Livereview und Bilder – Out & Loud Festival 2014 – 29.05.2014 – 31.05.2014

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Out & Loud Festival (ehem. Beastival) in Geiselwind
29.05.2014 – 31.05.2014

Out and Loud

Letztes Jahr hieß es noch Beastival. Dieses Jahr wurde das Festival unter neuem Namen aber an gewohnter Stelle, nämlich in/um das Eventzentrum Strohofer in Geiselwind veranstaltet. Die Umbenennung war aufgrund der Verwechslungsgefahr mit einem UK-Elektronik-Festival nötig. Ansonsten hat sich aber nichts geändert…

Tag 1, Donnerstag 29.05.2014

Der Wettergott hat es dieses Mal nicht so gut mit uns gemeint. War das Wetter letzte Woche noch geeignet zum draußen sitzen, regnet es schon den ganzen Morgen. Zwar nicht ganz so heftig, aber dauerhaft.

Geiselwind ist von mir zu Hause gar nicht so weit entfernt, so dass ich früher als geplant dort angekommen bin. Vielen Dank schon jetzt an die Penson Hannelore und Toni Müller, dass ich trotzdem meine Sachen schon auf’s Zimmer bringen durfte. Während meinem Tagesprogramm hätte ich das wahrscheinlich nicht geschafft.

Apropos Tagesprogramm. Das wird sportlich. Alleine für heute habe ich mir 12 Bands in der Running-Order angestrichen, die ich gerne (zumindest teilweise) sehen möchte. Allen voran natürlich die Bands der Newcomer-Bühne.

Weil ich es von der Pension bis zum Festival-Gelände nicht so weit habe, mache ich mich gegen halb zwölf zu Fuß auf den Weg, und bekomme dabei erstmal eine ganz schöne Portion Regen ab. Gut, dass ich die Jeans im letzten Moment gegen die Lederhose getauscht habe 😀 Die zusätzliche Fleece-Jacke macht sich schon jetzt bezahlt – es sieht leider nicht nach einer Besserung aus…

Am Gelände angekommen muss ich mich erstmal durchfragen, bis ich den Container für die Presse-Akkreditierungen finde. Der ist, nicht wie beim Metalfest, direkt neben dem „normalen“ Eingang aufgebaut, sondern ganz versteckt ein wenig außerhalb. 3 von 4 Securitys konnten mir nicht mal genau sagen, wo… Das muss besser werden. Leider gibt’s heuer auch keine „Fotopässe“, sondern Papierbändchen (für mich direkt 3 auf einmal). Schade, dabei sammele ich die Pässe doch 🙁

Mit der Menge der Besucher laufe ich dann mit Richtung Eingang. Die Kontrollen gehen ziemlich zügig, dass muss man sagen. Kaum Wartezeit. Das Gelände mit den Bühnen ist zu dieser Zeit allerdings noch nicht geöffnet, der Soundcheck ist noch mittendrin. Also heißt es dann dort erstmal warten. Da es immer noch regnet, beschließe ich erstmal etwas warmes zu trinken.

Um 12:40 Uhr öffnen sich dann die Schleusen, die uns auf den heiligen Festival-Boden bringen. Da bleibt bis zum Eröffnungskonzert um 13:05 Uhr nicht mehr viel Zeit. Gerade noch soviel, um mich mit dem Gelände und den Wegen zwischen den Bühnen vertraut zu machen – Dann geht es auch schon los. Das Out & Loud 2014 beginnt.

Als erste Band auf einem Festival zu spielen, ist eigentlich immer schwer. Zumal wenn es dann noch regnet. Davon haben sich die Jungs von Arsirius aber nicht entmutigen lassen, und legen einen amtlichen Auftritt hin. Death Metal, der Sound geht direkt ins Ohr und gefällt mir persönlich sehr gut. Sänger Christoph begrüßt das Publikum und bedankt sich bei allen die trotz Regen vor der Bühne stehen (und das sind zum Ende hin nicht gerade wenig…) und die Haare kreisen lassen. Das war ein gelungener Start in den Tag. Und die Band werde ich mir zu Hause nochmal genauer anschauen.

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Arsirius_29-05-2014_07

Stormwarrior habe ich dieses Jahr schon einmal gesehen. Zusammen mit Majesty und Wisdom in Siegen. Jetzt dürfen sie (auf größerer Bühne) den Festivalbesuchern mächtig einheizen. Und ich muss sagen – die Show gefiel mir noch besser als im Vortex. Zwar steh ich nicht so sehr auf Power-Metal, aber der Auftritt hat mir in Siegen schon so gut gefallen, und daher mache ich  für die Jungs aus Hamburg gerne eine Ausnahme. Vor allem Gitarrist Alex macht wieder viele Späßchen mit dem Publikum und strahlt über das ganze Gesicht. Sänger Lars bringt die Songs mit klarer, kräftiger Stimme in unsere Ohren, und auch Bassist Yenz tritt heute mehr in den Vordergrund. Einige Feedbacks, aber nichts weiter tragisches. Da es leider immer noch regnet, schaue ich mir die Show allerdings nicht komplett bis zum Ende an, sondern trockne erstmal meine Kamera.

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Stormwarrior_29-05-2014_16

Der erste Slot auf der Newcomer-Stage gehört den Limburgern von Bloodspot. Wochen – wenn nicht sogar Monate haben die Jungs auf diesen Auftritt hin gearbeitet. Es sind Fans der Band EXTRA aus WIEN angereist, nur um diesen Auftritt zu sehen. Wahnsinn. Die Jungs haben einen eigenen Fanclub dabei, die gehen vor der Bühne ab wie Schmidts Katze. Aber auch auf der Bühne selber ist mächtig was los. Da geht auch schonmal das ein oder andere Kleidungsstück in die Knie. Vor allem Pete ist heute echt nicht zu bremsen, dass er nicht von der Bühne aus ins Publikum spring, ist alles. Ein super Auftritt, die Jungs haben gezeigt, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Bands der Newcomer-Stage im Auge zu behalten. Die Limburger gehören zum Pflichtprogramm, also nehmt mal ein Konzert mit wenn sich Euch die Gelegenheit bietet.

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Von Solstafir habe ich viel Gutes gehört. Gerade heute Morgen ist mir diese Band nochmal empfohlen worden. Darum war ich sehr gespannt, was mich nun live erwarten würde. Es wird ein wenig ruhiger, so viel ist mir klar – aber dass es sooo ruhig wird, damit habe ich nicht gerechnet. Psychodelic / Post Metal…. viel zu langsam für die Frau Meyer. Und dass es immer noch regnet, macht die Sache leider nicht besser. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, und die Fans der Gruppe trotzen dem Regen und feiern Ihre Idole auf der Bühne. Technisch ist die Show ganz gut, hier und da ein Wackler im Sound, aber ansonsten alles gut zu hören. Auch wenn sich auf der Bühne nicht allzu viel bewegt. Viele Fotos gibt’s daher nicht – die sehen alle irgendwie gleich aus.

