Livereview und Bilder – Bloody Friday Moshpit-Party im BigHouse Neuwied – 20.12.2013

0

Bloody Friday – Moshpit Abend im BigHouse Neuwied
20.12.2013

882623_549578648450657_911708301_o

Gleich zwischen zwei Veranstaltungen musste ich mich an diesem Abend entscheiden. Jahresabschlussfeier im HOT oder der Bloody Friday…. Meine Entscheidung ist dann auf den Bloody Friday gefallen, was ich nicht bereut habe.

Veranstaltet wird das ganze vom Jungendtreff BigHouse in Neuwied. Die Location ist gut zu finden, selbst ich habe mich nur einmal ganz kurz verfahren *hihi*.

Im Hof des Jungendzentrums kann man bequem und kostenlos parken. Der Eintritt war mit 5 Euro für 6 Bands angesetzt, was ich super günstig finde. Lediglich die Tatsache, dass nur maximal 100 Leute in das BigHouse eingelassen werden, trübt das ganze ein bisschen. Aber der Raum gibt nicht mehr Kapazität her, und die Sicherheit geht natürlich vor. Und rauchfreie Zone ist hier auch, superklasse.

Die Getränke-Preise sind sehr niedrig, 0,33 l Cola für 1 Euro plus 50 Cent Pfand, das ist fast unschlagbar.

Zum Ablauf: Generell sind die Umbauphasen eher kurz, der Soundcheck wird auf das Nötigste beschränkt. Die Technik ist modern kabellos und wird per iPad gesteuert. Leider lief dies nicht immer zufriedenstellend ab, manchmal sind Strippen eben doch besser.

Es ist zwar eine kleine Bühne vorhanden, diese ist aber für den Drummer reserviert. Die weiteren Band-Mitglieder haben vor der Bühne ihren Platz, dieser ist durch die Monitore abgegrenzt.

Der Beginn ist laut Facebook-Flyer für 20:00 Uhr angesetzt, aber da im Voraus schon angekündigt wurde, dass man am besten direkt zum Einlass da ist, wegen dem Limit von 100 Gästen, bin ich Gott sei Dank schon um 19:15 Uhr vor Ort gewesen. Der Startschuss wurde nämlich kurzerhand um eine halbe Stunde vorverlegt, und die erste Band um 19:30 Uhr schon auf die Bühne geholt.

In Certain aus Andernach läuten den heutigen Abend ein. Mit Thrash/Death Metal fängt es schonmal richtig gut an. Genau mein Geschmack, komme danach was wolle… Und – wieder ne Frau, superklasse. Fronterin Hülya hat ne Stimme, da kann sich mancher Mann mal ne dicke Scheibe von abschneiden. Auch die anderen 4 drehen richtig auf, und bereits im zweiten Song wäre ich fast zwischen die erste Wall of Death geraten. Drummer Luis, der gleichzeitig auch bei Celebrate Simon hinter den Kesseln sitzt, ist Gott sei Dank nach dem Ausfall von letzter Woche genesen und heute wieder am Start. Auch der neue Bassist, Jonathan, liefert einen Klasse Job ab. Das Konzert geht viel zu schnell vorbei, Nach 4 +1 Song sind die Kapazitäten erschöpft.
Aber bereits am 1. Februar ist die nächste Chance, die Band live zu sehen. The Return of Waves of Rock im Jam-Club Koblenz. Und auch auf dem „A Chance for Metal“-Festival am 2./3. Mai 2014 am JUZ Andernach kann man sich von dem Können dieser jungen Band persönlich überzeugen. Abschließend sei gesagt, dass In Certain wohl den besten Sound des ganzen Abends hatten 😀 Vielen Dank für den tollen Einstieg.

