Hammer-Show in die Herzen der anwesenden Fans. Auch wenn die Reihen in zwischen etwas lichter geworden sind, tut das der Stimmung keinen Abbruch. Für Gänsehaut sorgt vor allem die Stimme von Dome (Voc), mit der er Song um Song ins Mikro röhrt. Trotz der späten Stunde lassen die Crowdsurfer nicht lange auf sich warten, und sowohl auf als auch vor der Bühne fließt der Schweiß in Strömen. Die Combo zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten am ersten Festival-Tag. Die muss man einfach mal gesehen haben… Daumen hoch 😀

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Hungöver @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Samstag, 03.05.2014

Impactor mussten aufgrund versuchter Sabotage des Brötchengebers 😉 kurzfristig auf den ersten Slot am Festival-Samstag umsteigen. Aber besser ein Festival eröffnen, als gar nicht auftreten, und so können die Jungs ab 15:00 Uhr der anwesenden Meute zeigen, wo der Thrash-Hammer hängt. Die vier aus dem Hunsrück schicken die ersten Weckrufe von der Bühne bis weit über den Camp-Ground und locken so nach und nach die vom Freitag noch deutlich gezeichnete Fan-Meute vor die Bühne. 45 Minuten Old School, da bleibt kaum Zeit über den Kater vom Vortag nachzudenken. Bier rein – Nacken auf Dauerbangen schalten und weiter geht’s im Programm… Vielen Dank Jungs, das war spitzenmäßig….

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Impactor @ Heavy Metal Made in Germany – Thomas Berger

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Trotz leicht verschobenem Zeitplan bringen Promince direkt den nächsten Kracher auf die Bühne des JUZ. Die 5er Combo aus Bad Kreuznach serviert Melodischen Metal, gemischt aus scharfen Gitarrenriffs und wummernden Bässen, garniert mit der einprägsamen Stimme von Sänger Michael (übrigens der Winzer eines gar hervorragenden Metal-Weines 😉  ). Das geht direkt in die Gehörgänge und ist genau meine Wellenlänge. Die Fans sind mittlerweile vollends aus dem Mittagsschlaf erwacht, und kreisen fleißig die Matten. Auf jeden Fall landet die Combo auf meiner Beobachten-Liste, der Stil gefällt mir. Leider ist das Konzert viel zu schnell vorrüber, da hätte ich gerne noch ein paar Minütchen länger zugehört.

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Promince @ Heavy Metal made in Germany – Thomas Berger

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Zu Incertain kann man gar nicht viel schreiben. Die muss man live erlebt haben. Trotz des wirklich jungen Alters der fünf aus Andernach geht es amtlich ab hier vor der Bühne. Wo immer das Auge hinblickt, überall sind Shirts mit dem Logo der Band zu sehen. Mit Hülya steht hier die einzige Frau des diesjährigen ACFMF auf der Bühne. Mit einer Wahnsinns-Stimme growlt sie die Songs ins Mikro – da kann sich so mancher noch eine Scheibe von abschneiden. War diese Band vor dem Festival noch unbekannt – jetzt sind sie in aller Munde. Die Fans sind zu Beginn der Show schon ganz vorne mit dabei und schalten die Haare quasi auf Dauerkreisen. Als dann für den letzten Teil auch noch Sic Zone Fronter Patrick mit ins Boot geholt wird, rastet die Menge völlig aus. Da muss sich so manch einer vor herumwirbelnden Gliedmaßen in Sicherheit bringen.  Ich verfolge die 5 ja schon ein Weilchen und kann mit Sicherheit sagen, dass dies der bisher beste Auftritt war. Bleibt auf jeden Fall am Ball… Chapeau…

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Incertain @ Heavy Metal made in Germany – Thomas Berger