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Solstafir_29-05-2014_04

Schlag auf Schlag geht’s weiter mit Soulbound auf der Newcomer-Stage. Dafür lasse ich den Auftritt von Blood Ceremony ausfallen (wie übrigens eben auch die Show von The Very End…. Ich habe mich entschieden, die Newcomer zu supporten, und daher muss ich heute Prioritäten setzen. Und die heißt ganz klar: Kleine Bühne… Zumal ich – wie es scheint – so ziemlich die einzige bin die dort Fotos macht (von den Band-Fotografen mal abgesehen). Soulbound sind mir nicht unbekannt, Die habe ich im Dezember in Frankfurt schonmal gesehen. Alternative aus Bielefeld, stark vorgetragen von den 5 Jungs. Sänger Johnny immer vorne dabei, und auch Felix und Patrick (GIT) sowie Jonas am Bass stehen mehr als einmal auf den Boxen am vorderen Bühnenrand. Die Show wieder total sympatisch, und auch hier sind echt ne Menge Fans anwesend. Die Haare fliegen, und aus Zuschauerreihen habe ich mitbekommen, das die Jungs echt gut angekommen sind beim Publikum. Weiter so, das war echt stark.

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Weiter geht’s im Plan mit den Schweden von Grave. Hier geht zum ersten Mal die Technik ein wenig in die Knie, und das Set muss nach Lied No. 3 kurz unterbrochen werden. Wie auch die letzten beiden Male, als ich die Band gesehen habe (Extremefest und Summer Breeze) gibt’s an der Show ansonsten nichts auszusetzen. Vor allem Gitarrist Jonas fällt mit seinem Grinsen immer auf.. Bassist Fredrik haut ordentlich in die Saiten und Sänger Ole macht den ein oder anderen Scherz über das gute Wetter, was wir hier in Deutschland haben. Das Gelände füllt sich langsam, und das kommt den Bands natürlich zu Gute… Die Jungs legen ansonsten einen super Auftritt hin und ich freu mich schon aufs Party.San, wo ich die Jungs das nächste Mal sehe…

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Das erste Konzert für mich in der Event-Halle ist das von Nocte Obducta. Sänger Thorsten, den ich an Ostern schon zusammen mit seinem zweiten Bandprojekt Agrypnie gesehen habe, bringt mit seiner Band Black-Metal auf die Indoor-Bühne. Und ich treffe sogar bekannte Gesichter hier. Natalia und Martin sind auch am Start 😀 Der Sound ist zu Beginn nicht so berauschend, während der ersten Songs muss Torsten immer mal wieder ein Zeichen geben, die Monitore lauter oder leiser zu stellen. Ansonsten gewohnt starker, emotionaler Auftritt. Das Publikum hätte ein wenig aktiver sein können. Die sind vermutlich inzwischen ein bisschen eingefroren (zum Regen wird’s auch noch kalt….)

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Nocte Obducta_29-05-2014_04

Spirit of the Future Sun – das ist Modern Melodic Death aus Alfdorf. Zu Gunsten der Newcomer hatte ich das Nocte Obducta Konzert nur halb angeschaut. Diese Band kannte ich vorher nicht, aber ich muss sagen dass mir die Musik der 5 Jungs ganz gut gefällt. Die Fans sehen es ebenso, ist der Raum doch brechend gefüllt. Die erste Reihe hat den Nacken auf Dauerbangen gestellt, die Fans singen die Songs begeistert mit. Diese Formation ist anscheinend hier schon etwas bekannter. Hier sollte man auch mal genauer hinhören, die Jungs bringen Power auf die Bühne und reissen das Publikum mit. Sehr zu empfehlen…

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Spirit of the Future Sun_29-05-2014_12

Mit Freedom Call kommt wieder eine Power (Happy) Metal Gruppe auf die Mainstage. Laute Freedom-Call-Chöre ertönen schon vor Konzertbeginn. Die Band hat eine Menge Anhänger hier, was man auch im Laufe des Tages an den getragenen T-Shirts erkennen konnte. Diese Fan-Mauer hat sich direkt vor der Bühne aufgebaut, und jubelt der Band schon zu, als die noch garnicht auf der Bühne steht. Hier beginnen die Headliner – zumindest die der Herzen… Als die Jungs auf die Bühne kommen, beginnen die Fans zu grölen und recken die Pommesgabeln in die Höhe. Begeistert wird jeder Song mitgesungen, mitgeklatscht und auch hier gibt’s vereinzelt Crowdsurfer zu sehen. Nach Stormwarrior die zweite Power-Metal-Band, die mir richtig gut gefallen hat. Das schafft nicht jeder… Sehr sympatische Band und eine super Ausstrahlung…

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Freedom Call_29-05-2014_13

Als ich zum Soundcheck von den Blues Pills in die Eventhalle zurückkomme, dachte ich erst das Konzert hätte schon begonnen. Eine Viertel Stunde zu früh…. Nach kurzer Rücksprache mit dem Security vor der Bühne stellt sich heraus, das das nur der Check ist – Zwei komplette Lieder wurden gespielt. Hier steht endlich mal ne Frau auf der Bühne. Sängerin Elin (mit einem Kleid das etwas mehr zeigt als wahrscheinlich beabsichtigt war) und ihre Mannen spielen Psychodelic Rock. 70er Jahre Mucke… Der Gesang ist super zu verstehen, der Bass vielleicht ein bisschen laut, aber ansonsten kann ich an der Technik hier nicht meckern. Vom Können her gesehen also ein starker Auftritt, aber mein Stil wird das nicht werden, und so mache ich mich nach der Hälfte des Konzertes wieder auf in Richtung Newcomer-Bühne.

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Blues Pills_29-05-2014_01

Legacy of Vydar haben eine ganz ordentliche Fan-Schaar vor der Bühne zusammengetrommelt. Ich schätze dass dies das best-besuchteste Newcomer-Konzert des heutigen Tages gewesen ist. Direkt mit 3 Gitarren prasseln die Songs auf die Fans ein, das ist echte Power auf der Bühne. Auch hier ist ein wenig Hardcore mit im Spiel. Die vierte Band auf dieser Bühne überzeugt durch eine wahnsinnige Präsenz auf den Brettern. Jeder der 6 aus Köln (gut, bis auf den Drummer, der kann ja nicht weg hinter seinem Instrument) ist ganz vorne am Bühnenrand mit dabei. Da wird mit dem Publikum geflirtet, die Band harmoniert perfekt zusammen. Bisher könnte man eigentlich alle „Newcomer“ auch problemlos auf der Indoor-Stage auftreten lassen, verdient hätten sie es allesamt. Für den Lacher des Abends sorgt das Lied „Babuschka“, bei dem Daniel als Wickinger verkleidet auf die Bühne kommt, und die Fans eine Art Sirtaki mittanzen müssen. Sehr cooler Auftritt, vielen Dank dafür.

