Livereview und Bilder – The Last X-Mas on Earth IV im Sekto(R)evolution Dresden – 14.12.2013

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The Last X-Mas on Earth im Sekto(R)Evolution Dresden
14.12.2013

The Last X-Mas on Earth Flyer

 

Jo, viel rum kommen wir die Tage, würde ich mal behaupten. Gestern noch in Koblenz, heute schon in Dresden…. Aber für gute Mucke tut man das schonmal, ne?

Außerdem habe ich eine neue Location kennengelernt, den Sektor in Dresden. Bilder hatte ich mir im Vorfeld schon im Netz angeschaut, und was ich da gesehen habe, sah schon vielversprechend aus. Eigentlich eine Location für Elektro-Parties (erinnert ein bißchen an BLADE), finden hier auch regelmäßig Metal-Konzerte statt. Ein altes Fabrik-Gebäude wurde hier zu einem Feierschuppen umgebaut, alte Maschinen geben dem Ganzen einen besonderen Flair. Echt cool gemacht, so was habe ich noch nicht oft gesehen.

Wie auch im Vortex gibt es hier Glaspfand, und auch hier darf im Theken-Bereich nicht geraucht werden, was ich natürlich sehr begrüße… Lediglich im Konzertsaal selber wurde die ein oder andere Zigarette angezündet, was den Gestank in den Klamotten (und Haaaaaren) wesentlich reduziert hat…. Haha…

Das Licht war super zum Fotografieren geeignet. Kein Wunder, handelt es sich doch vorrangig um einen Techno-Tempel mit Lichtshows. Die Bühne wird von den Lautsprechern eingerahmt und der Sound ist eigentlich ganz ok, bis auf den ein oder anderen kleineren Zwischenfall an diesem Abend.

Da es ja „Last X-Mas on Earth“ heißt, beehrt uns natürlich zunächst der Weihnachtsmann. Und der hat einen ganzen Sack – ähm – eine ganze Rewe-Tüte voll kleiner hochprozentiger Geschenke dabei. Die Mission ist, dem Feiervolk den guten alten Metal wieder näher zu bringen, und so werden vor jedem Konzert drei Songs angespielt, und wer als erster Interpret und Titel in den Raum brüllt, darf Santa Clause in den Sack greifen 😀

Den Anfang im musikalischen Sinne machen die 3 Jungs von Panzerkreuzer. Doom/Sludge/Death Metal. Wer mich kennt weiß, dass ich vor allem nach dem Mourning Beloveth Konzert eher eine Abneigung gegen Doom entwickelt habe. Aber auch hier muss man wieder sagen, Doom ist nicht gleich Doom. Ganz ordentlich geht es hier schon zur Sache, die Gitarren sind definitiv eine Spur härter und auch der Gesang geht besser in mein Ohr. Zwar trotzdem noch einen Tick zu langsam für meinen Geschmack, aber ganz gut anzuhören. Mit ungefähr 120 Zuschauern hält sich das Gedränge vor der Bühne noch in Grenzen, aber die ersten Reihen lassen schon ordentlich die Haare kreisen. Während der ca. 45 Minuten Spielzeit präsentieren die drei Dresdener gleichzeitig einen neuen Song, der beim Publikum sehr gut ankommt. Auch das zum Schluss gespielte Obituary-Cover „Insane“ sorgt für Stimmung im Laden. Eine erste Platte ist zur Zeit in Arbeit, und wird voraussichtlich nächstes Jahr käuflich zu erwerben sein. Außerdem sind die 3 zusammen mit dem Headliner des heutigen Tages (Furnaze) noch auf Mini-Tour, so dass ihr Sie an folgenden Tagen noch live sehen könnt:

20.12.2013 im Attic Rock Club in Litvinov (CZ)
21.12.2013 im Post Apocalypse Now! Landgasthof in Beiersdorf

außerdem gibt es folgende zukünftige Veranstaltungen:
24.01.2014 Metal over Muggefug in Cottbux
15.03.2014 Hellfest Meißen (auch hier ist Furnaze wieder dabei)

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Panzerkreuzer_14-12-2013_10

 

Den zweiten Sendeplatz haben sich Bloodspot aus Limburg gesichert. Hatten die Jung auf ihrer Release-Party zu „By the Horns“ im November noch den Heimvorteil in der Tasche, war ich nun gespannt, wie das Konzert außerhalb der heimischen Gefilde angenommen werden würde. Da das Konzert im Rahmen einer Tour-Reihe stattfindet, waren die Jungs direkt von Berlin angereist, und haben sich mächtig auf den Auftritt gefreut. Und hey, dieses Mal blieb sogar Zeit für eine kurze Plauderei 😀 Nachdem Santa zum zweiten Mal Hochprozentiges verschenkt hat, startete der nächste Angriff auf unsere Trommelfelle. Zur Promotion der neuen CD (die jetzt übrigens auch käuflich zu erwerben ist) wurden hauptsächlich Songs des neuen Albums gespielt. Ziemlich schnell hatten die Limburger das Publikum im Griff, mit Songs wie „By the Horns“ oder „The Legend of Butch Miller“ laden die 5 zum Tanzen ein und das wird von den Zuschauern auch angenommen. Die Luft wird durchschnitten von fliegenden Haarschöpfen, und auch der ein oder andere Schweißtropfen wirbelt jetzt umher. Das die Jung auf der Bühne nicht stillstehen würden, war von Anfang an klar. Besonders Pete, der auch heute wieder barfüßig unterwegs ist, wirbelt umher wie ein kleiner Orkan und macht auch vor dem Sprung ins Publikum nicht Halt. Das große Gedränge, das ich von Limburg noch gewohnt war, blieb hier allerdings aus und so konnte ich mich (dieses Mal ohne blaue Flecke) frei vor der Bühne hin- und herbewegen. Die Jungs haben die Show voll Power durchgezogen und wieder gezeigt, dass das Album die guten Kritiken echt verdient hat. Und als dass Publikum die Band nach dem letzten Lied gar nicht von der Bühne lassen möchte, wird kurzerhand noch eine kleine Zugabe gespielt. Leider ließ hier der Sound, vor allem der des Mikros, zu wünschen übrig, denn zeitweise war Sänger Pete sehr leise bzw. überhaupt nicht zu hören. Alles in allem aber wieder ein super Auftritt der Lust auf mehr macht.