Hier geht’s zur GALERIE

Incertain_20-12-2013_13

 

Danach geht es weiter mit einer völlig anderen Musikrichtung. Der Rest des Abends ist Hardcore / Metalcore geprägt. Mir kommen sofort Nasty in den Sinn, die auch auf dem Summer Breeze 2013 vertreten waren. Mal schauen, ob es hier genauso zugeht wie in Dinkelsbühl…

Reset, Reflect eröffnen den Moshpit-Reigen. Hier ist der Takt noch ein bisschen langsamer als vorher bei In Certain. Der Bass hat Technik-Probleme, generell ist der Sound nicht der allerbeste. Das Mikro ist zu leise. Aber die Band bringt Bewegung auf bzw. vor die Bühne. Dass dem Gitarristen nicht zu warm wird, ist mir ein Rätsel. Denn er steht in dicker Daunenjacke und Strickmütze auf den Brettern. Zumindest der Mütze entledigt er sich aber nach dem ersten Song. Richtige Stimmung will im Publikum allerdings noch nicht aufkommen, obwohl immer wieder zum Mitmachen animiert wird. Zweimal übernimmt ein Zuschauer das Mikro, und ein winziger Pit wird auch angezettelt, aber das war es auch schon gewesen. Den Sendeplatz nach In Certain zu übernehmen dürfte generell schwierig gewesen sein, da bin ich mir sicher. Alles in allem aber ein guter Job, den die 5 aus Bad Hönningen heute hier abgeliefert haben. Und merkt Euch schon mal den 05.04.2014, dann sind die Jungs auf der LocalHeroes Vol. 2 im Kurt-Esser-Haus Koblenz zu sehen.

Hier geht’s zur GALERIE

Reset Reflect_20-12-2013_22

 

Mit World and Dreams kommt die nächste Hardcore-Band ins BigHouse. Die Jungs sind kurzfristig für die ausgefallenen Prison Mind eingesprungen und haben sich natürlich sehr gefreut, heute hier auftreten zu dürfen. Der Takt wird hier schon ein bisschen schneller und das überträgt sich auch auf das Publikum. Vor genau einem Jahr spielte die Band ihr erstes Live-Konzert, und am nächsten Tag (21.12.2013) wird über YouTube ein Jahresrückblick auf 2013 in Videoform veröffentlicht, welches Ihr Euch HIER ansehen könnt. Das feiert die Band gebührend und dreht hier in Neuwied so richtig auf. Lars (VOC) ist öfters im Publikum als auf der Bühne zu finden, und auch hier werden einige Gesangsparts von Fans aus der Zuschauerseite übernommen. Alles in allem ein stabiler Auftritt, wobei ich mir noch ein bisschen mehr Engagement aus dem Publikum gewünscht hätte.

Hier geht’s zur GALERIE

World and Dreams_20-12-2013_40

 

Aus Koblenz kommt die nächste Metalcore-Walze auf uns zugerollt. The Eternal Story machen keine großen Worte, sondern legen mit dem Set direkt los. Die Spielzeit wird voll ausgenutzt. Volle Power voraus, dass ist hier das Motto. Leider ist auch hier die Technik nicht sauber, es kommt zu Rückkopplungen während der ersten Songs. Klar, dass die Band hierüber sauer ist, was man im Anschluss an das Konzert auch gemerkt hat. Aber die Jungs geben alles, und holen das Beste aus der Situation heraus. Besonders Timothy (VOC) meint es echt gut, wirbelt im Publikum umher wie ein kleiner Sturm und erwischt mich an Hüfte und Elnbogen, so dass ich (mal wieder) blaue Flecke davon getragen habe. Aber so ist das nun mal – mittendrin statt nur dabei…. Definitiv sehenswert (und das aus meinem Munde…..). Und auch hier: 05.04.2014 im Kalender anstreichen und ins Kurt-Esser-Haus nach Koblenz kommen zur LocalHeroes Vol. 2.