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Legacy of Vydar_29-05-2014_12

Auf den Auftritt von Sepultura habe ich mich unter anderem besonders gefreut. Vor allem, weil die Jungs mich beim letzten Konzert das ich gesehen habe (Rockarea 2010) so umgehauen haben. Ganz so gut war es hier dann aber doch nicht. Der Sound zu beginn totale Grütze, die Gitarre lief nur auf halber Lautstärke, und auch das Mikro war stellenweise überhaupt nicht zu hören. Für mich eine Überraschung – Sänger Derrick ohne Rastas sondern mit kahlgeschorenem Kopf. Ein völlig anderer Mensch…. Die Band hat trotz der Technik-Probleme eine ganz gute Show abgeliefert, auch Derrick macht kleine Witze über den tollen Sommer den wir hier haben und zum ersten Mal gibt’s hier einen riesigen Circle-Pit und jede Menge Crowd-Surfer sind unterwegs. Da es mittlerweile nicht mehr regnet sind echt viele Fans dazugekommen um die Band zu feiern.

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Sepultura_29-05-2014_13

Die letzten beiden meiner Hate-Konzerte waren vom Pech verfolgt. Der plötzliche Tod von Bassist Mortifer, technische Probleme ohne Ende… Das ist dieses Mal anders, der Sound von Beginn an einwandfrei, Licht stimmig und vor der Bühne wird es voll – sehr voll. Zu den Klängen der Band aus Warschau lassen zahlreiche Fans die Köpfe kreisen. Die Show muss dieses Mal leider ohne Feuerspucker während der ersten Songs auskommen. Sie ist aber dafür die erste für mich, bei der man erkennen kann, das Musik doch das ist, was die Jungs aus Warschau gerne machen. Zudem wird heute nochmal der neue Drummer „Pavulon“ vorgestellt, der das Quartett seit diesem Jahr begleitet. Ich hoffe, dass die Pechsträhne der Band jetzt mal abgerissen ist, und freue mich auf das nächste Konzert.

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Hate_29-05-2014_05

Die letzte Newcomer-Band für heute sind Rotovathor aus Niederscheld / Adolfshütte. Nur 3 Mann stark spielen die Jungs einen Mix aus Black und Viking-Metal. Und ich für meinen Teil habe auch ganz leichte punkige Züge rausgehört. Der Sound war eigentlich ziemlich grottig, stellenweise war nur Bass zu hören, und weil gerade Hate nebenan auf der Indoor-Stage spielen haben auch leider nicht ganz so viele Zuschauer her gefunden. Trotzdem ein starker Auftritt – die drei haben die Newcomer-Stage gut aufgemischt.

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Rotovator_29-05-2014_16

Im Vorfeld war schon bekannt, dass die Apokalyptischen Reiter mit mehreren Fan-Specials nach Geiselwind kommen werden. Am Vortag hatten die Reiter schon mit einer Akustik-Show die Indoor-Bühne geentert, jetzt treten sie mit einer Special-Show zur Release des neuen Albums auf der Mainstage auf. Die Reiter sind so eine Band, deren Namen ich zwar kenne, mit denen ich mich aber im Vorfeld weniger befasst habe. So kommt mir spontan eine Mischung aus Unheilig und In Extremo in den Sinn, als Fuchs (VOC) und Konsorten anfangen zu spielen. Die große Reiter-Fanbase, die unter anderem auch einen extra Camp-Ground bewohnt, ist schier riesig… Überall hört man „Reiter“-Schlachtrufe und die Crowd-Surfer die sich in Richtung Bühne tragen lassen, reissen nicht ab. Soll erfüllt, würde ich mal behaupten…

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Reiter_29-05-2014_02

Mit Delain aus Delft (NL) kommt Gothic Rock und Symphonic Metal auf die Bühne der Event-Halle. Ein absoluter Hingucker: Das Kostüm von Charlotte… Alter Schwede… Genauso herausragend ist die Stimme der Frontfrau – klar, deutlich, Gänsehaut… Ein super Konzert. Dafür, dass ich mir das am Anfang garnicht anschauen wollte, bin ich jetzt doch froh das ich da gewesen bin. Das sind so die kleinen (oder auch größeren) Überraschungen eines Festivals… Die Band rund um die Holländerin kann sich ebenfalls sehen lassen, und so legen alle 5 zusammen eine starke Show auf die Bretter. Selbst als es eigentlich Zeit wird, zum heutigen Headliner Powerwolf zu wechseln, bleiben noch unzählige Zuschauer vor der Bühne stehen und feiern zusammen mit der Band. Total sympatische Formation, wie ich finde. Hier lohnt sich ein genauerer Blick…

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Delain_29-05-2014_20

Wenn man eine Band schon sehr oft gesehen hat, dann weiß man irgendwann nicht mehr, was man noch schreiben soll. Wenn man Powerwolf schon sehr oft gesehen hat – weiß man das noch weniger. Es gibt heute eigentlich nichts wirklich spektakuläres zu berichten. Die Show durchgestylt wie eh und jeh, jedes Haareschütteln bis auf die letzte Sekunde vorchoreografiert 😉 Aber halt – etwas gibt es doch. Und zwar feiern die Wölfe Geburtstag. Aber nicht irgendeinen – nein – 10 Jahre Powerwolf, das ist schon ne Hausnummer. So wurde – quasi als Geburtstagsgeschenk – eine spezielle Setliste gespielt. Die wurde vorher von den Fans selbst per Internetvoting bestimmt. Ganze 90 Minuten das Beste, was die Discografie zu bieten hat. Dafür standen die Fans schon seit dem späten Nachmittag ohne Pause in der ersten Reihe, nur um ganz vorne mit dabei zu sein. Die Show wie immer einwandfrei – nur die Ansagen zwischen den Songs – die könnten ab und an mal verändert werden 😉

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Powerwolf_29-05-2014_05

Ansonsten gibts zum ersten Tag eigentlich auch nur Gutes zu berichten. Der Regen hat dann Nachmittags doch noch aufgehört. Die Organisation einwandfrei, vor allem der Ablauf in der Running-Order wurde pünktlichst auf die Minute eingehalten. Bei 3 Bühnen eine straffe Leistung, wie ich finde.

Anstatt der 12 geplanten habe ich Schlussendlich doch 17 Bands gesehen.

Der Sound muss noch gewaltig zulegen, der ist stellenweise echt Grütze gewesen.