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Nach dem Abriss von Incertain haben Sacred Gate einen echt schweren Stand. Die Fans vor der Bühne sind nicht mehr so zahlreich vertreten, insgesamt ist der Stil ziemlich ruhig und wirkt fast ein wenig langweilig im Vergleich zu den Newcomern von vorhin. Dennoch können die Mönchengladbacher eine gute Show präsentieren. Vor allem Historik, Spartaner und das antike Griechenland werden hier thematisiert. Fronter Jim schreitet höchstpersönlich in den Kampf, bewaffnet mit Helm und Mikrofon. Die Fans der Gruppe feiern und singen mit, Schwingen die Haare und recken die Fäuste. Solider Auftritt, der zum Ende hin für mächtig Bewegung unter den Zuschauern gesorgt hat.

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Sacred Gate @ Heavy Metal made in Germany – Thomas Berger

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Mit Dark Horizon entert die zweite, aus Bella Italia angereiste Band die Bühne des JUZ. Auch hier geht es noch mal etwas ruhiger zu, Symphonic Metal steht auf der Fahne des Quintetts. Die Fans haben gut zu tun, werden von Fronter Roberto regelmäßig zum Mitklatschen aufgefordert, und können zur Musik ebenso die Haare wedeln. Hingucker ist hier Alessandro am Keyboard, der für einen Teil der Songs mit einem Tragbaren Tasteninstrument auf der Bühne umherwandert. Obwohl die Richtung nicht ganz so mein Geschmack ist, ist an der Show der 5 aus Piacenza nichts auszusetzen. Im Gegenteil, es finden sich Song für Song mehr Fans vor der Bühne ein.  Sehr Sympatische Band, die es versteht mit dem Publikum zu arbeiten.

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Dark Horizon @ Heavy Metal made in Germany – Thomas Berger

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Letztes Jahr auf dem Extremefest bin ich während des Scornage-Konzertes fast vom Hagel erschlagen worden. Das kann mir heute nicht passieren 😀 Die Aachener Thrash-Combo bringt nach den beiden eher ruhigeren Vorgägnerbands wieder Geknüppel auf die Bühne zurück. Ganz mein Stil, so muss das sein. Das pustet noch mal die Gehörgänge frei… Trotz der aggressiven Gitarrenriffs und der hämmernden Drums blicke ich ausschließlich in strahlende Gesichter. Die Band hat Bock zu spielen, ist sehr präsent und auch das Publikum macht super mit. Zum Beispiel bei „I am your fear“ wo wir wahrend dem Refrain 4 Finger in die Luft strecken sollen. 😀 Mein zweites Life-Konzert der Jungs, und ich hab nichts zu meckern. Super Auftritt, geile Mukke, alles bestens….

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Der Mu von Steelpreacher durfte gestern bei Secutor schon mal Bühnenluft schnuppern. Heute steht er mit Bass und Stimme bewaffnet wieder im Rampenlicht. Die Lokalmatadoren aus dem Großraum Koblenz bringen die Wände des JUZ mächtig  zum wackeln. In der inzwischen ausverkauften Halle ist kaum noch ein Platz zu ergattern. Wenn ich wetten müsste, welches Konzert an diesem Wochenende die meisten Besucher angezogen hat, mein Tipp fiele ganz klar auf die 3 Jungs. Kein Stein bleibt auf dem anderen, die Menge brüllt sich die Seele aus dem Leib und während diesem Gig stürzen sich unzählige Crowdsurder von der Bühne in die Menschenmenge hinein. Der Höhepunkt ist erreicht, als Die Jungs von Dragonsfire und Secutor mit auf die Bühne stürmen, Literweise Bier in den vorderen Reihen verteilen und zusammen „Heavy Metal Breakdown“ von Gravedigger zocken. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass Metal – egal welcher Art – supportet werden muss, dem ist glaub ich nicht mehr zu helfen. Neben den Newcomern von Incertain meine Favoriten an diesem Samstag. Das war spitzenklasse.