Dieses Jahr sind nur noch wenige Konzerte vorgesehen, die Gelegenheit sollte also fleißig genutzt werden:

21.12.2013 Astra Stube in Hamburg
28.12.2013 Backstage in München
29.12.2013 MIEV in Geislingen
30.12.2013 Jahresabschluss in Frankfurt (Nachtleben)

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Bloodspot_14-12-2013_66

 

Der Auftritt von The Last Hangmen startet, nach einer weiteren Runde Hochprozentigem, mit einer Welt-Premiere. In Zusammenarbeit mit René Schübel haben die Dresdener in den letzten Monaten das erste offizielle Hangmen-Video produziert. Der Clip zu „The Abolition of Acquittal“ wurde vor Beginn des Konzertes exclusiv für die Anwesenden auf Großleinwand übertragen. Saubere Arbeit, finde ich (und keine Panik, den Gitarren wurde kein Haar gekrümmt *fg*). Schaut mal rein:

The Last Hangmen – The Abolition of Acquittal (Official Video)

Nach dem Video holt die Band direkt und ohne große Ansage aus zum dritten musikalischen Donnerwetter an diesem Abend aus. Direkt vom ersten Moment an ist klar, das das hier kein normaler Auftritt wird – neee, das wird der Abriss vor Weihnachten. Damit wir uns alle auf die Feiertage einstimmen können… Heute haben die 5 aus der Landeshauptstadt die größte Fanbase am Start, und ungemütlich wird es hier schon während der ersten 5 Minuten. Da geben sich sowohl bangende Metal-Freunde als auch „normale“ Zuschauer ein Stelldichein und der erste Pit lässt auch nicht lange auf sich warten. Heute tritt nicht nur Jason am Bass seinen Weg ins Publikum an, sondern auch die beiden Gitarristen Stefan und Simon sind ganz vorne mit dabei. Immer wieder suchen die Fans vor der Bühne den Kontakt zur Band, und prosten den Jungs auf der Bühne zu. Energiegeladen und kurzweilig kommt das Set daher, und auch hier ist der Auftritt wieder viel zu schnell vorüber. Das sehen die Zuschauer genauso, und fordern auch hier eine Zugabe, die prompt geliefert wird (der Zeitplan ist jetzt glaub ich eh schon im Arsch… hihi….).
Leider gibt es auch hier Mikro-Problemchen, so dass auch hier der Gesang zeitweise nicht zu hören ist. Ansonsten dürfen die Jungs solche Bretter gerne öfters auf die Bühne und in unseren Gehörgang legen. Däumchen hoch und weiter so….
I Like….

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The Last Hangmen_14-12-2013_09

 

Den Header, Furnaze, die Thrash-Walze aus Großbritannien, habe ich dann leider nicht mehr gesehen, da ich noch eine ganz schöne Strecke zu fahren hatte. Und ganz ehrlich: Ich bereue es. Wäre ich mal lieber da geblieben… Schlafen hätte ich auch im Auto können. Es muss echt ein Hammer-Konzert gewesen sein, die Bilder auf Facebook sprechen für sich. Nächstes mal dann…

Unfortunately, I haven’t seen the Headliner, Furnaze, the Thrash-Roll from the UK. I had to drive a long distance in this night. And if I’m honestly: I regret it so much. Next time, I stay there. I can sleep in my car if it’s necessary. It was a great show, you know it if you see the pics on facebook. Guys, I see you on your next show in my neighborhood.

 

Fazit:

Wenn man mal alles zusammenrechnet, Sprit, Zeit, Verschleiß am Auto hat mich das Konzert ein Schweinegeld gekostet. Aber jeder Cent hat sich definitiv gelohnt. Ab und an muss man solche verrückten Dinge tun, das steht mal fest. Und wenn man dabei noch ner Kollegin helfen kann, umso besser…

Gut, die Sound-Problemchen, vor allem mit dem Mikro, haben einen kleinen Wermutstropfen hinterlassen, aber die Sänger Pete und Pether ( 😀 ) haben ihr Bestes gegeben um das wieder auszugleichen.

Ein riesen Dankeschön an Panzerkreuzer, Bloodspot, The Last Hangmen, Furnaze, den Sektor und natürlich auch an den Weihnachtsmann. Gelungener Abend, und auf jeden Fall nicht mein letzter Besuch in der Sachsen-Hauptstadt…

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