Die beste Bewertung bekommt heute aber die Newcomer-Stage. Die war immer super besucht, und aus Zuschauerreihen hat man mehr als einmal gehört, dass diese Bands auf jeden Fall weiter supportet werden müssen… Ich bin gespannt, ob das morgen genauso weitergeht…

 

Tag 2, Freitag 30.05.2014

Der heutige Tag startet nicht gut – um genauer zu sein – er startet relativ beschissen. Und zwar mit einem kaputten Tele-Objektiv… Prost Mahlzeit. Wie gut, dass ich versichert bin. Heißt aber auch, dass ich die Künstler auf der Mainstage nicht mehr ranzoomen kann – also keine wirklich guten Mainstage Bilder mehr ab hier 🙁 *grummel*

Sundown sind die erste Überraschung des heutigen Tages. Die Bayern eröffnen auf der Mainstage den zweiten Festival-Tag mit Melodic Death Metal. Ein saustarker Auftritt der jungen Musiker. Die Musik überzeugt, zudem sind schon echt viele Fans da – für 13:00 Uhr… Da haben so einige auf die ein oder ander Stunde Schlaf verzichtet, um diese Band anzuschauen. Die erste Reihe kreist schon fleissig mit den Haaren und bereitet so den Nacken auf die kommenden Stunden musikalisches Festivalprogramm vor. Sundown haben echt Bock, hier zu spielen. Fronter Lukas bedankt sich überschwenglich bei allen, die diesen Auftritt auf der großen Bühne ermöglicht haben. Vielen Dank Jungs für den Hammer-Auftritt…

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Sundown_30-05-2014_10

In der Event-Halle stehen schon die Evil Invaders in den Startlöchern. Mit einem Mix aus Speed / Heavy / Thrash Metal bringen die 4 die Fans so richtig in Wallung. Da wird über die Bühne gerannt, als wäre Satan höchstpersönlich hinter den Jungs her. Meinen allergrößten Respekt für diese doch sehr anstrengende Show. Da kommt direkt noch bisschen 80er-Jahre-Feeling auf 😀 Leider ist dieses Konzert noch nicht übermäßig gut besucht. Aber die, die anwesend sind, sind es mit Haut und Haaren…

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Evil Invaders_30-05-2014_22

Auf der Newcomer-Stage präsentiert die erste Band des heutigen Tages ihr Können. Necrotted aus Abtsgmünd – das ist Death Metal / Deathcore und zwar mit mächtig BÄÄÄM dahinter. Direkt zwei Sänger stehen hier am Mikro. Hier sind viele Fans angereist, die Gruppe ist unter den Zuschauern schon ein bisschen bekannter. Wehende Haare wohin das Auge blickt, vor allem die erste Reihe kennt kauf ein Halten. Die Boxen vor der Bühne werden zum Stammplatz für die Musiker, die so nah wie möglich ans Publikum heran möchten. Blastbeat und Doublebass-Gewitter runden den halbstündigen Auftritt ab.

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Necrotted_30-05-2014_22

Auf der Mainstage gibt es das nächste Highlight mit den Herren – und der Dame – von Serenity. Symphonic Metal steht jetzt auf dem Programm. Hier kommen die Fans von Mukke a la Nightwish und Konsorten voll auf ihre Kosten. Das Quintett, dass sich aus Musikern dreier verschiedener Länder zusammensetzt (Österreich, Frankreich, Italien) bringt direkt Gute Laune ins Publikum. Georg und Clémentine (beide VOC) sprechen die Fans immer wieder direkt an, super Arbeit mit dem Publikum.
Der gesamte Auftritt ist echt professionell aufgezogen. Beim Sound haben die Fünf einen guten Slot erwischt, der ist tadellos. Auch wenn noch dicke Wolken den Himmel verdecken hat sich schon eine große Zahl musikbegeisterter Zuschauer eingefunden um den etwas softeren Klängen zu lauschen.

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Serenity_30-05-2014_14

Die Newcomer-Stage rüstet sich nun für 6 Frankfurter Herren. Sapiency aus der Hessen-Hauptstadt. Nach der kürzlich abgeschlossenen Europa-Tour ist der Auftritt auf dem Out & Loud das nächste Highlight in diesem Jahr. Der Mix aus Screams und Growls der beiden Frontmänner kommt auch hier in Geiselwind gut an. Schon kurz nach Beginn des Konzerte kommen immer mehr Zuschauer vor die Bühne, um dem Melodic Death der Combo zu lauschen. Ansonsten gibt’s auch hier nichts zu meckern. Sound gut, Licht gut – einfach eine Hammer Show. Die Halle ist voll, die Stimmung super – die Jungs echt gut angekommen. Da haben sich bestimmt viele neue Fans gefunden. Und als Bonbon obendrauf kommt während des Konzertes auch noch die Sonne raus… Perfekt 😀

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Sapiency_30-05-2014_19

Die 4 Jungs von den Suicidal Angels waren mit eine der Überraschungen für mich auf dem letzten Metalfest. Als die Athener im Anschluss auf große Tour gegangen sind, konnte ich leider nicht dabeisein und so freut es mich um so mehr, die vier hier in Geiselwind mal wieder auf der Bühne zu sehen. Ein sehr souveräner Auftritt vor einem stets anwachsenden Publikum, viele Fans der Band grölen die Songs mit. Thrash Metal, der glasklar aus den Boxen kommt, bringt die Fans zum Tanzen, der ein oder andere Mosh-Pit bildet sich, und die ersten Crowd-Surfer lassen sich blicken. Das alles macht beim Anblick des jetzt strahlend blauen Himmels natürlich nochmal so viel Spaß. In diesem Moment ist auch der letzte endgültig auf dem Out & Loud angekommen.

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Suicidal Angels_30-05-2014_06

Wenn man im Netz nach den Hauptdrahtziehern für den Zusammenschluss der „New Wave of German Metal“ schaut, kommt man an dem Namen Parasite Inc. nicht vorbei. Zusammen mit den weiteren 10 Bands (die übrigens im Laufe des Festivals alle auf der Newcomer-Bühne zu sehen waren) gehen die Jungs voll in diesem Projekt auf. Natürlich sind sie auch hier auf dem Out and Loud vertreten. Der Platz vor der Bühne ist schon vom ersten Song an super besucht, aber mit jeder Minute strömen noch mehr Fans dazu. Das ist wieder so ne Band, wo ich fast das Fotografieren vergesse ^^. Hatte die Fünf vorher noch nie gesehen und bin selber total begeistert…. Genauso sehen es die Fans, die den Nacken auf Dauerkreisen gestellt haben. Die geforderte Zugabe am Schluss kann leider nicht gegeben werden, hätte aber viele dankbare Zuhörer gefunden. Die Aalener muss ich auf jeden Fall im Auge (und im Ohr) behalten, soviel steht mal fest.