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Iron Fate aus Goslar, die vorletzte Band des Tages, sind mir nicht unbekannt. Schon auf dem SummersEnd Open Air im letzten Jahr konnte ich  mich von der Musik dieser Band überzeugen. Fronter Denis bringt eine Stimme mit, die unter die Haut geht. Klare Screams geben hier den Ton an. Immer wieder beziehen die Jungs das Publikum mit ein, sei es das zum Klatschen aufgefordert wird, oder zum Mitsingen. Ein Heavy Metal Brett, das sich gewaschen hat und den Platz als Co-Header haben die Jungs echt verdient. Die Fans, die anscheinend vom Steelpreacher-Konzert einfach an Ort und Stelle stehen geblieben sind, feiern eine wilde Party vor der Bühne, liegen sich bangenderweise in den Armen und verlangen am Ende des offiziellen Sets lautstark nach einer Zugabe. Lange bitten müssen sie aber nicht, denn die Jungs hauen noch einen Song raus – „Victim of Changes“, ein Cover von Judas Priest. Dann ist dieser Hammer-Auftritt leider viel zu schnell wieder vorbei.

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Mit Motorjesus aus Mönchengladbach tritt die letzte Band des ACFMF 2014 auf die Bühne. So ziemlich alles, was sich zu dieser Stunde noch auf den Beinen halten kann, steht jetzt vor der Bühne und feiert den Headliner des Festival-Samstages. Es gibt hier kein Geknüppel auf die Ohren, sondern guten alten Rock ’n’ Roll und trotzdem feiert jeder – ob groß, ob klein – den Auftritt der 5er Combo. Gespielt wird ein Mix aus eigenen und gecoverten Songs, und ich bin überrascht dass selbst ich doch einiges Mitsingen kann.  So viele Crowdsurfer wie in dieser Stunde waren den ganzen Tag nicht unterwegs. Obwohl die Fans (genau wie ich) nach den vergangenen zwei Tagen ziemlich ausgepowert sind ist die Stimmung bis zum Ende des letzten Songs am brodeln. Die letzten Kraftreserven werden mobilisiert bevor der letzte Ton verstummt und das Feiervolk in den wohlverdienten Feierabend geschickt wird… Das war eine würdige Abschluss-Show und die Band wird mir ganz sicher im Gedächtnis bleiben.

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Fazit:

Die Jungs von Dragonsfire als Veranstalter, allen voran ACFMF-Head Jan Müller, haben sich in diesem Jahr selbst übertroffen. Mit 666 verkauften Tickets war das Festival restlos ausverkauft. Für ein Underground-Event echt der Wahnsinn… Manches mal hatte ich das Gefühl, dass auch alle Besitzer eines Tickets gleichzeitig im Konzertsaal anwesend waren, so ging dort die Post ab.

Wir haben erlebt 2 Tage Mega-Konzerte, fette Mucke, Spaß, nette Leute…. Und das alles für 12 Euro, da gibt’s überhaupt nichts dran zu meckern. Auch das Parken der Autos direkt am Zelt, das von Thomas organisierte Frühstück, die Möglichkeit im naheliegenden Schwimmbad duschen zu können – das sind alles keine Selbstverständlichkeiten und stehen in der Liste der Plus-Punkte ganz oben mit dabei.

Mein Dank geht an alle Bands, die uns zwei Tage lang die Gehörgänge freigepustet haben, den Veranstaltern, allen in irgendeiner Weise an diesem Festival beteiligten Helferinnen und Helfern und natürlich an 666 feierfreudige Metalheads, ohne die dieses Festival nicht hätte stattfinden können…

 

In diesem Sinne freue ich mich schon jetzt auf nächstes Jahr. Merkt Euch das erste Mai-Wochenende (dieses Mal 01.05. und 02.05.) wenn es wieder heißt

Ohne Metal macht es keinen Spaß….. Und auch keinen Sinn…!!!

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