Hier geht’s zur GALERIE

The Eternal Story_20-12-2013_06

 

Neberu, der kleine Header aus Recklinghausen. Hier ist das Publikum schon bewegungsfreudiger, fast pausenlos zettelt der ein oder andere Zuschauer einen Moshpit an. Ich würde mal sagen, die Jungs sind gekommen um uns richtig einzuheizen, und das hat definitiv geklappt. Lediglich die Technik spielt hier wieder nicht ganz mit, das Mikro hallt und die Gitarren sind ein wenig zu leise, was sich aber während des Konzertes bessert. Growls wechseln sich hier mit Klargesang ab, Philipp Bernhardt (VOC) wird von den Gitarristen Philipp Bayer und Andre Senft aus dem Background unterstützt. Das war echt ein klasse Auftritt und hier macht sogar mir der Metalcore Spaß, obwohl das ja normalerweise eher nicht so meine Richtung ist. Merkt Euch den Heiligen Abend, denn an diesem Tag wird die erste EP der Band , „Impulsions“ veröffentlicht.

Hier geht’s zur GALERIE

Neberu_20-12-2013_19

 

Eigentlich sollte die Veranstaltung um zwölf zu Ende sein, aber trotz der halben Stunde, die der Abend früher begonnen hat ist man mächtig im Zeitverzug. Der Umbau beginnt erst um halb zwölf, so dass eigentlich für die nächste Band eine Spielzeit von gerade mal 15 Minuten übrig gewesen wäre. Dann macht auch noch die Bass Drum Probleme, so dass sich der Beginn des letzten Konzertes noch weiter nach hinten schiebt.

Days of Despite sind heute für einen letzten Live-Auftritt hier nach Neuwied gekommen. Die Band wird sich aus persönlichen Gründen auflösen, und heute Abend bekommen wir das letzte Konzert auf die Ohren. Und die Jungs sind gekommen, um das BigHouse abzureissen. So hat es zumindest den Anschein. Als das Set endlich beginnen kann (das heißt – nachdem noch ein Gitarrenkabel gewechselt werden musste) bleibt nämlich kein Stein mehr auf dem anderen stehen. Trotz einer Verletzung am Fuß springt Dominik (VOC) munter durch das Publikum, und auch die anderen Band-Mitglieder stehen dem in nichts nach. Das Big House ist quasi ein einziger Pit, und zwar von ersten bis zum letzten Song. Man hat gemerkt, dass die 5 aus Koblenz zum Abschluss nochmal richtig aufgedreht haben, und das überträgt sich natürlich auch auf das Publikum. Dominik muss einfach nur das Mikro in die Menge halten, und schon stehen 3-4 Leute parat, um den Gesang zu übernehmen. Vor allem Lars von World & Dreams war hier sehr engagiert. Mit lauten Zugabe-Rufen wird die Band nach dem letzten offiziellen Song auf der Bühne gehalten und darf (nach Rücksprache mit dem Veranstalter) diese sogar noch geben. Ein toller Auftritt, leider der letzte, geht um 0:30 Uhr zu Ende. Ich wünsche den Jungs an dieser Stelle einfach mal alles Gute auf dem weiteren Weg. Vielleicht hört und sieht man den ein oder anderen ja später noch….

Hier geht’s zur GALERIE

Days of Desipte_20-12-2013_22

 

Fazit:

Günstiger geht es kaum, es sei denn der Eintritt ist umsonst… Nicht mal ein Euro pro Konzert, die Getränke super günstig, die Stimmung zum Ende hin bombig. Klasse Location, nicht überfüllt und trotzdem gut was los…. Sehr zu empfehlen und kommt auf jeden Fall in meine Liste der gern besuchten Veranstaltungs-Orte….

Metalcore mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber auch hier gibt es wirklich hervorragende Künstler zu bewundern, wie ich heute erfahren durfte. In Certain und Days of Despite sind meine Favoriten am heutigen Tag, aber auch die anderen Bands haben alle einen großartigen Job abgeliefert.

Vielen Dank an In Certain, Reset Reflect, World & Dreams, The Eternal Story, Neberu und Days of Despite für die Beschallung, BigHouse Neuwied für die Ausrichtung, Luca für die Technik und Florian für das grandiose Foto-Licht 😀

Und zum Schluss eine Bitte in eigener Sache: Wenn Euch meine Arbeit gefällt, dann liked meine Facebook-Seite inkl. dem ganzen Social-Media-Schnickedöns 😀

About Author

Comments are closed.