Im Nachhinein ist klar: Dies ist das best-besuchte Newcomer-Konzert des ganzen Festivals gewesen. Daumen hoch für diese Leistung.

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Parasite Inc_30-05-204_00

Legion of the Damned habe ich letztes Jahr auf dem Party San und Extremefest schon mal gesehen. Die Show an sich ist so ziemlich die Selbe. Die Fans vor der Bühne halten sich zu Beginn noch vornehm zurück, aber das bessert sich während des Konzertes, so dass am Ende doch eine ganz gute Resonanz aus dem Publikum kommt. Die Holländer sind in diesem Jahr schon eine Menge herumgekommen, unter anderem auf der Tour mit Sepultura. Das kürzlich erschienene Album Ravenous Plague ist in aller Munde und wird hier gekonnt in Szene gesetzt. Aber auch Klassiker wie „Sons of the Jackal“ dürfen nicht fehlen auf der Setliste. Abgerundet wird der Auftritt von einem ganz annehmbaren Sound, die Technik ist heute sehr viel besser aufgestellt, und das hört man schon den ganzen Tag lang. Da lassen die ersten Crowd-Surfer auch nicht lange auf sich warten. Die Fans sind gut drauf, textsicher und feiern die Jungs aus Limburg (NED). So kann der Tag weiter gehen…

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Legion of the Damned_30-05-2014_32

All Will Know haben eine Überraschung für alle Fans dabei. Denn heute tritt die Band mit einem alten Bekannten auf. Sänger Moritz Stübing, der bis 2013 festes Bandmitglied war, ist für einen Gastauftritt mit nach Geiselwind gereist. Vor allem die Fans, die die Band bereits aus früheren Zeiten kennen, dürften sich über diese kleine Überraschung gefreut haben. Bei einigen Songs unterstützt er den aktuellen Frontmann Frank mit den cleanen Vocals, die beiden ergänzen sich sehr gut und es ist auch für mich nochmal etwas neues, All Will Know mit 2 Sängern live zu sehen. Auch vom restlichen Publikum wird der Auftritt der Darmstädter super aufgenommen, die erste Reihe wird belagert von bangenden Metalheads die – wie mir scheint – jede Textzeile mitsingen können. Auf der Bühne wird alles gegeben, wird doch heute sogar der komplette Auftritt mit zwei Video-Kameras live und in Farbe festgehalten. Haltet mal die Augen offen, demnächst kann man bestimmt ein neues Live-Video bewundern…

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All Will Know_30-05-2014_41

Rage blicken auf 30 Jahre Bandbestehen zurück. Hier stehen vor allem die älteren Semester vor der Bühne. Heavy Metal aber gut gespielt von einer sympatischen Band. Die Songauswahl ist recht gemischt und zieht sich durch die gesamten letzten Jahre hindurch. Unter anderem werden „War of worlds“, „Enough is Enough“ und „Soundchaser“ gespielt. Schon vor Konzertbeginn sind laute „RAGE“-Chöre zu hören, und die setzen sich auch fort, als die Band pünktlich auf die Minute die Bühne betritt. Die Fans sind begeistert und schütteln fleissig das Haupthaar, recken die Fäuste in die Höhe und singen die Songs mit. Pünktlich zum 30. Geburtstag haben die Jungs eine Live-Edition veröffentlicht, die es hier zu promoten gilt. Die Fans bedanken sich mit reichlich Gegröle und Applaus, als die Band nach ca. einer Stunde die Bühne verlässt lassen auch die Zugabe-Rufe nicht lange auf sich warten.

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Rage_30-05-2014_09

The Last Hangmen sind hier noch nicht ganz so bekannt. Wahrscheinlich gerade deshalb sind viele Leute zur Newcomer-Stage gepilgert, um sich diese Band anzuschauen. Der Platz vor der Bühne gerammelt voll, in der ersten Reihe vor allem auch zu sehen: Mitglieder befreundeter Bands wie Sapiency und Burden of Life… Das Publikum ist der Hammer, bangt, klatscht, grölt mit. Die Jungs haben eine echt super Show auf die Bretter gelegt. Vor allem Stefan und Simon (beide GIT) sind meist ganz vorne auf den Boxen zu finden. Die Band spielt sich durch die beiden bisherigen Alben UND legt zudem zum Schluss noch eine Zugabe der Extraklasse hin – ein neuer Song wird aus dem Ärmel geschüttelt und von den Fans begeistert aufgenommen. Schaut’s Euch mal bei Youtube an: KLICK zum VIDEO

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The Last Hangmen_30-05-2014_52

Behemoth legen ebenfalls einen Super Auftritt hin. Auch wenn es um halb acht bei Tageslicht eigentlich noch nicht so gut rüber kommt, überzeugt die Show mit Rauchschwaden, Flammenwerfern und brennenden Kerzen auf der Bühne. Die Jungs machen sich zunächst einen Spaß daraus, ein bisschen über die zurückliegende Verhaftung in Russland herzuziehen, bevor sie mit einer wirklich guten Show aufwarten. Mit im Gepäck: Die neue Scheibe „The Satanist“. Die Fans sind völlig aus dem Häuschen, und ich glaube jeder auf dem Gelände ist gekommen, um sich dieses Konzert anzuschauen. Da wird gesungen, getanzt und der Nacken auf Dauerbangen gestellt. Ganz großes Kino und hat eine Menge Spaß gemacht. Unzählige Crowd-Surfer lassen sich nach vorne tragen, um ihren Idolen wenigstens ein paar Sekunden wirklich nahe zu sein. Ich freu mich schon jetzt auf das nächste Konzert der Fünf.

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Orden Ogan habe ich ja auch schon ein paarmal gesehen. Heute sind die Jungs in der Indoor-Stage anzutreffen. Die Show allerdings hätte es problemlos auch auf die Mainstage geschafft. Wie immer total sympatische Band, Ausstrahlung super, da wird auf der Bühne um die Wette gestrahlt. Spielfreude pur. Der Sound ist zwar nicht ganz so prickelnd, aber das hindert die Band nicht daran, eine ansonsten klasse Vorstellung abzuliefern. Die Eventhalle platzt aus allen Nähten, und wer jetzt nicht im Takt mitwippt, der ist definitiv falsch am Platz.

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Orden Ogan_30-05-2014_14

Steel Engraved bringen bald ihr neues Album auf den Markt. Natürlich lassen es sich die Jungs – und die DAME – nicht nehmen, daraus einen neuen Song mit nach Geiselwind zu bringen. Kathy am Bass ist hier natürlich der Hingucker auf der Bühne. Professionell und Ladylike hat sie ihr Instrument fest im Griff. Dabei scheucht sie auch schonmal den ein oder anderen Kollegen über die Bühne. Heavy / Power Metal aus Grafenau, da platzt die Newcomer-Bühne fast aus allen Nähten. Natürlich auch mit dabei: Die Jungs von Sapiency, die mit der Band zusammen auf Tour gewesen ist. Hier heißt es nochmal die Matten zum Schwingen bringen, ein großer Teil der anwesenden Fans singt mit, die Fäuste werden gen Himmel gereckt und viel zu schnell sind die 40 Minuten Spielzeit vorrüber. Ein toller Abschluss für den heutigen Newcomer-Tag.

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Doro kommt auf die Bühne und sofort geht die Sonne auf. Eine Powerfrau – Immer noch. Die Songs bekannt, sogar ich kann mitsingen. Das Publikum geht mit und auch hier Crowd-Surfer ohne Ende. Die Band um Doro weiß sich ebenfalls zu präsentieren und gemeinsam legen sie eine super Show auf die Bretter. Nicht eine Sekunde Stillstand auf der Bühne, Doro ist immer ganz vorne am Rand zu finden, möglichst nahe bei den Fans. Sie weiß das Publikum zu motivieren, und bekommt es mit reichlich Applaus gedankt.

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Flotsam & Jetsam hatte ich vorher live noch nicht gesehen, nur von CD gehört. Daher war ich echt gespannt auf diesem Auftritt. Auch hier Heavy Metal, super vorgetragen und echt gut rübergebracht. Ziemlich viele Fans sind in die Event-Halle gekommen, und auch ein paar bekannte Gesichter sehe ich in der ersten Reihe. Die Fans recken die Hände nach den Musikern aus, und es hat den Anschein als ob die erste Reihe auf die Bühne springen möchte. Die Arbeit mit dem Publikum lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig, da wird auch mal der ein oder andere Scherz gemacht, das Publikum persönlich angesprochen… Ein sehr sympatischer Auftritt den ich mir bis zum Schluss anhöre. Das hat mal echt Bock gemacht. Vielen Dank dafür…

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Flotsam Jetsam_30-05-2014_19

Zu Saxon konnte ich mich nach diesem Konzert nicht mehr durchringen. Zum einen habe ich diese Band auf dem Metalfest letztes Jahr schon gesehen und dort war ich nicht sonderlich begeistert – zum anderen kann ich mit meinem kleinen Objektiv eh keine guten Bilder mehr schießen, von daher muss ich nicht auch noch im Fotograben rumwuseln… Der ist eh schon voll genug…

So sorge ich erstmal für Umsatz an der Kaffee-Bar und schaue mir zur späteren Stunde noch den Anfang vom Karaoke till Death an – was übrigens auch ziemlich professionell aufgezogen wurde, mit „echter“ Band auf der Bühne.. Sich einmal wie ein Star fühlen, hier war die Gelegenheit dazu, und das Angebot wurde auch super angenommen. Das der ein oder andere schiefe Ton dabei ist stört um diese Uhrzeit eh keinen mehr 😉

 

Tag 3, Samstag, 31.05.2014

Sasquatch (und im Anschluss IAMENEMY) haben mich vor die größte Herausforderung auf dem diesjährigen Out & Loud gestellt. Die Jungs, die auf der Mainstage den dritten Festival-Tag eröffnen dürfen, wollten ganz gerne Bilder des Drummers und ein Gruppenfoto von der Bühne aus haben. Dank des wirklich netten Personals und meinem Versprechen, das Zugangsbändchen direkt wieder zurück zu bringen, durfte ich dann für die nächsten zwei Stunden sowohl auf der Mainstage als auch in der Eventhalle von der Bühne aus knipsen. Dickes Dankeschön schonmal von hier aus an alle Verantwortlichen 😀

Pünktlich um 12:10 beginnt das erste Konzert für den heutigen Tag. Die Spielzeit für den Opener-Slot ist in letzter Sekunde um 10 Minuten verlängert worden, und so kommen wir in den Genuss von 40 Minuten Death Metal aus Würzburg. Schon im April bei der Exkursion zur Hölle hat mir die Musik der Vier ziemlich gut gefallen, und da lasse ich mir den Auftritt hier in Geiselwind natürlich nicht entgehen. Trotz der frühen Uhrzeit sind echt viele Fans da, das bin ich von anderen Festivals garnicht gewohnt. Die Band ist super drauf und  motiviert das anwesende Publikum mit lauten „Out & Loud“-Rufen. Die erste Wall of Death an diesem Tag gibts direkt hier im Eröffnungskonzert, denn das Publikum ist ebenso gut drauf und zeigt die Begeisterung deutlich. Ein super Start in den dritten Festival-Tag.

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Von IamEnemy habe ich leider nicht so viel mitbekommen. Die ersten drei Songs konzentriert im Fotograben, danach musste ich direkt das Bändchen zurückbringen, welches mir den Zutritt zur Bühne gestattet hatte, und als ich wieder in der Event-Halle ankomme wird gerade der vorletzte Song angekündigt. Schade eigentlich, denn das, was ich gehört habe hat mir echt gut gefallen. Die Jungs aus Würzburg mischen mit Melodic Death die Indoor-Stage so richtig auf. Die Jungs legen ziemlich professionell los, zeigen sich oft direkt vorne am Bühnenrand ganz nah beim Publikum. Trotz der frühen Stunde und der vergangenen zwei harten Tage sind die ersten Reihen putzmunter und genießen das Konzert in vollen Zügen. Der Sound hätte ein bißchen besser sein können, aber ganz so schlimm wie am ersten Tag ist es hier nicht mehr. Die Band kann sich über eine Menge Applaus zum Ende des Konzerts freuen. IamEnemy muss ich mir definitiv nochmal in Ruhe anhören, soviel ist klar.

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IamEnemy_31-05-2014_01

Dust Bolt hatte ich im Dezember verpasst, da ich das Dr. Living Dead Konzert in Erfurt nicht besuchen konnte. Dafür werde ich jetzt entschädigt. Und zwar doppelt und dreifach. Hier kommt echt direkt Leben auf die Bühne. Die Jungs stehen nicht eine Sekunde still und flitzen über die Bühne, ziehen Grimassen und reissen das Publikum mit. Die Fans stimmen jeden Song direkt mit ein, hier gibt’s die Wall of Death und Moshpits ohne Ende. Auch wenn zu Beginn dieses Konzertes der Wettergott erst mal mit heftigen Windböen die aufgestellten Banner umgeweht hat, lassen die Jungs sich den Spaß nicht verderben und powern weiter drauf los.  Hier bleibe ich auch bis fast zum Ende stehen, das war echt super.

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Dust Bolt_31-05-2014_45

Wenn man die Musik von Gloryful nach dem Aussehen der Bandmitglieder raten müsste, dann würde man wohl auf eine Art Metalcore tippen. Aber dass der Schein trügt, merkt man direkt als die ersten Töne aus den Boxen schallen. Purer Heavy Metal tönt durch die Eventhalle. Mit klarer Stimme gibt Sänger Johnny La Bomba alles, um die Fans zu begeistern. Das gelingt sehr gut, denn schon ab dem zweiten Song kreisen die Haare der Anwesenden im Takt der Musik. Die erst 2010 gegründete Band hat nicht einmal ein Jahr nach ihrem Debüt-Album einen neuen Silberling im Gepäck, der hier stark promotet wird. Die Gelsenkirchener legen ein ordentliches Tempo vor, eine professionelle Show die eine Menge Zuschauer zur Indoor-Stage lockt. Wer auf den Maiden-Stil steht, der ist hier definitiv richtig am Platz.

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Gloryful_31-05-2014_01

Arcturon sind aus der Schweiz angereist, um hier in Geiselwind auf der Bühne zu stehen. Melodic Death aber auch wieder mit leichtem Hardcore Einschlag – Das mag ich und das gefällt mir… Schon zu Beginn des Konzertes ist die Zahl der Zuschauer ziemlich groß. Das Publikum wird hier persönlich angesprochen, es scheint als ob viele Bekannte der Band mitgereist sind. Die erste Reihe geht ab wie Schmidts Katze, die Band ist hier nicht unbekannt das merkt man. Songs werden mitgesungen, die Haare fliegen und die Rufe nach einer Zugabe zum Schluss bestätigen, dass es den Fans gut gefallen hat. Da lohnt sich ebenfalls ein Auge und ein Ohr drauf zu halten…

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Majesty sind mir ja nun nicht mehr unbekannt. Zuletzt gesehen im Vortex in Siegen freue ich mich auf den Auftritt der Band seitdem ich weiß das sie zum Lineup des Out & Loud gehören. Laute „hey hey Majesty“-Rufe lassen schon vor Beginn des Konzertes wissen, wer da gleich die Bühne betreten wird. Die Show ist wie immer perfekt durchgestylt. Hier gibt’s zu Beginn ein paar Sound-Probleme, die aber während dem Konzert behoben werden. Die neue Scheibe „Banners High“ ist hierzulande ja eingeschlagen wie eine Bombe. Klar, dass viele Songs daraus gespielt werden. Die Fans vor der Bühne grölen von Beginn an mit, drängen sich nach vorne in die erste Reihe und recken die Pommesgabeln in die Höhe. Ich für meinen Teil habe nichts anderes erwartet von dieser Band. Klar, dass ich mir die trotz brütender Hitze bis zum Schluss angucken muss…

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Für Burden of Life auf der Newcomer Stage habe ich das Milking the Goatmachine-Konzert sausen lassen. Und es hat sich definitiv gelohnt. Vor drei Wochen in Dresden durfte ich die Combo ja schon mal sehen, heute legen die Fünf aus Regensburg nochmal eine Schippe drauf. Immer in der ersten Reihe mit dabei: Die Jungs von The last Hangmen als Fanwand vor der Bühne. Hier ist die Stimmung am brodeln und die Regensburger legen eine einwandfreie Show auf die Bretter. Sound gut – Licht gut – tolle Fanbase am Start…. Was will man mehr….

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Burden of Life_31-05-2014_30

In Dinkelsbühl auf dem Summer Breeze 2013 haben mich Arkona mit Ihrem russischen Pagan-Metal schon schwer beeindruckt. Auch heute schafft es Sängerin Masha mit Ihrer Stimme, die Menge zu begeistern. Trotz brütender Hitze sind die Bandmitglieder in Trachten und Felle gekleidet, der Mix aus Gitarrensound und traditionellen Instrumenten wie Flöte oder Sackpfeife kommt beim Publikum sehr gut an. Da wird wieder um die Wette gestrahlt, und die Band darf sich über eine riesige Zuschauerzahl, Wogende Haare, Crowd-Surfer und Moshpit freuen. Wer auf Pagan der etwas anderen Art steht, der sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr drauf werden. Ich tu das auf jeden Fall..

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Bleeding Red durften natürlich in der Liste der Konzerte auch nicht fehlen. Die Jungs aus Spraitbach haben auf dem letztjährigen Party.San schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Blackened Death lockt die Fans vor die Newcomer-Bühne. Wie auch bei allen anderen Bands, die im Laufe dieses Festivals schon hier gespielt haben, ist die Resonanz wirklich gut. Die Vier Jungs zeigen Spielfreude pur, das Publikum dankt es mit Applaus und Zugabe-Rufen am Ende des Konzertes. Was mich freut: Bleeding Red spielen auf dem Metalfest (Samstags) und ebenso auf dem Ragnarock… Genug Chancen also, die Combo in diesem Jahr nochmal Live zu sehen…

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Vader präsentieren auf dem Out and Loud die Neue Scheibe „Tibi et Igni“. Natürlich werden auch hieraus viele Songs gespielt, daher ist die Reaktion aus dem Publikum noch etwas verhalten. Das neue Material kennt halt noch kaum jemand. Bei altbekannten Songs dagegen drehen die Fans so richtig auf, und feiern dieVier aus Olsztyn. Die Show gleicht den bisherigen die ich im letzten Jahr gesehen habe. Professionell, immer präsent und mit Freude an der Musik, so zeigen sich die Jungs auch heute in Geiselwind. Der Sound ist leider nicht der beste, aber alles in allem ein starker Auftritt der für nickende Köpfe und tanzende Fans gesorgt hat.

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Thyrfing – letztes Jahr auf dem Extremefest im starken Regen fast abgesoffen – haben dieses Mal den Slot auf der Indoor-Stage ergattert. Die fünf Schweden treten mit Ganzkörperbemalung auf der Bühne auf, und machen direkt einen gefährlichen Eindruck. Ähnlich Waldmenschen erscheinen sie im wabernden Bühnennebel. Und das Aussehen passt zur Musik. Der Schweden-Sound tönt druckvoll aus den Boxen, und die Band legt eine gekonnte Show auf die Bühnenbretter. Viele Fans sind gekommen um sich dieses Konzert anzuschauen, und so ist es kein Wunder, dass der komplette Innenraum der Musikhalle lauthals mitsingt.

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Thyrfiing_31-05-2014_32

Shattered überzeugten schon auf dem New Evil Music-Festival Anfang Mai in Darmstadt. Hier in Geiselwind setzen sie nochmal einen drauf. Technical Death Metal aus Würzburg bringt die Newcomer-Halle zum Beben. Es sind eine Menge Zuschauer gekommen, um sich die jungen Musiker anzuschauen. Vor allem Sänger Michael steht die ganze Zeit vorne auf den Boxen und motiviert die Fans zum Mitmachen. Einige können sogar Mitsingen, und tun dies auch aus vollem Hals.

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Shattered_31-05-2014_10

Bei Ensiferum ist es wieder ein wenig folkloristisch angehaucht. Hingucker an den Keyboards: Emmi im knappen Leder-Oberteil. Melodic Folk Metal aus Helsinki gibt es hier auf die Ohren. Die zahlreich anwesenden Fans starten direkt zu Beginn des Konzertes mit Haarpropellern, sogar einen Anflug von Mosh-Pit kann man hier erkennen. Tanzbar ist das ganze außerdem, und so wird in den ersten Reihen gesprungen, mitgesungen und jeder lässt sich von der Spielfreude der Finnen anstecken. Hier bleibe ich auch noch einen Moment länger stehen um mir das Konzert anzuschauen, das hat Spaß gemacht 😀

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Ensiferum_31-05-2014_14

Martin van Drunen – heute mal wieder mit Hail of Bullets vor meiner Linse – legt mit seiner Band direkt stark los. Der Sound in der Musikhalle lässt bei dem Death Metal aus Holland die Wände erbeben.  Viele Fans haben sich vor der Bühne versammelt, um gemeinsam mit den Holländern die Matten zu schwingen. Nacken auf Dauerkreisen, Fäuste gen Himmel…. Das macht Spaß und gefällt den Zuschauern. Starker Auftritt der Jungs aus Rotterdam. Eine ganze Stunde setzen die fünf die Indoor-Stage unter Strom und dürften bei so manchem für Nackenschmerzen gesorgt haben.

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Hail of Bullets_31-05-2014_30

Mynded ist der letzte Act für die Newcomer-Stage an diesem Tag. Wie auch die Bands zuvor müssen sich die Thrasher aus Straubing nicht vor den „großen“ Kollegen verstecken. Hier wirds nochmal voll vor der Bühne. Jeder wippt zumindest im Takt mit den Zehen oder schüttelt die Haare. Die Band hat schon einige Fans hier im Publikum, Es wird getanzt und mitgesungen. Mit einem starken Auftritt schließen die Vier die diesjährige Newcomer-Konzertreihe ab. Da wird nochmal alles gegeben, um dem Publikum ein letztes Mal zu zeigen, dass die Bezeichnung „Newcomer“ an diesem Wochenende den Auftritten der so betitelten Bands nicht gerecht geworden ist. Hier wurden ausschließlich hervorragende Leistungen abgeliefert und die ein oder andere Band ist definitiv im Hinterkopf zu behalten. Jungs, das war spitze. Gerne mehr davon…..

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Mynded_31-05-2014_08

Auf den Auftritt von Amon Amarth habe ich mich unter anderem sehr gefreut. Live sollen die Schweden ganz besonders gut sein, wurde mir von der Metal-WG versichert. Mit lautem Knall und Feuerwerk betreten die Schweden pünktlichst um 21:00 Uhr die Bühne. Thors Hammer schwebt über der Mainstage, als die 5 die Bühne quasi niederbrennen. Die 1.5 Stunden vergehen wie im Flug, von Beginn an lassen sich hunderte Crowd-Surfer über die Köpfe hinweg nach vorne reichen. Das Publikum gleicht einem tosenden Ozean. Diese Show wäre auf jeden Fall des Headliner-Platzes würdig gewesen, soviel steht mal fest.

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Amon Amarth_31-05-2014_25

Moonspell habe ich mir ganz anders vorgestellt, als sie jetzt hier auf der Bühne auflaufen. Aber das ist überhaupt nicht schlimm, denn die Portugiesen sind noch besser, als ich es vermutet habe. Der Sound geht gut ins Ohr, die Fünf haben mit ihrer Mischung aus Dark- und Gothic-Metal das Publikum von der ersten Sekunde an fest im Griff. Auch wenn der Platz zwischen den beiden Mainstage-Headlinern vielleicht etwas unglücklich gewählt erscheint, ist die Musikhalle proppenvoll. Die Fans grölen mit, lassen die Haare kreisen und lassen sich vom Feiern auch nicht abbringen, als zum Schluss die große Völkerwanderung zur Mainstage beginnt, wo Blind Guardian als Headliner des heutigen Tages auftreten werden.

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Moonspell_31-05-2014_23

Blind Guardian – der Festival-Headliner aus Krefeld – wird von tausenden Fans gefeiert. Alles was jetzt noch auf den Beinen ist hat sich vor der Mainstage versammelt, um sich dieses Konzert anzuschauen. Mit einer ausgeklügelten Licht-Show werden alle 6 Bandmitglieder in Szene gesetzt. Die Band habe ich vor Jahren schon einmal gesehen und hatte eine gute Show in Erinnerung. Nicht in Erinnerung hatte ich die wahnsinnig langen Ansagen von Hansi, die zwischen den Songs gemacht wurden. Nach den Krachern Amon Amarth und Moonspell komme ich mir hier ein bisschen fehl am Platz vor. Die Show ist super, die Fans sind es ebenso, ein Meer aus Feuerzeugen und hochgereckten Händen bildet sich vor der Bühne. Die doch eher ruhigen Songs werden in Chören mitgesungen. Für tausende ist dies der epischste Festivalabschluss aller Zeiten, für mich ist es Zeit, den Heimweg anzutreten.

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Blind Guardian_31-05-2014_21

 

Fazit:

Ein richtig geiles Wochenende mit vielen netten Leuten, super Bands, klasse Stimmung, (meist) bomben Wetter – was will man mehr. Die Bandauswahl überzeugt, die Shows waren durch die Bank weg super besucht und vor allem die Newcomer-Stage hat mich sehr positiv überrascht. Es war echt toll mit anzusehen, das auch der Underground seine Fans hier auf dem Festival hat.

Die Organisation super, freundliches Personal, die Security immer am Start wenn es mal brenzlig wurde (Stichwort: Crowd-Surfer)…. Das war echt spitze.

Der Sound hätte von Beginn an besser sein können, das Licht in der Halle ließ manchmal ein wenig zu wünschen übrig, aber im großen und ganzen auch technisch super aufgestellt.

 

Hier komme ich gerne wieder her – der nächste Termin steht auch schon fest:

Out and Loud 2015 vom 04.06. bis 06.06.2014 (Donnerstag = wieder Feiertag)

bisher bestätigt sind:

TANKARD
EQUILIBRIUM
ASPHYX
STALLION

 

Hier gibts noch den AfterMOVIE zum Schwelgen in tollen Festival-Erinnerungen

 

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2 Kommentare

  1. darkandsweetthings on

    Hallöchen,
    yess, das war wirklich eine Tolle Band-Auswahl.
    Das Festival hieß letztes Jahr noch Beastival, vielleicht kennst Du das?
    LG
    Bettina